Handball-Verbandsliga der Männer: HSG Hüllhorst unterliegt Spvg Steinhagen mit 19:21 (9:8)  Wie gehabt: Es fehlt der Mut 

(WB). Handball-Männer-Verbandsligist HSG Hüllhorst hat auch sein zweites Heimspiel im Jahr 2015 verloren. gegen den Liga-Dritten Spvg Steinhagen gab es am Samstagabend vor rund 300 Zuschauern eine 19:21-(9:8)-Niederlage.

Von Wolfgang Sprentzel Hüllhorst
Erfolgreicher Lukas Budde bei einem der wenigen (Trainer Torge: Zu wenige!) erfolgreich abgeschlossenen Tempogegenstöße der HSG Hüllhorst. Er überwindet Spvg-Schlussmann Sebastian Brüggemann und erzielt das 10:10.
Erfolgreicher Lukas Budde bei einem der wenigen (Trainer Torge: Zu wenige!) erfolgreich abgeschlossenen Tempogegenstöße der HSG Hüllhorst. Er überwindet Spvg-Schlussmann Sebastian Brüggemann und erzielt das 10:10.

 Dabei hatte doch HSG-Trainer Andre Torge für den Rest der Saison 2014/2015 ganz andere Vorstellungen: »Ich will kein Heimspiel mehr verlieren«, hatte er noch vor der Begegnung gegen Mennighüffen als Devise ausgegeben. Gilt diese Devise jetzt erst ab jetzt, wird er sie kaum einhalten können, wenn es ihm und seinen Jungs nicht gelingt, das Angriffsspiel zu forcieren und zu effektisieren.

 Denn wie schon gegen Mennighüffen und in Bielefeld-Jöllenbeck haperte es vorn auch gegen die Gäste aus dem Kreis Gütersloh. Und zwar erheblich. Die nur 19 erzielten Treffer sind derzeitig der Tiefpunkt, was den Angriff angeht. Auch gegen Steinhagen wurde gegen die sehr, sehr offensive 3:2:1-Deckung der Gäste deutlich, dass es in mehreren Bereichen arg fehlt. Da hilft es auch nicht, dass Andre Torge sagt: »Im Training sieht es eigentlich immer ganz gut aus.« Nur, und das sagt er ebenfalls: »Training ist eben kein Spiel!«

 Und wenn dann auch noch ein Nils van Zütphen erstens nicht richtig fit ist, zweitens auch noch einen eher gebrauchten Tag erwischt und drittens knallhart genommen wird – kurz vor Schluss musste wegen eines Fouls an ihm Steinhagens Philipp Henselewski mit roter Karte vom Feld (52.), dann wird's erst recht eng. Kurz zuvor hatte Jan-Philipp Schnute einen Strafwurf des bärenstarken Lukas Schulz abgewehrt und damit den Rückstand von 15:17 nicht größer werden lassen. Doch da anschließend Budde von Außen an Gäste-Schlussmann Sebastian Brüggemann scheiterte und Christian Blankert mit einem Schuss unten durch das 15:18 markierte, war die Partie fast so gut wie gelaufen.

 Eine weitere Zwei-Minuten-Strafe gegen Lars Fischer, ein von Brüggemann gefangener Schuss von Lukas Heidenreich und der Treffer des völlig frei am Kreis auftauchenden Kai Uhlemeyer zum 16:20 besiegelten endgültig das Schicksal der HSG, die auf der Zielgeraden durch den völlig freien Lars Fischer nur noch Ergebniskosmetik zum 19:21 betreiben konnte.

 Und so war Trainer Torge nur mit zwei Dingen zufrieden. Einmal mit der ersten Spielhälfte, in der besonders Neuzugang Peter Grothe mit seinen Aktionen für Dampf bei der HSG sorgte – nicht zuletzt daraus resultierte auch die zwischenzeitlichen Drei-Tore-Führungen (6:3, 7:4, 8:5, 9:6). Zweitens stand einmal mehr die Abwehr der Gastgeber. Torge: »Wenn wir in all unseren Spielen 25 bis 30 Tore werfen würden, würden wir kein Spiel mehr verlieren. Wir stellen die stärkste Abwehr der Liga!« Aber er sieht auch, dass eine Jungs bisweilen zu mutlos sind. Torge: »Wir sind eben manchmal zu ängstlich. Wenn ich in der 57. Minute die Kirsche habe, gehe ich doch auf die Bude!«

HSG Hüllhorst: Specht, Schnute; Budde (2), Fischer (3/1), Halstenberg (3/1), van Zütphen (2), Heidenreich (1), Budde (2), Grote (4), Depping (1), Meyer (2), Bartsch, Wiechert, Blomenkamp, Wiemann

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