Handball-Verbandsliga: HSG Hüllhorst lässt der HSG Gütersloh beim 34:25 keine Chance  Tempospiel zahlt sich aus 

Lübbecke (WB). Tempo heißt das Zauberwort. Und das scheinen die Handballer von Verbandsligist HSG Hüllhorst mehr und mehr zu verinnerlichen. Gegen die HSG Gütersloh war das Tempospiel der Torge-Mannen der Schlüssel zum 34:25 (18:12)-Kantersieg.

Von Volker Krusche
Die Abwehrspieler aus Gütersloh waren zumeist nur zweiter Sieger. Hier setzt sich Jonas Bartsch durch.
Die Abwehrspieler aus Gütersloh waren zumeist nur zweiter Sieger. Hier setzt sich Jonas Bartsch durch.

 »Das war von Beginn an eine konzentrierte Angriffsleistung«, freute sich Trainer Andre Torge, der aber auch registriert hatte, »dass wir zu Beginn in der Abwehr noch etwas geschludert haben.« Gerade aus Überzahlsituationen versäumten es die Hausherren anfänglich mehr Kapital zu schlagen, weil die dezimierten Gäste, die in dieser Phase schon mächtig zulangten, immer wieder zu Toren kamen. »Vorn haben wir ja richtig gut gespielt, aber hinten hatten wir unsere Probleme.« Und das, obwohl Dennis Specht den Güterslohern so manchen Wurf abkaufte. Vorn allerdings war Niels van Zütphen zu keinem Zeitpunkt zu bremsen. Gästetrainer Philipp Christ ahnte schon nach wenigen Minuten Böses, als er seine Abwehrspieler lautstark anpfiff: »An van Zütphen muss einer raus. Der wirft auch aus 14 Metern!« Tat er auch.

Und wie! Dank seiner Treffer setzte sich Hüllhorst nach einer viertel Stunde auf 8:4 ab. Der HSG-Torjäger hatte bis dahin bereits fünf Mal zugelangt. In der Folge betrug das Polster immer drei, vier Treffer. Für die Vorentscheidung sorgten die Gäste dann selbst. Fünf Minuten vor dem Pausenpfiff streckte Julian Schicht Hüllhorsts Arne Halstenberg bei dessen erfolgreichen Wurfversuch zum 15:11 mit einer harten Rechten in die Magengegend nieder und wurde von den guten Unparteiischen Ayhan/Vorndamme disqualifiziert. Als dann auch noch Marian Stockmann nach unfairem Abwehreinsatz für zwei Minuten auf die Sünderbank musste, nutzten die Hausherren den Vorteil aus, um sich bis zum Pausenpfiff vorentscheidend auf 18:12 abzusetzen.

 Nach der Pause plätscherte die Partie dann vor sich hin, wobei Gütersloh bemüht war, das Ergebnis erträglicher zu gestalten, von den Hüllhorstern nach Torerfolgen aber stets die passende Antwort erhielt. So lagen die Gastgeber stets mit sechs, sieben Toren vorn. Als der Gegner dann nach einer dreiviertel Stunde vom 18:25 auf 20:25 verkürzte, ließ Trainer Torge besagten Stockmann in kurze Deckung nehmen. In Abwesenheit des verletzten Torjägers Feldmann war er der einzige Gästeakteur, der größere Gefahr ausstrahlte. Da Hüllhorst auch in der Schlussphase das Tempo hochhielt, musste Gütersloh bei nachlassenden Kräften am Ende froh sein, nicht mit einer zweistelligen Differenz verloren zu haben.

 »Wir haben nach dem Wechsel deutlich besser verteidigt. Zudem hat am Ende auch die Manndeckung gegen Stockmann gegriffen. Allerdings haben uns auch die Leistungen unserer Torhüter geholfen«, resümierte Andre Torge, der sich freute, dass sein Rückraum »mit dem dynamischen Niels van Zütphen, dem das Spiel gestaltenden Tim Blomenkamp und dem unermüdlich rackernden Arne Halstenberg so gut funktioniert hat. Wir hätten die erste und zweite Welle aber noch besser spielen können. Da wären weitere vier, fünf leichte Tore herausgesprungen.« Hüllhorst war Gütersloh klar überlegen. Und das, obwohl mit Lukas Heidenreich und Peter Grothe zwei Spieler grippekrank passen mussten. »Ich denke, dass die neun Tore am Ende den Unterschied wiedergegeben haben. Damit haben wir Platz vier gefestigt«, so Torge, der sofort nach vorne blickt. »Jetzt geht's nach Spradow – da haben wir noch was gutzumachen...« HSG Hüllhorst: Specht, Schnute (ab 50.); Meyer (2), Fischer (7/3), Bartsch (2), Wiemann (1), Budde (2), Halstenberg (4), Blomenkamp (4), van Zütphen (10), Klasen (2), Depping

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