Handball-Verbandsliga: HSG Hüllhorst 22:23 gegen TuS Nettelstedt II Einer gewinnt, beide feiern

Hüllhorst (WB). Von einem entspannten Auslaufen konnte nicht die Rede sein. Das Derby der Handball-Verbandsliga hatte noch einmal gute Spielzüge, Aggressivität und vor allem Spannung zu bieten. Der TuS Nettelstedt II gewann mit 23:22 (9:11) bei der HSG Hüllhorst.

Von Marc Schmedtlevin
So sehen Derbysieger aus: Der TuS Nettelstedt II hat sich zum Saisonabschluss knapp in Hüllhorst durchgesetzt.
So sehen Derbysieger aus: Der TuS Nettelstedt II hat sich zum Saisonabschluss knapp in Hüllhorst durchgesetzt. Foto: Pollex

Das Spielfeld verwandelte sich nach der Schlusssirene in eine große Feiermeile – auf beiden Seiten. Wer die Partie gewonnen und wer sie verloren hatte, war erst einmal nicht zu erkennen. Die Nettelstedter lagen sich nach ihrem erfolgreichen Abschluss und dem zweiten knappen Derbysieg der Saison in den Armen. Ein paar Meter weiter stand das HSG-Team aufgereiht vor den Fans und hüpfte auf und ab. »Es war nicht immer einfach für uns. Wir sind aber sehr froh, die Klasse gehalten zu haben«, fasste Hüllhorsts Kapitän Christopher Kreft zusammen. Anschließend gab es noch die üblichen Danksagungen. Unter anderem wurden Jonas Bartsch und Niklas Stöver verabschiedet.

Auch sportlich gaben zunächst die Hausherren den Ton an. Auf eine schnelle 3:0-Führung (6.) konnte die HSG aufbauen. Vor allem der formstarke Julian Hodde, der schon in der ersten Hälfte auf sieben Treffer kam, war von der TuS-Deckung überhaupt nicht in den Griff zu bekommen. Das 9:4 (20.) war die logische Folge. »Wir hatten alles im Griff«, sagte HSG-Trainer Lars Halstenberg. Erst danach fanden auch die Gäste besser ins Spiel und rückten bis zur Pause noch auf zwei Tore heran.

Hüllhorst setzt sich erst ab

Auch im zweiten Durchgang erwischte Hüllhorst den besseren Start. Beim Stand von 14:9 (35.) deutete wenig auf eine spannende Schlussphase hin. Doch mit einer mannbezogenen Deckung von Glöckner gegen Hodde wurde der Fluss im Angriffsspiel der HSG unterbrochen. Hüllhorst musste von nun an mehr für die eigenen Treffer tun. Plötzlich war bei den Nettelstedtern die nötige Körpersprache zu erkennen. Die gute Deckungsleistung wirkte sich auch auf den Angriff aus. Die Rückraumachse um Oevermann, Byczynski und Mündemann fand gute Lösungen und zog reihenweise Siebenmeter. So knabberte der TuS Tor um Tor vom Rückstand ab, glich aus und ging sogar beim 18:17 erstmals in Führung (50.).

Die Schlussminuten sollten auch zu einem Duell der Torhüter werden. Jan-Philip Schnute und Manuel Nottmeier parierten viele Bälle und hielten ihr Team jeweils im Spiel. Nach mehrfach wechselnder Führung gehörte den Gästen der letzte Angriff. Jan-Philipp Meyer bremste den rutschenden Axel Pohnke aus, traf ihn dabei im Gesicht. Die Schiedsrichter zeigten die rote Karte. Da waren noch zwei Sekunden auf der Uhr. Nachdem auch noch Mario Struck wegen Meckerns die rote und blaue Karte gesehen hatte, netzte Kevin Schmidt den fälligen Siebenmeter Kevin Schmidt ein und sorgte für den Nettelstedter Derbysieg. »Ein versöhnlicher Abschluss einer Saison mit Höhen und Tiefen«, bilanzierte Trainer Sebastian Redeker.

HSG Hüllhorst: Schnute, Laroche – Struck, Meyer (3), Reichelt (3), Kleffmann (3), Tiemann, Budde (1), Röthemeier (1), Blomenkamp (2), Grabein, Heidenreich, Hodde (9/1)

TuS Nettelstedt II: Wesemann, Nottmeier – Mündemann (1), Kruse (1), Steinhauer (2), Schnepel, Schmidt (2/2), Spreen (1), Oevermann (4), Pohnke, Glöckner (7/7), Byczynski (5)

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