Darts: DC Busenfreunde gelingt der Aufstieg – größeres Interesse durch die WM Auf den Spuren der Profis

Hüllhorst (WB). Eine außergewöhnliche Stimmung, verkleidete Fans und hohe Einschaltquoten – bei der gerade zu Ende gegangenen Darts-Weltmeisterschaft ist die große Begeisterung für die Sportart deutlich geworden. Auch im Altkreis ist das Interesse ansteigend. Auf dem Vormarsch befindet sich der DC Busenfreunde aus Oberbauerschaft.

Von Marc Schmedtlevin
Sie haben den Wurf raus: (von links) Benjamin Hankel, Dominik Bokel, Tim Henke, Jack Baldin, Soeren Müller, Patrick Brosend und Jan Kleine-Beek haben als Mannschaft des DC Busenfreude den Aufstieg in die B-Liga perfekt gemacht.
Sie haben den Wurf raus: (von links) Benjamin Hankel, Dominik Bokel, Tim Henke, Jack Baldin, Soeren Müller, Patrick Brosend und Jan Kleine-Beek haben als Mannschaft des DC Busenfreude den Aufstieg in die B-Liga perfekt gemacht. Foto: Pollex

Lange als Kneipenspiel belächelt, hat Darts mittlerweile einen Massenhype ausgelöst. Den besten Beweis dafür hat die WM im Londoner Alexandra Palace – auch »Ally Pally« genannt – geliefert. Die Übertragung des Finals bescherte dem Fernsehsender Sport1 sensationelle Quoten. Im Schnitt 2,15 Millionen Zuschauer in Deutschland saßen am Montagabend vor dem Fernseher und fieberten beim 7:2-Erfolg des neuen Titelträgers Rob Cross (England) gegen die abtretende Darts-Legende Phil Taylor mit.

Die Welle der Begeisterung ist auch nach Oberbauerschaft übergeschwappt. »Das Spiel macht nicht nur Spaß, sondern fördert auch die Geselligkeit. Man lernt viele neue, nette Leute kennen«, sagt Patrick Brosend, der Spielführer des DC Busenfreunde. Nach einigen Spielen im »Reineburgkeller« kam bei einem Freundeskreis mit BWO-Fußballern die Idee auf, einen eigenen Darts-Klub zu gründen. Das ist nun etwa ein Jahr her und seitdem spielt der DC Busenfreunde äußerst erfolgreich.

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In den nächsten Jahren darf es gerne noch weiter hoch gehen.

Patrick Brosend

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Gerade ist der Aufstieg von der C- in die B-Liga gelungen. »Dass es so gut läuft, hatten wir gar nicht erwartet. Wir sind schließlich alle Neulinge«, sagt Brosend. Nach Platz drei in der ersten Saison gelangen in der laufenden Spielzeit nun elf Siege in elf Partien. Die weiße Weste soll am letzten Spieltag (13. Januar) gewahrt werden. »Danach müssen wir schauen, wie gut es in der B-Liga läuft. Wir wollen uns dort erst einmal bewähren, in den nächsten Jahren darf es dann aber auch gerne noch weiter hoch gehen«, blickt Brosend schon in Richtung Zukunft.

Die Mitglieder der Busenfreunde treffen sich einmal pro Woche zum gemeinsamen Training. Weitere Einheiten werden bei Gelegenheit an den heimischen Scheiben eingelegt. Genau darin liegt der größte Unterschied zu den Profis. Die Weltbesten wie Rob Cross, Michael van Gerwen oder Peter Wright – Brosends Lieblingsspieler – stehen täglich mehrere Stunden vor dem Dartboard. »Training wirkt sich schon auf das Niveau aus«, sagt Brosend, der vor allem eine besondere Schwierigkeit ausgemacht hat: »Die Punkte runterzuwerfen, bekommen wir alle hin. Am Ende die Doppelfelder zu treffen, ist aber die große Kunst. Da kann man zwar die Technik der Profis studieren, es muss aber jeder seinen eigenen Stil entwickeln.«

Spiel auf elektronische Scheiben

Einen anderen großen Unterschied zu den Profis gibt es auch noch. Der DC Busenfreunde spielt Electronic-Dart, also auf elektronische Scheiben. Nach jedem Wurf wird der Spielstand dabei aktualisiert. Anders als beim Steeldarts, das auch bei der WM gespielt wird. Hier wird nach drei Würfen lediglich die aktuelle Punktzahl notiert, jeder Spieler muss also mitrechnen. Die Regeln sind ansonsten die gleichen: 2,37 Meter steht der Spieler von der Scheibe entfernt. Ziel ist es, mit möglichst wenigen Würfen die Anfangspunktzahl auf Null herunterzuspielen. In der C- und B-Liga beträgt diese 301 Punkte. Eine zusätzliche Schwierigkeit: Der letzte Wurf muss in einem der kleinen Doppelfelder landen. Beispiel: Hat ein Spieler die Restpunktzahl 40, muss er die doppelte 20 treffen. In der B-Liga kann eine Runde auch über ein Triple-Feld beendet werden.

Der DC Busenfreunde hofft darauf, in nächster Zeit noch weitere Mitglieder für sich gewinnen zu können. Ein paar neue Gesichter konnten in den vergangenen Wochen schon beim Schnuppertraining begrüßt werden. »Das Interesse ist auf jeden Fall größer geworden«, sagt Brosend. Der WM im »Ally Pally« sei Dank.

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