Handball-Verbandsliga: HSG Hüllhorst macht 20:24 beim 25:25 in Oberlübbe noch wett  Nur der Endspurt gefiel 

Oberlübbe/Hüllhorst (WB). Handball-Verbandsligist HSG Hüllhorst kassierte auch im dritten Kreisderby in Folge keine Niederlage, kam beim 25:25 (12:14) als Gast von Schlusslicht Eintracht Oberlübbe aber nicht über ein Unentschieden hinaus.

Von Volker Krusche
Lars Fischer traf gegen Oberlübbe nur vom Punkt – das allerdings bei all seinen vier Versuchen.
Lars Fischer traf gegen Oberlübbe nur vom Punkt – das allerdings bei all seinen vier Versuchen.

 »Das Ergebnis geht absolut in Ordnung. Oberlübbe hat sich den einen Punkt redlich verdient. Beide Teams hätten die Partie für sich entscheiden können«, so die Kurzbilanz von HSG-Trainer Andre Torge. Hatten seine Schützlinge in den beiden zurückliegenden Derbys in Hahlen und gegen LiT wahre Feuerwerke abgebrannt und einen nie bekannten Torhunger entwickelt, so schienen sie sich in Oberlübbe mit einem kleineren Imbiss zufrieden zu geben. »25 Tore – da reden wir wieder von der Vergangenheit«, schmunzelte Torge. »Uns haben heute die vielen leichten Tore, die wir zuletzt erzielten haben, gefehlt.«

Und – ganz im Gegensatz zur Partie gegen die »Nordies« – auch Arne Halstenberg. Der fehlte wegen eines Ski-Projekts der Uni nicht nur vor einer Woche, sondern durch eine kleine Terminverschiebung auch gestern Nachmittag. »Er ist leider erst um 19 Uhr in Hannover gelandet«, so Torge. Was ihm fehlte, war aber vor allen Dingen der Zugriff auf den Gegner. »Da reicht es nicht, wenn man mit nur 80 Prozent agiert. Das hat man deutlich gesehen.« Und da man Oberlübbe trotz der dortigen prekären sportlichen Situation nicht mal soeben im Vorbeigehen gewinnt, gehöre mehr dazu, als in Erinnerung des Hinspiels oder der letzten beiden Siege zu schwelgen. So war es letztlich kein Wunder, dass sich die Mannen von Herbert Maaß nach dem 6:6 auf drei Tore absetzten und mit einem kleinen Polster in die Pause gingen. Wer aber nun glaubte, dass Hüllhorst in der zweiten Hälfte ein anderes Gesicht zeigen würde, der sah sich getäuscht.

Die Gastgeber legten vor

Vielmehr waren es weiterhin die Gastgeber, die vorlegten und aus dem 17:15 eine viertel Stunde vor Schluss beim 21:17 die erste Vier-Tore-Führung herauswarfen. Als der beim 24:20 sieben Minuten vor Spielende weiterhin Bestand hatte, griff Andre Torge zum letzten taktischen Schachzug und ließ Julien Knickmeyer und Torjäger Jan Broenhorst in Manndeckung nehmen. Zwei schnelle Tore bedeuteten das 22:24. Doch die Eintracht legte den 25. Treffer nach und hätte den Sack endgültig zumachen können. Ja, wäre da nicht Dennis Specht gewesen. Erst wehrte er einen Siebenmeter ab, dann hielt er »frei vor«. Oberlübbe zeigte auf einmal Nerven und musste mit ansehen, das Lukas Budde 90 Sekunden vor Schluss das 25:25 gelang. Und Hüllhorst besaß sogar noch zweimal die Chance zum Siegtreffer, ließ sie aber jeweils aus.

 Torge: »Da waren wir einfach nicht clever genug. Ein Sieg wäre aber auch nicht verdient gewesen. Meine Jungs haben diesmal aber gesehen, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Jetzt wollen wir aber daheim gegen Gütersloh wieder zwei Punkte holen!«

 HSG Hüllhorst: Specht, Schnute (31.-50.); Meyer (3), Fischer (4/4), Bartsch (3), Budde (2), Wiemann, Blomenkamp (2), Grothe (4), von Zütphen (5), Klasen, Depping (2), Heidenreich,

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