Landgericht entscheidet gegen GWD: Dringlichkeit nicht gegeben Minden muss in die 2. Liga

Minden/Dortmund (WB). Handball-Bundesligist GWD Minden ist endgültig abgestiegen. Nachdem man sich sportlich als Tabellen-16. nicht für eine weitere Saison in der »stärksten Liga der Welt« hatte qualifizieren können, scheiterte man nun auch mit dem Gang vors Gericht.

Von Volker Krusche
Schon 2008 war der Abstieg ein Thema. Doch der Wunsch der Fans findet mit dem Urteil des Gerichts ein jähes Ende.
Schon 2008 war der Abstieg ein Thema. Doch der Wunsch der Fans findet mit dem Urteil des Gerichts ein jähes Ende. Foto: Moritz Winde

Nach einer knapp zweistündigen mündlichen Verhandlung vor dem Landgericht Dortmund vor einer Woche verkündete Richterin Marlies Bons-Künsebeck am Donnerstag Mittag nach eingehender Prüfung das Urteil. Der Antrag auf Einstweilige Verfügung wurde als unzulässig abgewiesen.

GWD hatte gegen die Regelung der Handball-Bundesliga geklagt, die die Zahl der Absteiger durch die Aufstockung auf 19 Mannschaften erst kurz vor Beginn der Serie auf vier erhöht hatte. Nach Abwägung der von beiden Seiten erbrachten Argumente ging es am Ende aber nicht mehr um die Rechtmäßigkeit der Erhöhung auf den vierten Absteiger.

Diese Frage blieb unbeantwortet, da Bons-Künsbeck die Dringlichkeit des Mindener Antrags nicht mehr als gegeben sah. GWD hätte schon während der Saison gegen die Abstiegsregelung klagen müssen. Das sei nicht geschehen.

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