Verbandsliga: HSG gewinnt Kellerduell bei der HSG Porta Westfalica mit 27:15 Hüllhorst zurück im Geschäft

Porta Westfalica (WB). So schnell kann das gehen: Mit einem Sieg dürfen sich die Verbandsliga-Handballer der HSG Hüllhorst wieder berechtigte Hoffnungen auf den Klassenverbleib machen. Nach dem 27:15 (15:7) bei der HSG Porta Westfalica beträgt der Rückstand auf das rettende Ufer nur noch einen Punkt.

Von Marc Schmedtlevin
Zwei Gefühlswelten: Während die Hüllhorster um Lenard Tiemann ihren Sieg bejubeln, herrscht Frust bei Porta.
Zwei Gefühlswelten: Während die Hüllhorster um Lenard Tiemann ihren Sieg bejubeln, herrscht Frust bei Porta. Foto: Marc Schmedtlevin

Dass sich die Hüllhorster Mannschaft nach der Partie bei den Fans für die Unterstützung bedankt, hat Tradition. Dass dabei auf dem Feld nur strahlende Gesichter zu sehen sind und zuvor ein umherspringender Mannschaftskreis zu beobachten ist, hatte in den vergangenen Monaten allerdings Seltenheitswert. Am 4. November 2017 war der HSG der letzte Sieg gelungen – ausgerechnet im Heimspiel gegen Porta. Nun konnten die Hüllhorster genau gegen dieses Team die lange Durststrecke beenden und durften auch im Rückspiel zwei eminent wichtige Punkte bejubeln. »Man glaubt gar nicht, wie gut sich das anfühlt«, sagte Jan-Philip Schnute beim Feiern vor dem HSG-Block.

Schnute in guter Form

Der Torhüter hatte keinen geringen Anteil am Erfolg seiner Mannschaft. Starke 13 Paraden zeigte Schnute, profitierte insgesamt aber auch von der Arbeit seiner Vorderleute. Bei nur 15 Gegentreffern ist es leicht abzulesen, in welchem Mannschaftsteil Hüllhorst den Grundstein legte. »Wir haben wirklich herausragend gedeckt«, lobte Trainer Lars Halstenberg, dem genau wie seinen Spielern die große Erleichterung anzumerken war.

Die Gäste agierten mit einer 5:1-Formation mit Jan-Philipp Meyer auf der Spitze. Dahinter spielte Christopher Kreft durch. Gegen dieses Bollwerk, das immer wieder im richtigen Moment einige Schritte nach vorne trat, fanden die Portaner selten gute Lösungen. Dabei machte sich vor allem auch das verletzungsbedingte Fehlen von Spielgestalter Jan-Christoph Hohlfeld bemerkbar. »Das war natürlich eine Schwächung für Porta«, gab Halstenberg zu, fügte aber gleich an: »Ich glaube, dass wir an diesem Tag aber auch gegen Porta mit Hohlfeld gewonnen hätten.«

Nur eine Portaner Führung

Die Gastgeber legten nur eine Führung vor – zum 1:0. Eng blieb es lediglich bis zum Hüllhorster 5:4 nach neun Minuten. Danach übernahmen die Gäste eindeutig das Kommando. Zehn Minuten später hatten sie sich schon eine 11:5-Führung erspielt. Gute Starts in Partien hatten die Hüllhorster in den vergangenen Wochen immer wieder einmal hingelegt. Der Unterschied an diesem Sonntagabend: Die HSG spielte mit der Führung im Rücken geduldig weiter, leistete sich wenige Fehler. Die Belohnung folgte in Form eines 15:7-Vorsprungs zur Pause. Porta hatte sich bis dahin weiter geschwächt. Pascal Busse sah für ein Foul bei einem Gegenstoß die rote Karte (25.).

In Hälfte zwei steuerte der Gast einem ungefährdeten Sieg entgegen. Dies stand spätestens fest, als Christian Laroche auch noch einen Siebenmeter parierte (33.) und sich die HSG auf 20:9 absetzte (42.). Die Angriffe wurden weiterhin in Ruhe aufgebaut und abgeschlossen. Vor allem wurde Kreisläufer Kreft immer wieder gefunden. Die Portaner, bei denen Luca Halstenberg zum Alleinunterhalter avancierte, hatten mehr damit zu tun, sich über die Entscheidungen der Schiedsrichter aufzuregen. So agierten sie über weite Strecken in Unterzahl. Hüllhorst verwaltete den Vorsprung über 23:13 (54.) zum 27:15. »So ein Sieg war überfällig. Die Jungs haben ihn sich erarbeitet und verdient«, freute sich Halstenberg mit seiner Mannschaft.

HSG Hüllhorst: Schnute, Laroche – Meyer, Reichelt (5), Kleffmann (1), Tiemann, Bartsch (7/1), Röthemeier (1), Blomenkamp (1), Wiechert, Kreft (7/1), Grabein, Heidenreich, Hodde (5)

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