1. Handball-Bundesliga: TuS N-Lübbecke beim Liga-Primus  Schon wieder gegen Löwen 

Lübbecke (WB). Zebras, Füchse, Löwen. In der 1. Handball-Bundesliga spielt derweil ein ganzer Zoo mit. Dabei gibt's gleich zwei verschiedene Löwen-Rudel.

Von Wolfgang Sprentzel
Wie schon gegen Göppingen kommt auf die Abwehr des TuS N-Lübbecke heute Schwerstarbeit zu. Niklas Pieczkowski, Christian Dissinger und Drago Vukovic aber haben's ja auch gegen Evgeni Pevnov (am Kreis) und Alix-Kevynn Nyokas gerichtet.
Wie schon gegen Göppingen kommt auf die Abwehr des TuS N-Lübbecke heute Schwerstarbeit zu. Niklas Pieczkowski, Christian Dissinger und Drago Vukovic aber haben's ja auch gegen Evgeni Pevnov (am Kreis) und Alix-Kevynn Nyokas gerichtet.

 Erst vor 14 Tagen war der TuS N-Lübbecke bei den Berglöwen, beim Bergischen HC, zu Gast und unterlag mit 27:28. An diesem Mittwochabend wartet das nächste Rudel auf die Schwarz-Roten. Und das sind keine geringeren als die Rhein-Neckar Löwen, die punktgleich mit dem THW Kiel mit 28:4-Punkten an der Tabellenspitze der Liga stehen.

 Und wenn der TuS heute Abend in der SAP-Arnea in Mannheim zum Tänzchen aufgefordert wird, dann hat diese Begegnung durchaus eine Vorgeschichte, an die man sich besonders bei den Löwen nur äußerst ungern erinnert.

 Rückblende auf die Saison 2013/2014. Da entschieden am Ende nur ganze zwei Törchen in der Differenz beider Mannschaften zu Gunsten des THW Kiel die Meisterschaft. Beide hatten 59:9 Punkte. Die Löwen hatten damals in den 34 Begegnungen nur dreimal verloren, Kiel dagegen sogar viermal. Aber die Löwen hatten ein Ergebnis dabei, das in keinster Weise einkalkuliert worden war. Ein 22:23 beim – richtig: beim TuS N-Lübbecke. Am 19. Oktober 2013 quasi ist damals die Entscheidung über die Meisterschaft gefallen.

 Heute sicherlich Schnee von gestern. Denn die Revanche für diese Auswärtspleite haben die Löwen ja schon gefeiert. Am 19. März schossen sie den TuS mit 37:24 ab. Der Titel war freilich trotzdem futsch.

 An diesem Mittwochabend kommt mit dem TuS N-Lübbecke ein Gegner in die SAP-Arena, der vor Selbstvertrauen strotzt. Die beiden Heimsiege gegen den SC Magdeburg und Frisch Auf Göppingen haben dem TuS N-Lübbecke gut getan. Waren etwas fürs Selbstvertrauen.

 Dass die Gastgeber natürlich klar in der Favoritenrolle sind, macht Trainer Dirk Beuchler deutlich: »Die Rhein-Neckar Löwen gehören zu den besten Teams der Bundesliga und damit auch der Welt. Jedem sollte es Freude bereiten, gegen solche Gegner zu spielen.« Und der wieder von seiner Ellbogenverletzung genesene Rückraumspieler Gabor Langhans ergänzt: »Die haben im Moment einen der besten Torhüter der Welt und einen der besten Mittelmänner. Insgesamt sind sie gespickt mit internationalen Spitzenleuten.«

 Diese Spitzenleute müssen in dieser Woche wieder gleich zweimal ran. Einmal heute gegen den TuS, am Wochenende in der Champions-League gegen den ungarischen Serienmeister MKB-MVM Veszprém.

 Doch vor der Aufgabe auf internationaler Ebene wartet in der Bundesliga eben eine weitere auf den Tabellenführer »und die wollen wir anständig lösen. Es wäre nichts ärgerlicher, als sich im letzten Heimspiel des Jahres in der Bundesliga einen Ausrutscher zu erlauben«, sagt Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen, der den Mühlenkreislern schon eine Menge Respekt zollt und weiß: »Der TuS spielt auswärts besser als zu Hause. Hier haben sie keinen Druck und können unbeschwert aufspielen.«Genau das aber weiß auch sein Gegenüber Dirk Beuchler und der hofft, dass seine Jungs den Löwen aufgrund auch dieser Tatsache diesmal mehr Paroli bieten können als beim 24:37 am 19. März dieses Jahres.

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