Handball-Bundesliga: TuS N-Lübbecke reist am Samstag zum HSV Hamburg  Vertrauen in kollektive Stärke 

Lübbecke (WB). Spieler, Trainer, Fans – sie alle sind nach dem 25:25 des Handball-Bundesligisten TuS N-Lübbecke gegen Hannover-Burgdorf enttäuscht und unzufrieden gewesen. Doch lange aufhalten wollte sich die Mannschaft mit dem Remis nicht, der Blick geht nach vorn. Am Samstag (15 Uhr, O2-World) soll es beim HSV Hamburg besser werden.

Von Marc Schmedtlevin
Drago Vukovic und der TuS N-Lübbecke bekommen es am Samstag wieder mit Davor Dominikovic (links) und Adrian Pfahl in der Deckung des HSV Hamburg zu tun. Es geht um Punkte für den Klassenerhalt.
Drago Vukovic und der TuS N-Lübbecke bekommen es am Samstag wieder mit Davor Dominikovic (links) und Adrian Pfahl in der Deckung des HSV Hamburg zu tun. Es geht um Punkte für den Klassenerhalt.

 »Es geht darum, die Partie gegen Hannover schnell abzuhaken und positiv in die Zukunft zu schauen«, sagte TuS-Trainer Dirk Beuchler. Mit seinem Team habe er die Leistung vom vergangenen Samstag aufgearbeitet und dann mit der Vorbereitung auf die wichtige Partie in der Hansestadt begonnen. »Wir haben sehr gut trainiert und die Stimmung ist positiv«, erklärte Beuchler.

 Die Situation in der Tabelle ist für ihn und seine Mannschaft allerdings nicht entspannt. Als 14. hat der TuS N-L drei Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge. Andersherum kann man allerdings auch sagen, dass der Rückstand auf Platz acht auch nur vier Punkte beträgt. »Das zeigt, wie eng es dieses Mal in der Liga zugeht. Jeder Punkt kann Gold wert sein«, sagte Tim Remer. Mit diesem Gedanken will der Linksaußen auch nach Hamburg fahren, um dort bestenfalls zwei Zähler mitzunehmen. »Wir müssen gut spielen und Punkte sammeln. Wir wissen, dass wir das können und wir wissen auch, wie wir das hinbekommen können«, erklärte der Niederländer. Dass die Ursache für jahresübergreifend sechs sieglose Partien in Serie im Kopf liegt, glaubt er nicht: »Wir haben kein psychisches Problem.«

 Auch Teammanager Zlatko Feric ist davon überzeugt, dass die Mannschaft »stark genug« ist, um in den kommenden Wochen wieder gute Ergebnisse zu erzielen. »Wir sind keine schlechtere Mannschaft als andere. Es ist nur die Frage, wie wir unsere Leistung abrufen können. Wenn wir geschlossen als Team auftreten, bin ich für Samstag sehr zuversichtlich. Hamburg ist ein Gegner, bei dem wir den Erfolg suchen müssen und können«, sagte Feric.

 Der HSV – immerhin Champions-League-Sieger 2013 – hat als Elfter auch nur zwei Pluspunkte mehr auf dem Konto und dabei schon zwei Partien mehr absolviert. Deswegen formuliert Trainer Dirk Beuchler seine Zielvorgabe auch nicht zurückhaltend: »Wir wollen in Hamburg gewinnen.«

 Dort will der TuS auch wieder als Einheit auftreten. Interne Rangeleien, wie nach dem Heimspiel gegen Hannover-Burgdorf zwischen Drago Vukovic und Jens Schöngarth, sollen nicht wieder vorkommen. Der Konflikt sei allerdings auch schnell ausgeräumt gewesen. »Es sind emotionale Typen, die sich die Meinung gesagt haben. Ich habe mit beiden Spielern gesprochen und es ist alles geklärt«, sagte Beuchler. Auch Zlatko Feric habe mit beiden Akteuren das Gespräch gesucht, Konsequenzen gebe es nicht. »Natürlich war es von beiden kein vorbildliches Verhalten und sie hätten ihre Meinungsverschiedenheit nicht vor den Zuschauern austragen dürfen. Das ist den Jungs auch bewusst. Mir ist es allerdings auch lieber, wenn sie nach einem schwachen Spiel unzufrieden sind und es ihnen nicht egal ist«, sagte der Teammanager.

 In Hamburg wird Schöngarth aufgrund eines Kapselrisses sowie Knochenödems am kleinen Finger der linken Hand sowieso nicht mitwirken können. Immerhin bestätigte sich der Verdacht eines Bänderrisses bei einer Untersuchung in Lemgo nicht. Der Nationalspieler muss daher auch nicht operiert werden.

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