Handball-Bundesliga: Ales Pajovic auf der Suche nach einem neuen Verein  Duell der Wundertüten 

Lübbecke (WB). Der Heimsieg gegen Wetzlar, wenngleich am Ende als Zitterpartie in die Statistik eingezogen, hat den Spielern von Handball-Bundesligist TuS N-Lübbecke die Lockerheit zurück gebracht. Zumindest ist das der Eindruck, der auch mehr als eine Woche nach dem 27:26 wahrgenommen wird.

Von Volker Krusche
Ales Pajovic will nach seiner Zeit in Lübbecke auch mit 36 Jahren noch weiter Handball spielen.
Ales Pajovic will nach seiner Zeit in Lübbecke auch mit 36 Jahren noch weiter Handball spielen.

Doch im Lager der Beuchler-Mannen weiß man beim Blick auf die Tabelle nur zu genau, dass die seit Ende November andauernde Negativserie zwar ein Ende gefunden hat und endlich auch daheim ein Erfolgserlebnis herausgesprungen ist, viel kaufen kann man sich dafür aber nicht. Die Konkurrenten – zumindest einige von ihnen – punkten ebenfalls fleißig, so dass der Blick zwecks Träumen zwar in andere Regionen gehen darf, er aber in erster Linie dort bleiben sollte, wo die Lübbecker Handballer zu finden sind. In der bedrohten unteren Tabellenhälfte. Umso wichtiger ist es, dem Wetzlar-Sieg nun auch wieder mal zwei Auswärtspunkte folgen zu lassen. Allerdings – und das ist allen Beteiligten im TuS-Lager bewusst – dürfte das am Mittwoch nicht leicht fallen.

Blickt man auf die bisherige Saison, so treffen in Kassel mit der MT Melsungen und den Lübbecker Handballern zwei echte Wundertüten aufeinander. Beide Mannschaft hatten ihre Sternstunden, beide aber auch ihre schwarzen Stunden. Sie trennen derzeit aber noch satte fünf Punkte. Vom Papier her sind die Melsunger unbestritten der Favorit, wenn die Herren Hartmann/Schneider am Mittwoch, um 19 Uhr in der Rothenbach-Halle zum Duell bitten. Aber die Mannen von Dirk Beuchler haben oft genug bewiesen, dass mit ihnen in der Fremde zu rechnen ist, wenngleich der letzte Auswärtscoup (32:24 am 8. November in Bietigheim) inzwischen auch schon vier Monate zurückliegt.

Pajovic fällt ein Stein vom Herzen

 »Wenn es uns gelingt, unsere Abwehr zu stellen, dann haben wir eine Chance«, sagt Oldie Ales Pajovic. Dem 36-Jährige war nach dem Sieg gegen Wetzlar ebenfalls ein Riesenstein vom Herzen gefallen. »Da haben wir richtig gut gespielt – bis auf die letzten zehn Minuten.« Und genau die müsse man diesmal verhindern, wenn man eine Chance haben wolle. Denn dass man es kann, das haben die Lübbecker zumindest 30 Minuten lang in Hamburg und Flensburg gezeigt, wo sie nicht die schlechtere Mannschaft waren. »Die Deckung ist der Schlüssel«, wiederholt »Pajo«. Die dort gewonnenen Bälle müsse man über Tempogegenstöße zu einfachen Toren nutzen. »Gelingt uns das, sind wir im Spiel!«

 Für ihn endet in drei Monaten die Zeit am Wiehen. Trotz seiner 36 Lenzen soll mit dem Handball aber noch nicht Schluss sein. »Ich will noch etwas weitermachen. Derzeit suche ich einen Verein. Wohin es mich zieht, ist derzeit aber noch völlig offen. Noch ist nichts Neues in Sicht.«

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