Goran Perkovac: »Waren einfach wacher und bereiter als Lübbecke« – GWD will noch mindestens zwei Punkte »Das ist knallharte Mathematik« 

Minden (WB/Kru). Goran Perkovac war die Erleichterung deutlich anzumerken. Nicht auszudenken, wie groß der Druck auf ihn und seine Spieler geworden wäre, hätte man das Derby daheim verloren.

Ein verbissenes, aber erleichtertes Gesicht: Goran Perkovac atmet angesichts des Derbysieges durch.
Ein verbissenes, aber erleichtertes Gesicht: Goran Perkovac atmet angesichts des Derbysieges durch.

 »Wir waren einfach wacher und bereiter als Lübbecke, haben die ganze Zeit geführt und hätten eigentlich auch deutlicher gewinnen müssen. Die Chance, uns auf fünf, sechs oder gar sieben Tore abzusetzen, hatten wir gleich zweimal. Aber am Ende ging uns die Konzentration etwas verloren, wodurch der TuS noch mal ran kam. Aber wahrscheinlich muss das auch so sein, denn ich habe bislang nur knappe Derbys erlebt. Schön für die Fans, aber nicht für uns Trainer.« Die beiden Punkte seien enorm wichtig gewesen. »Wenn wir aus den beiden noch ausstehenden Partien jetzt noch zwei oder mehr Punkte holen, können wir zuversichtlich ins neue Jahr starten. Denn dann werden wir am Ende mit 28, 29 Punkten dastehen, was andere Teams nicht schaffen!«

 Seine Mannschaft sei gegen Lübbecke topmotiviert gewesen, habe um jeden Ball gekämpft. »Wir haben deutlich besser gespielt, als bei unserem Sieg in Lübbecke. Da waren wir 40 Minuten lang schlecht und haben das Ding nur durch Kampf noch umgedreht. Diesmal aber haben wir gut Handball gespielt.«

 Man habe im Derby nichts dem Zufall überlassen, sehr gut gespielt und mit vielen Wurfvarianten abgeschlossen. »Ob der Sieg jetzt eine Signalwirkung hat, weiß ich nicht. Auch gegen Hamburg haben wir sehr gut gespielt und anschließend in Melsungen eine Pleite erlebt.« Letztlich gebe es auch für den Derbysieg nur zwei Punkte. „Das ist knallharte Mathematik!«

 Neben Arne Niemeyer lobte Perkovac auch Dalibor Doder. »Wir wissen genau, wie wichtig er für uns ist. Wenn seine Einsatzbereitschaft stimmt, ist er nicht zu bremsen. Aber er kann es noch besser. Und das erwarte ich von ihm auch.«

 Auf den Blick in die Tabelle gibt der GWD-Trainer nicht viel. »Die Tabelle täuscht ein wenig.« Für ihn sei es wichtig, seine derzeit verletzten Spieler wieder dabei zu haben. »Dann werden auch die Erfolge kommen.«

 Schon am Dienstag in Wetzlar hofft er auf die Rückkehr von Christoffer Rambo, der gegen Lübbecke nur hinter der Bank saß, und Miladin Kozlina. Und mittelfristig dann auch mit Nenad Bilbija. »Er wird zum Neustart im Februar wieder einsetzbar sein.« Anders sieht die Sache allerdings bei Sören Südmeier aus. »Der ist noch nicht soweit. Aber wir werden bei Sören nichts übereilen, werden ihm jegliche Zeit geben, die er braucht, um wieder voll zu genesen.«

 Im Gegensatz zu den Lübbecker Spielern ist Weihnachten für die Mindener nur auf wenige Stunden begrenzt. Am Dienstagabend läuft man in Wetzlar auf. »Da werden wir wohl erst in der Nach zurückkommen«, erklärt Goran Perkovac. »Heiligabend haben die Spieler frei. Doch am ersten Weihnachtstag nehmen wir das Training wieder auf, arbeiten auch am zweiten Feiertag, um optimal vorbereitet am Samstag gegen Bietigheim aufzulaufen.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.