Handball-Verbandsliga: HSG kassiert 26:27-Niederlage beim SuS Oberaden Hüllhorst fühlt sich verpfiffen

Bergkamen/Hüllhorst (WB/mas). Alles hat auf Bonuspunkte im Abstiegskampf hingedeutet. Doch dann gaben die Verbandsliga-Handballer der HSG Hüllhorst noch eine Sieben-Tore-Führung beim SuS Oberaden aus der Hand und verloren mit 26:27. Die Schuld wurde dieses Mal aber nicht nur bei sich selbst gesucht.

Gesprächsbedarf: Trainer Lars Halstenberg und die Hüllhorster Mannschaft sind mit den Entscheidungen der Schiedsrichter alles andere als zufrieden gewesen.
Gesprächsbedarf: Trainer Lars Halstenberg und die Hüllhorster Mannschaft sind mit den Entscheidungen der Schiedsrichter alles andere als zufrieden gewesen. Foto: Schmedtlevin

Der letzte Angriff der Partie gehörte beim Stand von 26:26 den Oberadenern. Hüllhorsts Torhüter Jan-Philip Schnute parierte den finalen Abschluss und auch den Nachwurf. Der Ball trudelte daraufhin durch den Kreis, SuS-Akteur Pascal Stennei sprang ab und boxte den Ball zum Sieg über die Linie. »Das Tor hätte niemals zählen dürfen. Der Spieler hatte zuvor schon im Kreis gelegen«, berichtete HSG-Trainer Lars Haltenberg. Aus dessen Sicht war die abschließende Entscheidung der Schiedsrichter nur die Spitze des Eisbergs. Ab Mitte der zweiten Halbzeit habe das Pendel der Unparteiischen eindeutig zu Gunsten der Gastgeber ausgeschlagen. »Die Schiris haben uns eindeutig die beiden Punkte gekostet«, stellte Halstenberg klar.

Manndeckung funktioniert gut

Bis zur 41. Minute hatte alles für die Hüllhorster gesprochen. Sie hielten sich bis dahin an die taktischen Vorgaben. In der Abwehr zogen sie erfolgreich eine Manndeckung gegen Alexandro Katsigiannis durch, standen kompakt und konnten sich auf das Zusammenspiel mit Keeper Schnute verlassen. Vorne spielten die Gäste die Angriffe in Ruhe aus und warteten auf die passenden Chancen. Beim 4:3 nach zwölf Minuten übernahm die HSG die Führung und baute diese schnell auf 9:4 (17.) aus. Komplett aus dem Spiel konnte die Offensive der Gastgeber nicht genommen werden, sie schlossen auf 9:11 auf, doch bis zur Pause erarbeitete sich Hüllhorst wieder ein Drei-Tore-Polster.

Noch besser sah es zu Beginn des zweiten Durchgangs aus. 20:13 hieß es nach 36 Minuten. Dieser Abstand wurde bis zum 23:16 (41.) transportiert. »Bis dahin war es wohl unsere beste Leistung der Saison. Wir haben schon ein bisschen über dem Maximum gespielt«, sagte Halstenberg.

0:7-Lauf zum Ausgleich

Doch es folgte von da an die Wende. Immer wieder gerieten die Gäste in Unterzahl. Dadurch erhöhte sich der Druck auf die Defensive und auch im Angriff drohte nun mehrmals das Zeitspiel. »Dadurch gab es manchen unvorbereiteten Abschluss«, erklärte der Coach, dessen Team nur noch zu drei eigenen Treffern kommen sollte. Oberaden eroberte Bälle und legte einen 7:0-Lauf innerhalb von nur sieben Minuten zum 23:23 (48.) hin. Die HSG konnte auf den Ausgleich zunächst gut reagieren, ging erneut mit zwei Toren zum 26:24 (55.) in Führung. Doch in Unterzahl – nach Marcel Kleffmann (45.) sah auch Christopher Kreft nach der dritten Zeitstrafe die rote Karte (55) – folgten der Ausgleich und in letzter Sekunde dann auch noch die ganz bittere Niederlage.

HSG Hüllhorst: Schnute, Laroche – Struck, Meyer (2), Reichelt (4), Kleffmann (2), Tiemann (3), Bartsch (11/5), Röthemeier, Blomenkamp (1), Kreft (3), Heidenreich, Hodde

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