Fußball-Bezirksliga: Union Varl schlägt Isenstedt 2:0 – Tim Hageböke sieht »Rot«  ISC dezimiert sich selbst 

Varl/Isenstedt (WB). War es das bereits für den SC Isenstedt? Im Derby bei der Spvgg Union Varl setzt es die nächste Pleite: Nach dem 0:2 (0:1) in der Fremde beträgt der Abstand auf das rettende Ufer in der Fußball-Bezirksliga bereits sieben Punkte.

Von Tilo Sommer
Varl hat sich beim 2:0 nicht mit Ruhm bekleckert. Hier stehen sich Marcel Rosengarten (links) und Jens Meier selbst im Weg.
Varl hat sich beim 2:0 nicht mit Ruhm bekleckert. Hier stehen sich Marcel Rosengarten (links) und Jens Meier selbst im Weg.

 »Ich kann meinen Jungs keinen Vorwurf machen. Kämpferisch war das okay«, stellt sich SC-Trainer Axel Krüger schützend vor sein Team. Einen Vorwurf müssen sich die Gäste auf jeden Fall gefallen lassen: Spielerisch reicht es in dieser Besetzung nicht für die Bezirksliga.

 Auch in Varl verpuffen viele Aktionen bereits im Ansatz. Der Beginn ist im Derby dabei durchaus viel versprechend. Direkt in der ersten Minute erläuft der quirlige Frederic Freye einen langen Ball. Doch das Spielgerät rutscht ihm über den Spann und landet weit über dem Tor im Zaun. Eine Szene mit Symbolcharakter. Das Prädikat »stets bemüht« haben sich die Gäste definitiv verdient, doch insgesamt sind die überschaubaren Angriffsbemühungen nur harmlose Strohfeuer.

 Etwas besser machen es da schon die Gastgeber. Die verwöhnen die Zuschauer zwar ebenfalls nicht mit technischen Leckerbissen und Kombinationsfußball, dafür erzwingen sie aber Torgefahr: Ein erster Versuch von Marcel Rosengarten landet noch am Außennetz (3.), richtig brenzlig wird es dann beim Schuss von Steffen Wegehöft, der den Ball aus spitzem Winkel an den Außenpfosten drischt.

Rot für Hageböke

 Nach einem langen Einwurf steigt Jens Meier zum Kopfball hoch, doch SC-Keeper Jerome Thomas lenkt die Kugel mit einer starken Parade noch an die Latte (30.). Zu diesem Zeitpunkt wäre die Führung für Varl längst verdient gewesen. Dass das Pendel dann doch zu Gunsten der Platzherren ausschlägt, dafür sorgt Isenstedts Tim Hageböke. Nach einem Rempler an ihm fordert der Flügelspieler einen Freistoß. Als der Schiedsrichter weiterspielen lässt, lässt sich Hageböke zu einer Tätlichkeit hinreißen und tritt gegen Marco Hodde nach – »Rot« ist die logische Konsequenz (42.).

 Als die Union dann noch durch einen Kopfball von Jens Meier in Führung geht, scheint die Niederlage bereits besiegelt. Mit einem Mann weniger läuft Isenstedt in Durchgang zwei nur noch hinterher. Varl hat Platz zum Kontern, leistet sich im Vorwärtsgang aber haarsträubende Fehlpässe. So muss schließlich eine Energieleistung von Pascal Meier herhalten. Varls »Zehner« tankt sich in zentraler Position durch und vollstreckt freistehend zum 2:0.

 Ein drittes oder sogar viertes Tor hätte fallen müssen, doch die Spvgg nutzt die Überzahl nicht Konsequent aus. »Wir haben heute nicht gewonnen, weil wir so gut waren. Isenstedt war lediglich noch etwas schlechter als wir und hat es uns daher einfach gemacht«, ist Union-Trainer Sebastian Numrich allein mit dem Ergebnis zufrieden.

 Kein schönes Spiel, aber drei Punkte mehr auf dem Konto – Varl hat erneut gezeigt, wie Abstiegskampf geht. Grund zur Freude gibt es noch einmal in der Schlussphase, als der lange verletzte Stürmer Andre Lange seine Rückkehr auf den Platz feiern darf. Spvgg. Union Varl:Redeker; Drumann (66. Meyer), Koch, S. Lange, Spreen, Hodde, P. Meier, Wegehöft (80. Wehbrink), J. Meier, Helmich, Rosengarten (87. A. Lange).SC Isenstedt: Thomas; Vogt, Schwarz, Radtke, Bölk, Jasinski, Bajohr, Gieselmann, Hageböke, Freye, Koch (74. Rosengarten).Torfolge: 1:0 (45.) J. Meier, 2:0 (62.) P. Meier.

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