44. Altliga-Hallenmeisterschaft: Karl-Heinz Eikenhorst steht hinter seinen Fußballern  Rückendeckung für die Kicker 

Lübbecke (WB). Der Ball rollte noch, da hatten sich die Verantwortlichen der größten und ältesten Altherrenrunde im Bereich des Westdeutschen Fußballverbandes längst ihre Gedanken über die 44. Auflage, die im Herbst startet, gemacht.

Von Volker Krusche
Andreas Varenkamp und Karl-Heinz Eikenhorst haben sich in Kürze mit dem Thema Futsal auseinanderzusetzen
Andreas Varenkamp und Karl-Heinz Eikenhorst haben sich in Kürze mit dem Thema Futsal auseinanderzusetzen

 Futsal ist das Zauberwort, das allgegenwärtig ist und natürlich auch die Fußballer im Altkreis Lübbecke beschäftigt. Niemand möchte Regeln, Spielgerät und Spielfläche eintauschen gegen einen weichen Ball und weiche Regeln. Allerdings weiß man auch im heimischen Kreis nur zu genau, dass eine völlige Konfrontation mit dem Verband, der die neue Form des Hallenkicks mit aller Macht durchboxen will, nicht zum erhofften Resultat führen wird. »Wir werden versuchen, einen Konsens zu finden. Das eine oder andere aus dem Futsal könnte man ja übernehmen, ohne dass der bisherige Hallenfußball darunter leiden würde«, weiß Staffelleiter Andreas Varenkamp nur zu genau, dass Dickköpfigkeit hier nicht weiterhilft.

 Allerdings steht fest, dass man definitiv nicht alle Wege des Verbandes mitgehen wird. Das machte auch Karl-Heinz Eikenhorst, »Chef« der der Altkreis-Fußballer am Rande des Finaltags der Altliga am vergangenen Samstag in der Lübbecker Kreissporthalle deutlich. Noch steht allerdings keine Entscheidung bevor. Mitte April trifft sich die Ständige Konferenz. »Da steht das Thema zwar auf der Tagesordnung, eine Abstimmung wird es dort aber noch nicht geben. Ich rechne damit, dass die frühestens im Sommer stattfindet.« Eikenhorst weiß nur zu gut um die Bedeutung des Hallenfußballs in seinem FLVW-Kreis. Beim Freeway-Cup zum Beispiel ist die Umsetzung auf Futsal unmöglich. Dann würden, das haben zahlreiche Trainer bereits deutlich zum Ausdruck gebracht, viele Bundesligisten nicht mehr kommen. Und das wäre dann der Anfang vom Ende dieser tollen Veranstaltung.

 Auch der Fohlencup, sprich die Kreismeisterschaft der A- und B-Junioren, sowie die Altliga-Hallenrunde sollen, so das Bestreben der heimischen Fußballer, soweit wie möglich vom Futsal unberührt bleiben. Das wird zwar nicht ganz funktionieren, aber kleineren Kompromissen würde man unbestritten zustimmen. »Fakt ist – und das möchte ich deutlich betonen –, dass wir als Fußballkreis in dieser Sache keine Entscheidung gegen unsere Fußballer und an unseren Fußballern vorbei treffen werden«, stellt sich Eikenhorst eindeutig an die Seite derer, die diese drei Topevents in der Halle auf die Beine stellen und die Aktiven, die sie mit Leben füllen. »Wie wir es bereits im Januar angekündigt haben, werden wir uns rechtzeitig mit den Verantwortlichen der einzelnen Bereiche zusammensetzen und nach für unseren Veranstaltungen machbare Lösungen Ausschau halten.« Schließlich könne es nicht sein, dass so traditionelle Turniere wie der Fohlen-Cup oder die Altliga-Hallenrunde Schaden nehmen würden. »Es kann allerdings gut sein, dass es die ein oder andere Regeländerung gibt. Aber nichts, was die Veranstaltungen gefährdet.«

 Derweil zog Andreas Varenkamp ein positives Fazit der abgelaufenen Runde. »Wir können mit dem Verlauf der Hallenrunde sehr zufrieden sein. Inzwischen ist ja auch schon viel Routine dabei. Einzig bei den Internetanschlüssen in den Hallen müssen noch Verbesserungen erzielt werden. Aber da laufen enge Gespräche mit den Städten und Gemeinden.« Sportlich wünscht sich Varenkamp bei den 40er- und 45-Altherren ein paar Teams mehr. Zufrieden ist er indes mit der Entwicklung bei den Oldies Ü50. »Hier haben wir mit vier, fünf Teams angefangen und verzeichnen heute 18 teilnehmende Mannschaften.« In Bezug auf den mehr als sechsstündigen Finaltag wünschen sich viele Beteiligten eine Kürzung der Spielzeit der Spiele um Platz drei. Varenkamp: »Wir nehmen jede Anregung auf und werden darüber sprechen.«

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