Tischtennis: Kooperation zwischen dem TTC Rahden und Petershagen/Friedewalde  Zurück in die Zukunft 

Rahden/Petershagen (WB). Die Tischtennis-Kooperation zwischen dem TTC Rahden und dem TTC Petershagen/Friedewalde wird neu aufgestellt. Kernpunkt der neuen Vereinbarung: Die Ur-RTTCler, die in dieser Serie für Petershagen gespielt haben, kehren zum RTTC zurück.

Von Ingo Notz
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 In welcher Liga sie dann spielen, ist weiter offen am Ende einer Saison mit viel Pech. Glück im Unglück – und vielleicht eine letzte Option – im nächsten Jahr doch noch auf Verbandsebene weiter aktiv zu sein: Da sich in der Landesliga der TuS Helpup bereits in der Vorrunde vom Spielbetrieb abgemeldet hat, steht der einzige direkte Absteiger seitdem bereits fest – und der RTTC könnte es schaffen, ohne einen einzigen Punktgewinn in der regulären Saison am Ende doch noch in der Klasse zu bleiben.

 Dann nämlich, wenn er sich in der Relegation behaupten sollte oder es in diesen Runden auf Verbandsebene keine Mannschaft geben sollte, die in die Landesliga aufsteigen wollen würde. Sicher, es ist nur eine kleine und in Teilen theoretische Chance – aber es gibt sie immerhin noch. Doch auch wenn sich diese Hoffnung am Ende der Saison zerschlagen sollte, sind die Rahdener gewillt, in der Bezirksliga neu anzugreifen. Seit dem Wochenende steht nämlich auch fest, das der RTTC nach einem Jahr seine vier besten Spieler wieder unter Rahdener Flagge spielen sehen wird. Michael Walke, Michael Meier, Henning Vogelsang und Karsten Grundmann sind in dieser Serie im Rahmen der Kooperation mit dem TTC Petershagen/Friedewalde zum Partnerverein in die Verbandsliga gewechselt, unter dessen Wappen sie aber weiterhin in Rahden gespielt haben. Nun ändert sich also nur die Spielklasse und das Vereinswappen.

 »Es ist sicher unglücklich gelaufen, aber am Ende ist es auch keine Überraschung, dass wir absteigen müssen«, zieht Mannschaftsführer Michael Meier ein realistisches Fazit der Saison unter Petershäger Flagge. »Wir sind die Mannschaft mit dem niedrigsten QTTR-Wert der Liga«, verweist Meier auf die Ranglistenzahlen seines Teams, das dann auch entsprechend am Ende der Tabelle steht. Der damit einhergehende Abstieg war daher auch von Anfang an fest einkalkulierter Bestandteil der Kooperation, um für die kommende Saison dann aber die Garantie für ein Landesligateam zu haben. »Hätten wir das nicht so gemacht, hätte es im Nordkreis schon in dieser Saison maximal noch Kreisliga gegeben, daher war es am Ende auch ganz okay.« Das Fazit bezieht Meier auch auf die gesamte Kooperation mit Petershagen/Friedewalde – die nun nach einjähriger Testphase auf drei weitere Jahre ausgedehnt werden soll. Wenn auch in anderer Form als bisher. Der Rückwechsel der besten Rahdener zum RTTC ist dabei ein wichtiger Bestandteil. Sicher ist, dass Petershagen/Friedewalde in der neuen Serie einen Landesligaplatz sicher hat. Wie es in der bisherigen ersten Mannschaft des TTC Rahden, die als Kooperationsteam in der Landesliga noch auf den Klassenerhalt hoffen darf, weitergeht, ist offen. Meier, Walke und Grundmann werden das Gerüst bilden, Vogelsang wird aus familiären und beruflichen Gründen kürzertreten.

 Die weiteren Posten sind bisher noch nicht fest besetzt. Kandidaten haben sich aber auch in der aktuellen Landesliga-Truppe empfohlen, zum Beispiel Comebacker Marco Weiher. Die Entscheidungen in Personalfragen sind aber noch nicht getroffen. »Egal wie, aber wir versuchen, es in Rahden auf die Reihe zu kriegen«, kämpft Michael Meiert zusammen mit dem Vorstand des RTTC weiter um hochklassigen Tischtennis-Sport im Nordkreis.

 Wie es allgemein dann nach dem Rückwechsel der Rahdener mit der Kooperation weitergeht, wird eine spannende Frage sein. »Es war ein Versuch, der gezeigt hat, dass es geht – auch trotz Abstiegs, denn sonst wäre hier doch nichts mehr gewesen. Die Gedanken, die wir bei der ganzen Sache hatten, waren gut und sind gut«, sieht Michael Meier den gesamten Ansatz trotz wahrscheinlicher zweier Abstiege nicht als gescheitert an.

 »Die Kooperation wird daher auch fortgesetzt: im Jugendbereich und bei Veranstaltungen. So richten wir in diesem Jahr gemeinsam die Kreismeisterschaften in Petershagen und die Bezirksmeisterschaften in Rahden aus!« Eine mögliche Fusion der beiden Stammvereine ist aber laut Michael Meier weiterhin nicht möglich: »Das sehen die Statuten des Westdeutschen Verbandes nicht vor und für eine Fusion wäre die Entfernung dann vielleicht doch auch zu weit. Aber letztlich stehen wir jetzt wieder vor den selben Problemen wie im vergangenen Jahr. Wir müssen sehen, das wir noch zwei, drei Leute kriegen! Wichtig ist aber, dass jetzt erst einmal alle Klarheit haben und wir sicher nicht im Bösen auseinander gehen, ganz im Gegenteil!«

 Es geht also – anders – zusammen weiter – zurück in die Zukunft.

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