Schuster-Cup: SC Herford gewinnt Endspiel gegen TuS Tengern 5:1 Torhüter als Torgaranten

Hüllhorst (WB). Die Titelverteidigung ist nicht gelungen, bis in das Finale des Schuster-Cups beim SV Hüllhorst-Oberbauerschaft haben sich die Fußballer des TuS Tengern aber erneut vorgespielt. Darin mussten sie sich dem SC Herford 1:5 geschlagen geben. Einige Torschützen des Siegers waren dabei recht ungewohnt.

Von Marc Schmedtlevin
Vom langen Bein des Gegenspielers lässt sich Tengerns Maximilian Schwier (rechts) nicht aus dem Konzept bringen.
Vom langen Bein des Gegenspielers lässt sich Tengerns Maximilian Schwier (rechts) nicht aus dem Konzept bringen. Foto: Marc Schmedtlevin

Hauptaufgabe eines Torhüters ist es, Treffer des Gegners zu verhindern. In der Halle kann es allerdings auch schon einmal vorkommen, dass sich die Schlussmänner über die Mittellinie trauen, sich somit in das Offensivspiel der eigenen Mannschaft einschalten und auch manchmal als Torschütze auffallen. Den besten Beweis dafür lieferte der SC Herford im Endspiel gegen den TuS Tengern.

SCH-Schlussmänner treffen

Kurios: Gleich zwei Torhüter des Westfalenligisten trugen sich beim 5:1 in die Torschützenliste ein. In der siebten Minute eröffnete Nino vom Hofe den Torreigen mit dem 1:0. Er ist der etatmäßige Keeper der Herforder, lief beim Turnier in Hüllhorst aber durchgängig als Feldspieler auf. »Er kann das, hat es schon häufiger gespielt«, sagte Trainer Sascha Cosentino. Sein Turnier-Torwart Marcel Rohde sorgte später mit dem 4:1 (11.) für die endgültige Entscheidung. Er traf auf das verwaiste Tengeraner Tor, weil sich Pascal Bley offensiv mit eingeschaltet hatte. Die weiteren SCH-Finaltore erzielten Michael Zech, Jannis Wehmeier und Nico Bartling. Für Tengerns zwischenzeitlichen Anschlusstreffer zum 1:2 sorgte Bley (8.). Nico Gerfen und Maximilian Schwier vergaben danach noch beste Möglichkeiten.

»Wir müssen akzeptieren, dass Herford es sehr gut gemacht hat. Wenn wir uns einen Fehler erlaubt haben, wurde dieser sofort mit einem Gegentreffer bestraft. Deswegen geht deren Sieg in Ordnung, wir haben aber auch ein gutes Turnier gespielt«, sagte Tengerns Co-Trainer Bastian Bartelheimer.

Tengern setzt auf »fliegenden« Torhüter

Tengern ist weiterhin die Mannschaft, die das Hallenspiel mit einem »fliegenden« Torhüter etabliert hat. Mehrere Teams nutzen dieses taktische Mittel mittlerweile auch. Die Kleeblätter setzen aber weiterhin so konsequent darauf, dass es sich erneut um ein Erfolgsrezept handelte. Der TuS spielte eine souveräne Vorrunde, setzte sich mit neun Punkten an die Spitze der Gruppe 1. Dahinter gab es einen spannenden Zweikampf um Rang zwei.

Bei diesem durfte sich der zweite heimische Vertreter einschalten: der Holsener SV. Der nachgerückte B-Ligist mischte das höherklassig besetzte Feld ganz schön auf. Gleich zum Auftakt gelang ein 4:2-Erfolg gegen den Bezirksligisten BV Stift Quernheim. Auch beim 2:2 gegen RW Kirchlengern (Bezirksliga) schnupperte der HSV in Führung liegend am nächsten Sieg – und auch am Halbfinalticket.

Aus dem Sprung unter die Top Vier wurde allerdings nichts, weil das Torverhältnis in der Endabrechnung gegen Holsen ausschlug. Schuld daran war vor allem die 2:7-Klatsche im letzten Gruppenspiel gegen Tengern. So entschied ein Tor zu Gunsten Kirchlengerns. Da half auch jede Anfeuerung für das bereits ausgeschiedene Team aus Stift Quernheim im finalen Duell gegen Kirchlengern (1:2) nichts mehr.

»Wir wollten gegen Tengern zu viel, haben daher die vielen Tore kassiert. Dennoch haben wir uns gut verkauft, das war unser Ziel«, sagte Spielertrainer Manuel Kottmeier. »Wir sind stolz und enttäuscht«, fügte Teamkollege Kristopher Susa hinzu.

SVEW gewinnt Kurstadt-Derby

In der zweiten Gruppe gab Sieger Herford mit den maximalen neun Punkten den Ton an. Um den zweiten Platz gab es ein Kurstadt-Derby als Endspiel. In diesem setzte sich die SV Eidinghausen-Werste mit 4:1 gegen den FC Bad Oeynhausen, dem ein Remis genügt hätte und der auch in Führung gegangen war, durch.

Im Halbfinale war auch für die SVEW die Endstation erreicht. Die Partie gegen Tengern war allerdings lange offen, zwei Führungen legten die Werster vor. Die Entscheidung zu Tengerns Gunsten war aber spätestens in der Schlussminute gefallen, als Sebastian Hull und Torwart Axel Benus eine Zwei-Minuten-Strafe kassierten. Es waren Ausnahmen bei einem ansonsten fairen Turnier.

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