1. Handball-Bundesliga: TuS N-Lübbecke peilt den zweiten Heimsieg der Saison an  Göppingen drückt auf die Tube 

Lübbecke (WB). Vor 14 Tagen hat der TuS N-Lübbecke in der 1. Handball-Bundesliga der Männer den scheinbar auf ihm liegenden Heimbann gebrochen, hat den SC Magdeburg in eigener Halle mit 29:25 bezwingen können. An diesem Samstag soll der zweite Sieg in der Merkur-Arena her.

Von Wolfgang Sprentzel
Wie gegen Magdeburg warten auf Jens Schöngarth und Co. gegen Göppingen wieder viele Eins-gegen-eins-Aktionen.
Wie gegen Magdeburg warten auf Jens Schöngarth und Co. gegen Göppingen wieder viele Eins-gegen-eins-Aktionen.

 Doch mit Frisch Auf Göppingen kommt eine Mannschaft, die in dieser Saison bisher eine sehr starke Vorstellung bot: Platz vier mit 20:8 Punkten. Für TuS -Lübbeckes Trainer Dirk Beuchler keine besondere Überraschung: »Wenn man einen Etat zwischen vier und fünf Millionen Euro zur Verfügung hat, dann sollte man erwarten, dass in Göppingen erstklassige Handballer spielen.«

 Diese Mannschaft habe man zwar auch schon in der Vorsaison gehabt, als sich die Süddeutschen mit Ach und Krach in der Liga gehalten haben, doch offensichtlich hat's jetzt in Göppingen gefunkt.

 Was Trainer Dirk Beuchler in erster Linie seinem Kollegen auf der anderen Seite, dem Schweden Magnus Andersson, zuschreibt. Unter ihm habe die Mannschaft neue Impulse erfahren. Was sich unter anderem in der neuen Deckungsweise äußert. So spielt Göppingen ein 6:0-System, das aber letztlich doch sehr offensiv mit dauernden Attacken auf die drei Rückraumspieler ausgerichtet ist. Beuchler: »Da geht's ähnlich zur Sache wie beim SC Magdeburg. Da sind unsere Rückraumspieler ständig Eins-gegen-eins-Attacken ausgesetzt.«

 Das kostet Kraft. Viel Kraft. Und genau da liegen bei Beuchler so einige Befürchtungen. Weil längst nicht alle Akteure fit sind. Christian Klimek fällt ohnehin aus. Dazu gesellt sich Ales Pajovic. Während der Woche meldeten sich zu allem Überfluss auch noch Gabor Langhans (beim Blockversuch im Training hat's ihm den Arm durchgeschlagen), Maximilian Schubert (»Der Muskelansatz im Ellenbogen der Wurfhand ist gereizt. Ich habe bei jedem Schussversuch Schmerzen. Ob ich am Samstag fit bin? Mal sehen!«). Christian Dissinger dagegen kehrte nach seiner Gehirnerschütterung am Mittwoch wieder zur Truppe zurück, klagte aber weiter über Kopfschmerzen. Und Torhüter Nikola Blazicko pausierte zwei Tage wegen einer schmerzhaften kleinen Wunde am kleinen Zeh. Beuchler: »Bei einem 15er-Kader ist das schon ein großer Einschnitt!«

 Da war natürlich jedwedes normale Training nicht machbar. Beuchler: »Sechs gegen sechs ging überhaupt nicht. Wir haben mal drei gegen drei, mal vier gegen vier trainieren können.« Nein, diese Vorbereitung auf das Göppingenspiel war wirklich keine prickelnde.

 Und doch: Dirk Beuchler sieht auch so Chancen für sein Team, die beiden Punkte einzufahren: »Aber nur dann, wenn jeder wieder über sich hinaus wächst, wenn wir alle eng zusammenrücken und uns gut präsentieren.« Vor allem gilt es wieder, die Chance bis auf den Punkt herauszuspielen ud diese dann auch zu verwerten. Dabei hat der TuS-Coach schon Respekt vor den beiden FA-Schlussmännern. »Prost nimmt so manchen Ball weg – und dann drückt Göppingen richtig auf die Tube!«

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