HSG Hüllhorst begeht 25-Jähriges und ehrt Silke Poggemöller und Reinhard Kleine  Eine strategische Entscheidung 

Hüllhorst (WB). »Pogge, Pogge«-Rufe werden laut im Festsaal des Hotels Kahle Wart. Gemeint ist Silke Poggemöller, die lautstark auf die Bühne geholt wird. Ihre Ehrung ist gemeinsam mit der von Reinhard Kleine der emotionale Höhepunkt an diesem Abend, an dem die HSG Hüllhorst ihr 25-jähriges Jubiläum feiert.

Von Tilo Sommer
Gemeinsam haben sie die 25 Jahre der HSG Hüllhorst mitgeprägt: Handballwart Markus Obermeier (links) bedankt sich gemeinsam mit dem Vorsitzenden Wilhelm Henke bei den Geehrten Silke Poggemöller und Reinhard Kleine für ihre Verdienste um den Verein.
Gemeinsam haben sie die 25 Jahre der HSG Hüllhorst mitgeprägt: Handballwart Markus Obermeier (links) bedankt sich gemeinsam mit dem Vorsitzenden Wilhelm Henke bei den Geehrten Silke Poggemöller und Reinhard Kleine für ihre Verdienste um den Verein.

 Die Handballer des SV Schnathorst und des SV Oberbauerschaft schließen sich im März 1989 zur HSG Hüllhorst zusammen. Jetzt, gut 25 Jahre später, feiern die beiden Stammvereine gemeinsam quasi ihre Silberhochzeit. Mitglieder, Freunde und Familien sind ebenso zum Gratulieren gekommen wie offizielle Vertreter. Darunter HSG-Vorsitzender und Hüllhorsts Bürgermeister Wilhelm »Willi« Henke oder Philipp Koch, Vorsitzender des Handball-Kreisverbandes. 150 Gäste besetzen im Festsaal auch den letzten Platz.

 Handball-Fachwart Markus Obermeier moderiert durch den Abend. Gespannt lauschen die zahlreichen Gäste, als er von der Historie der HSG berichtet. In Schnathorst wurde etwa nach dem Krieg 1948 die Handballabteilung gegründet. Die Sporthalle in Hüllhorst wurde 1986 in Betrieb genommen.

 Sein Blick richtet sich aber auch nach vorn. Er berichtet von den jüngsten sportlichen Erfolgen wie dem Aufstieg der zweiten Männermannschaft in die Bezirksliga. Mit lautem Applaus honoriert die Menge den 28:20-Pokalerfolg der »Ersten« am Abend in Bad Oeynhausen. Wohlwissend, dass das Team von Andre Torge am nächsten Tag in der Endrunde starten würde. Die Anwurfzeit von 14.10 Uhr war dann wohl doch nicht so hart nach den Feierlichkeiten: Landesligist Minden-Nord wurde 20:11 besiegt.

HSG hat sich stetig weiterentwickelt

 Sportlich hat sich die HSG stetig weiterentwickeln können. Das lobt auch Phillip Koch mit ehrlichen Worten: »Ich bin bekanntermaßen kein Freund von Spielgemeinschaften. Aber in diesem Fall war es eine strategische Entscheidung, die zielführend war.« Fakten belegen das: Im Handballkreis Minden-Lübbecke stellt die HSG Hüllhorst die meisten Jugendmannschaften. Und sowohl die Frauen als auch Männer sind als Verbandsligisten für talentierte Nachwuchsspieler ein reizvolles Pflaster. Im Grußwort der Gemeinde nennt Hans Hamel diesen Weg »eine einzige Erfolgsgeschichte«. Als dessen Gründungsvater gilt Karl »Peddel« Halstenberg. Er war das Zugpferd bei der Fusion. Seinem Andenken widmet Hans Schwitalski, selbst langjähriger Vorsitzender der HSG, emotionale Worte. Er schlägt vor, in der Sporthalle eine Art Ehrentafel für Karl Halstenberg anzubringen. »Sein Name darf nicht vergessen werden«, meinte Schwitalski.

 Vergessen werden auch nicht Silke Poggemöller und Reinhard Kleine. Als Spielwart leistet Kleine hinter den Kulissen wichtige Arbeit. Er erarbeitet Spielpläne, lädt Schiedsrichter ein, verlegt Spiele. Wie viele Stunden dafür in der Woche draufgehen? »Keine Ahnung. Die Arbeit hat mir meistens Spaß gemacht. So eine Anerkennung motiviert natürlich«, freut er sich über die für ihn überraschende Ehrung. Als immer noch aktive Spielerin drückt »Pogge« der HSG ihren Stempel auf. Sie hütet das Tor in der Verbandsliga, hat sich im Verein als Trainerin verdient gemacht und kümmert sich leidenschaftlich um die Siebenmeter-Stube. Silke Poggemöller hat auch als Damenwartin Verantwortung übernommen.

 25 Jahre Vereinsgeschichte – Markus Obermeier und sein Team haben sie auf eine DVD bekommen. Den ganzen Abend über laufen hunderte Fotos über den Bildschirm. Etwas Speicherplatz ist noch frei. Weitere eindrucksvolle Bilder werden in den nächsten 25 Jahren sicher dazukommen.

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