Handball: Kellerduell gegen Verl – Wiegmanns Rückrunde beginnt Hüllhorsts kleines Finale

Hüllhorst/Lübbecke/Rahden (WB). Jetzt wird es richtig ernst: den Handballern der HSG Hüllhorst steht in der Verbandsliga ein kleines Finale gegen den TV Verl bevor. In der Landesliga kann sich der TuS Gehlenbeck für die sichere Relegation einwerfen.

Von Marc Schmedtlevin
Augen zu und durch: Auf Kampf und Einsatz wird es erneut für die HSG Hüllhorst um Tim Blomenkamp ankommen.
Augen zu und durch: Auf Kampf und Einsatz wird es erneut für die HSG Hüllhorst um Tim Blomenkamp ankommen. Foto: Marc Schmedtlevin

Verbandsliga

Ein Blick auf die Tabelle genügt, um die Bedeutung der Partie herauszustellen. Der Letzte Hüllhorst empfängt den Vorletzten Verl. Beide Teams sind derzeit punktgleich und weisen jeweils eine Torbilanz von minus 72 auf. Die Ausgangslage ist also klar: Der Sieger darf sich die deutlich größeren Chancen auf den Klassenverbleib ausrechnen. Zumal der Vorletzte eine Relegation einkalkulieren darf. Auch der Drittletzte Porta (drei Zähler mehr) ist noch in Reichweite. »Es ist gefühlt so etwas wie ein Endspiel. Wir müssen jetzt punkten«, gibt HSG-Coach Lars Halstenberg das klare Ziel aus. Ein Vorbeiziehen am Gegner wäre auch von enormer Bedeutung, um es nicht auf den direkten Vergleich ankommen zu lassen. Das erste Duell hatte Verl mit 26:18 klar gewonnen.

Nutzen wollen die Hüllhorster den Heimvorteil. Auf die Fans war immer Verlass, auf das Team nicht. »Wir haben in dieser Saison noch nicht so gepunktet wie gewohnt. Jetzt müssen wir die Heimstärke wieder abrufen«, sagt Halstenberg, der von seinen Spielern »Kampf, Emotionen und einen klaren Kopf« verlangt. Diese Punkte dürften seiner Meinung nach den Ausschlag geben. Eine schwierige Aufgabe kommt neben dem Gegner noch auf die HSG zu: Kompensiert werden muss der Ausfall des verletzten Jonas Bartsch. »Direkt ersetzen können wir ihn nicht, aber geschlossen auftreten«, sagt Halstenberg.

Nur noch auf Platz elf befindet sich der TuS Nettelstedt II. Um den Klassenverbleib muss sich der Aufsteiger aber keine Sorgen mehr machen, der Vorsprung ist groß genug. Frei aufgespielt werden kann daher im Derby bei LiT II. Anhand der Tabelle ist der Zweite der Favorit, doch LiT kassierte zuletzt drei Pleiten in Folge. Nettelstedt hat allerdings mit personellen Problemen zu kämpfen. Im sowieso schon kleinen Kader wird nun auch noch Maurice Schirge aufgrund eines Nasenbeinbruches fehlen.

Landesliga

Der TuS Gehlenbeck steht als Drittletzter der Tabelle fest. Doch gelaufen ist die Saison noch nicht, nach dem letzten Spieltag kommt es zu einer Relegation. Für diese muss sich der TuS nun in Form halten und warmwerfen. Die Form zuletzt war mit vier Punkten aus drei Partien ordentlich. Nun gilt es, auch einmal bei einem absoluten Topteam zu bestehen. Die Reise führt zum Tabellenzweiten TuS Lahde/Quetzen.

Im breiten Mittelfeld der Liga kann es für den TuS SW Wehe noch ein wenig nach oben gehen. Voraussetzung dafür wäre ein Heimsieg gegen das Team von HB Bad Salzuflen, das zwei Punkte weniger auf dem Konto hat. »Unser Ziel ist gesetzt: zwei Punkte«, hieß es von Vereinsseite. Die Schwarz-Weißen sind der Favorit, doch es handelt sich um einen unangenehmen Gegner. Das bekam Wehe beim 18:18 im Hinspiel zu spüren. Das damalige Remis war zugleich der Start eines erfolgreichen Kapitels: Trainer Christian Wiegmann saß Mitte Dezember erstmals auf der TuS-Bank.

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