Handball-Verbandsliga: Oberlübbe greift im Derby gegen die HSG nach letztem Strohhalm  Kampf um jeden Millimeter 

Hüllhorst (WB). Selten ging die Schere zwischen den Kreisrivalen Oberlübbe und Hüllhorst so sehr auseinander. Vor dem Derby in der Handball-Verbandsliga steht die gastgebende Eintracht als Letzter mit dem Rücken zur Wand. Verlieren kann aber eigentlich nur die HSG.

Von Tilo Sommer
HSG-Kreisläufer Alexander Wiemann (rechts) kommt vor dem Tor frei zum Wurf. An Geschenke und viel Platz glaubt Andre Torge beim Kreisderby in Oberlübbe derweil nicht. Der Hüllhorster Trainer erwartet bei der Eintracht einen harten Kampf.
HSG-Kreisläufer Alexander Wiemann (rechts) kommt vor dem Tor frei zum Wurf. An Geschenke und viel Platz glaubt Andre Torge beim Kreisderby in Oberlübbe derweil nicht. Der Hüllhorster Trainer erwartet bei der Eintracht einen harten Kampf.

Das Team von Trainer Andre Torge hat die vergangenen Spiele genutzt, um ordentlich Selbstvertrauen aufzubauen. Dem intensiven 23:23 gegen Harsewinkel folgten zwei Torfestivals gegen Hahlen (40:30) und LIT NSM II (37:31), in denen sich Hüllhorst ungewohnt offensivfreudig zeigte. »Wir sind jetzt Vierter. Diesen Platz wollen wir bis zum Saisonende verteidigen«, gibt Torge vor.

Während die HSG in der Spitzengruppe angekommen ist, rückt für Oberlübbe die Landesliga immer näher. Grund zum Jubeln gab es so richtig nur am dritten Spieltag, als man gegen Ladbergen den bisher einzigen Saisonsieg feierte. Seitdem kamen magere vier Zähler hinzu. Das abgeschlagene Schlusslicht schon im Vorfeld abzuschreiben, kommt für den Gäste-Coach sicher nicht in Frage: »Das ist ja die große Gefahr. Für Oberlübbe ist das vielleicht die letzte Chance auf den Klassenerhalt. Die werden um jeden Millimeter kämpfen und wir müssen dagegenhalten.«

Auf einen Spaziergang beim Kreisnachbarn lassen die jüngsten Eintracht-Ergebnisse ohnehin nicht schließen. Zuletzt bot der TuS dem Rangdritten Steinhagen auswärts beim 25:28 einen großen Kampf. Vor allem dem 30:30 der Oberlübber im Heimspiel gegen Mennighüffen zollt Torge Respekt. »Die haben das Spiel nicht ohne Grund von Samstag auf Sonntag verlegt, damit können sie auf ihre beiden Leihspieler Julien Knickmeier und Jan-Eric Speckmann von GWD Minden bauen. Das wird eine haarige Angelegenheit«, glaubt Torge.

Zu kleine Brötchen wird der Trainer dennoch nicht backen. Zweifelsfrei geht Hüllhorst als großer Favorit in die Begegnung. Das weiß auch Torge. Gerade die guten Offensivleistungen gegen Hahlen und LIT stimmen ihn optimistisch. Diese kann auch in Oberlübbe der Schlüssel zum Erfolg sein. »Das war eine ganz andere Spielanlage, da haben wir mit viel mehr Mut gespielt. Auch am Sonntag wollen wir wieder mit viel Tempo kommen«, erklärt der Coach.

Wer alles auflaufen kann, steht noch nicht fest. Götz Klasen plagte sich unter der Woche noch mit Rückenbeschwerden herum. Arne Halstenberg wird womöglich erst kurz vor dem Spiel von einer Ski-Exkursion wiederkommen.

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