Im Mühlenkreis fehlen immer mehr Fachtrainer, Kampfrichter und Helfer Leichtathletik am Scheideweg?

Isenstedt (Kru). Befindet sich die Leichtathletik im Kreis Minden-Lübbecke auf dem absteigenden Ast? Fehlende Trainer und Übungsleiter, fehlende Kampfrichter – die Verantwortlichen der Leichtathletik-Kreise Lübbecke und Minden verfielen auf ihrer Kreistagung im Kaiser Dorfkrug in Isenstedt nicht in Schwarzmalerei, sondern zeichneten vielmehr ein Bild, dass die heimische Leichtathletik in wichtigen Bereichen bereits jetzt am Scheideweg sieht. Die Aussagen dazu kamen in erster Linie nicht von den Vorsitzenden der beiden Kreis-Leichtathletik-Ausschüsse, Herta Wiese (Minden) und Michael Weingärtner (Lübbecke), sondern von anerkannten Vertretern der Vereine.

Zusätzlich stellt sich im Stadion Süd in Bad Oeynhausen das Problem, dass die dortigen Zustände, wie sie die Vorsitzende der TG Werste, Barbara White, umschrieb, unhaltbar seien, weil sich dort in den Abend- und Nachtstunden Gruppen treffen würden, die Drogen- und Fäkalienreste hinterließen. Aber auch Whites Verein trifft zusätzlich das Problem fehlender Kampfrichter und Helfer für das Pfingstsportfest.

Allgemein wurde bedauert, dass viele junge Kampfrichter und Fachtrainer nach dem Abitur durch Studium oder beruflichen Wegzug nicht mehr zur Verfügung stünden. Klaus Vogt (SC PoW-Nammen) schlug vor, »dass wegen fehlender Übungsleiter Sportler für die Trainingseinheiten austauschen werden sollten, so wie es Porta und Minden bereits praktizieren würden.« Außerdem müsse versucht werden, Eltern bei Sportfesten intensiver einzubinden.

Das Thema Doping brachte Eckhard Wiens vom SV 1860 Minden auf den Tisch. Er plädierte für den Ausschluss ehemaliger Dopingsünder von allen Wettkämpfen im Kreis Minden-Lübbecke.

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