Handball-Verbandsliga: HSG ringt Emsdetten II mit 30:29 nieder Hüllhorst: So geht Abstiegskampf

Hüllhorst (WB). Leidenschaft, Teamgeist, Spielstärke: Die Handballer der HSG Hüllhorst rufen im Verbandsliga-Abstiegskampf die nötigen Elemente ab. So verdienten sie sich einen 30:29-Heimsieg gegen den TV Emsdetten II.

Von Marc Schmedtlevin
So sehen Sieger aus: Das Hüllhorster Team um Jan-Philip Schnute bejubelt den Erfolg über Emsdetten II.
So sehen Sieger aus: Das Hüllhorster Team um Jan-Philip Schnute bejubelt den Erfolg über Emsdetten II. Foto: Marc Schmedtlevin

Ausgelassener ist der Jubel in Hüllhorst lange nicht ausgefallen. Alle Spieler sowie das Trainer- und Betreuerteam lagen sich in den Armen, hüpften im Kreis und sangen. Der Text des »Hüllhorster Jungs«-Liedes war sogar extra umgedichtet worden. Zeilen wie »kämpfen bis zum Ende« und »niemals Landesliga« tauchten darin auf. Sie beschrieben das, was sich die HSG für den Rest der Saison vorgenommen hat. Fest steht jedenfalls: Sollten die Hüllhorster noch häufiger eine Leistung wie gegen Emsdetten abrufen, dürften noch einige Punkte und der Klassenverbleib drin sein.

3:2:1-Abwehr steht gut

»Wir haben die Leidenschaft der letzten Woche transportiert, sind dieses Mal aber auch dafür belohnt worden«, sagte Trainer Lars Halstenberg. Nach einem kurzen Abtasten zu Beginn führte genau diese Leidenschaft zum Hüllhorster Erfolg. Speziell in der Abwehr hatte die HSG einiges zu tun. Wie erwartet wollte der TVE die Achse mit Mittelmann Swen Schomaker und Kreisläufer Mathias Boese suchen. Mit einer 3:2:1-Formation mit einem erneut starken Jan-Philipp Meyer auf der Spitze konnte dieses Zusammenspiel aber zunächst weitestgehend unterbunden werden. Auch Christopher Kreft schaffte es, mehrere der vielen Positionskämpfe mit Toptorjäger Boese für sich zu entschieden. »Sowas macht Spaß, da wird um jede Sperre gekämpft und man muss immer hellwach sein«, sagte der Hüllhorster Kapitän. Vorne zeigten die Gastgeber eine gute Trefferquote. Die Angriffe wurden oft auf den Punkt gespielt, hinzu kamen auch manche Einzelaktionen. Speziell die Rückraumspieler Julian Hodde, Marcel Kleffmann und Jonas Bartsch übernahmen Verantwortung. Die Belohnung bekam die HSG in Form einer 11:8-Führung (20.), die über 14:9 (25.) zum 16:11 zur Pause ausgebaut wurde.

Reichelt trifft nach Belieben

In die zweite Hälfte startete Hüllhorst gleich mit einem erfolgreichen Gegenstoß. Doch ein Spaziergang sollte es von da an nicht werden. Zunächst pendelte sich die Differenz bei vier Toren ein. Auffälligster Akteur: Paul Reichelt, der auf sechs Tore kam. »Im Training war es zuletzt nicht so gut. Der Trainer sagt aber, dass ihm die Quote dann im Spiel reicht«, scherzte der Rechtsaußen.

Bei der HSG schlichen sich nun aber ein paar Fehler mehr als noch in Durchgang eins ein, da viele Akteure große Spielanteile hatten. Gewöhnen musste man sich auch an die Emsdettener Manndeckung gegen Hodde. Auf der Gegenseite agierte auch Hüllhorst mit einer Manndeckung gegen Schomaker. Die sich dadurch bietenden Räume nutzte nun Rückraumspieler Tim Weischer. Als sich die HSG wieder zurückzog, griff das Zusammenspiel mit Boese am Kreis. »Unser Zugriff stimmte nicht mehr«, sagte Halstenberg, der mit ansehen musste, wie die TVE-Reserve schrittweise näher kam – über 21:24 (44.) auf 25:27 (50.).

Schnute hält Sieg fest

Die Gastgeber stoppten den Lauf der Gäste zum 29:26 per Bartsch-Kunstwurf (52.). Nach dem folgenden Ballgewinn bot sich dem Linkshänder die Chance zur Vorentscheidung, doch es unterlief ein Fehlpass. Emsdetten kam heran, hatte beim 29:30 die Möglichkeit zum Ausgleich. Doch genau jetzt parierte Torhüter Schnute den Siebenmeter von Boese (57.) und hielt die Punkte fest. Die verbleibende Zeit spielte die HSG clever herunter.

HSG Hüllhorst: Schnute, Laroche – Struck, Meyer, Reichelt (6), Kleffmann (5), Tiemann (3), Bartsch (8/2), Röthemeier, Blomenkamp, Kreft (2), Grabein, Heidenreich, Hodde (6)

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