Handball: Minden gegen den Bergischen HC zum Siegen verdammt – Bilbija noch nicht in erhoffter Verfassung  GWD mächtig unter Zugzwang 

Minden (WB). Gute Ergebnisse der Konkurrenten im Tabellenkeller haben den Druck auf Handball-Bundesligist GWD Minden in den letzten Wochen merklich erhöht. So ist das Heimspiel der Grün-Weißen gegen den Bergischen HC am Samstag (19.00 Uhr) zu einer Pflichtaufgabe geworden.

Gerrie Eijlers will mit Jens Vortmann den Mindens Kasten sauber halten.
Gerrie Eijlers will mit Jens Vortmann den Mindens Kasten sauber halten.

 Das sieht auch GWD-Coach Goran Perkovac so: »Nach den Resultaten der letzten Zeit muss man in eigener Halle die Punkte gegen Mannschaften auf Augenhöhe einfach holen.« Mit seinen 19 Zählern ist die Mannschaft der »Bergischen Löwen« durchaus noch in Reichweite der Mindener und erwies sich zudem im bisherigen Saisonverlauf als äußerst auswärtsschwach. Nur ein Remis beim HC Erlangen steht bislang in der Auswärtsstatistik des BHC zu Buche.

 Die Mannschaft um den überragenden Spielmacher Viktor Szilagyi charakterisiert Perkovac so: »Sie sind sehr unangenehm zu spielen. Szilagyi ist zwar überragend, aber inzwischen ist auch der Rest der Mannschaft so weit entwickelt, dass man auch ohne ihn eine gute Leistung abliefern kann.« Wichtig sei es, so der Kroate, die Zuspiele an den Kreis in den Griff zu bekommen. »Außerdem haben sie oft nach der Pause einen kleinen Einbruch«, hofft Perkovac darauf, dass sein Team am Ende den längeren Atem hat.

Klaren Niederlagen

 Für beide Kontrahenten gab es im ersten Pflichtspiel des neuen Jahres klare Niederlagen. Während der BHC bei den Rhein-Neckar Löwen mit 24:30 den Kürzeren zog, musste sich das GWD-Team den Füchsen Berlin geschlagen geben. Personell sieht es dagegen hüben wie drüben gut aus. Gästetrainer Sebastian Hinze kann, bis auf Kreisläufer Maximilian Weiß, aus dem Vollen schöpfen und auch sein Gegenüber bangt lediglich um den Einsatz von Marco Oneto, bei dem noch nicht sicher ist, ob er aufgrund seiner Wadenprobleme pausieren muss. Von Nenad Bilbija, der nach seinem Kreuzbandriss wieder im Training ist, möchte Perkovac allerdings noch nicht zu viel erwarten: »Bei Bibi läuft es immer besser. Er ist aber noch nicht in einer Verfassung, dass er viele Spielanteile bestreiten kann.« Im Hinspiel musste sich das Team von der Weser 30:32 gegen die »Bergischen Löwen« geschlagen geben. »Damals haben wir einfach keinen Fluss in unser Angriffspiel bekommen und es gab ein paar Ausfälle, die wir nicht kompensieren konnten«, so der GWD-Coach.

 Die Bedeutung der Partie scheinen auch die Mindener Fans bereits registriert zu haben. Mehr als 2200 Tickets sind bereits verkauft worden – ein Beleg dafür, dass die Lust auf Handball nach der WM-Pause in Ostwestfalen durchaus groß ist. Also beste Voraussetzungen für ein interessantes Handballspiel. Geht es nach Goran Perkovac, gibt es einen guten Grund, optimistisch zu sein: »Eigentlich spielt die Mannschaft doch immer dann gut, wenn sie unter Druck steht!«

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