Handball-Verbandsliga: HSG-Herren unterliegen Altenbeken mit 23:27 Hüllhorst: Ein Konkurrent weniger

Hüllhorst (WB). Der nächste Nackenschlag: Im Kampf gegen den Abstieg aus der Handball-Verbandsliga hat die HSG Hüllhorst eine ganz bittere 23:27 (12:16)-Niederlage gegen die HSG Altenbeken/Buke kassiert. Der Gegner hat nun schon sieben Pluspunkte mehr auf dem Konto.

Von Marc Schmedtlevin
So sieht Enttäuschung aus: Marcel Kleffmann (links) und Christopher Kreft verdauen die Hüllhorster Niederlage.
So sieht Enttäuschung aus: Marcel Kleffmann (links) und Christopher Kreft verdauen die Hüllhorster Niederlage. Foto: Marc Schmedtlevin

Die Zielsetzung war eindeutig: Mit einem Heimsieg wollten die Hüllhorster wieder an das rettende Ufer heranrücken und auch den Gast Altenbeken/Buke in Reichweite behalten. Doch daraus wurde nichts, stattdessen war im HSG-Lager wieder einmal nur Enttäuschung abzulesen. Noch lange nach Spielschluss saßen einige Spieler auf der Bank, blickten ins Leere, zogen sich Handtücher vor das Gesicht. »Es will einfach nicht laufen«, sagte Kapitän Christopher Kreft und brachte die derzeit schwierige Situation auf den Punkt: »Die Zeit der Durchhalteparolen ist vorbei, es geht jetzt nur noch ums nackte Überleben.«

Konstanz fehlt

In der Verbandsliga überleben dürften die Hüllhorster allerdings nur, wenn sie in den kommenden Wochen konstantere Leistungen abrufen. Am Samstag waren einige gute Ansätze zu erkennen, doch die Schwankungen über die gesamte Spielzeit waren noch zu groß. »Wir haben einen guten Start, bringen uns dann aber selbst in Schwierigkeiten. Zehn ganz schwache Minuten kosten uns alles«, bemängelte Marcel Kleffmann. Damit gemeint war das letzte Drittel der ersten Hälfte. Bis dahin hatten die Gastgeber viel von ihrem Plan umsetzen können. Die 3:2-1-Abwehr rückte gegen die groß gewachsenen Rückraumspieler des Gastes gut heraus und verhinderte einfache Gegentore. In der Offensive setzte Hüllhorst häufig auf einen siebten Feldspieler und kam mit dieser Variante mehrmals zum Erfolg. »Es erinnerte zunächst an das Hinspiel«, sagte Trainer Lars Halstenberg. Am zweiten Spieltag hatte Hüllhorst mit 30:20 in Altenbeken gewonnen.

Auf einen ähnlichen Ausgang deutete auch dieses mal einiges hin. Die Hausherren setzten sich nach einer Viertelstunde auf 7:4 ab und legten zum 10:6 (18.) nach. Doch von da an nahm die Fehlerquote zu. Unter anderem wurde einer von insgesamt vier Siebenmetern verworfen. Die Gäste kamen dadurch besser ins Spiel, glichen innerhalb von fünf Minuten zum 10:10 (23.) aus und zogen bis zur Pause auf 16:12 davon.

Schnute sorgt für Hoffnung

Neue Hoffnung kam bei der HSG direkt nach Wiederbeginn auf. Der eingewechselte Torhüter Jan-Philip Schnute parierte einen Siebenmeter und den folgenden Nachwurf gegen Daniel Wiemann und trieb sein Team zusammen mit den lautstarken Anhängern nach vorne. Das zeigte Wirkung: Beim 15:16 (37.) war der Anschluss wieder hergestellt. Doch genau jetzt häuften sich bei Hüllhorst wieder die Fehler. Würfe von Bartsch und Blomenkamp fanden nicht das Ziel, bei Kontern fehlte dem letzten Pass die Genauigkeit. So schafften es die Gastgeber nie, den Ausgleich zu erzielen. »Es war ein Spiegelbild der vergangenen Wochen«, sagte Halstenberg.

Altenbeken verwaltete die Führung mit zwei, drei Toren – bis zur 56. Minute. Kleffmann und Kreft, der noch die rote Karte sah (59.), verkürzten auf ein Tor. Der Ausgleich sollte der kämpfenden HSG aber auch jetzt nicht gelingen.

HSG Hüllhorst: Laroche, Schnute – Struck, Meyer (3), Reichelt (1), Kleffmann (6), Tiemann, Bartsch (7/1), Röthemeier, Blomenkamp (1/1), Kreft (4), Grabein, L. Heidenreich, Hodde (1)

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