Fußball-B-Ligist TuS Bad Oeynhausen holt Torjäger vom TuS Lohe Mit Hejlek zum Aufstieg

Bad Oeynhausen (WB). Transfer-Coup in der Winterpause: Fußball-B-Ligist TuS Bad Oeynhausen hat sich mit Torjäger Manuel Hejlek vom Bezirksligisten TuS Lohe verstärkt. Der Stürmer soll den TuSBO zum Titel ballern.

Von Alexander Grohmann
Beim TuS Lohe aufs Abstellgleis geraten: Manuel Hejlek zieht seine Konsequenzen und geht in der Rückrunde für den B-Ligisten TuS Bad Oeynhausen auf Torejagd.
Beim TuS Lohe aufs Abstellgleis geraten: Manuel Hejlek zieht seine Konsequenzen und geht in der Rückrunde für den B-Ligisten TuS Bad Oeynhausen auf Torejagd. Foto: Grohmann

Das Gerücht, dass Hejlek auf der Lohe vor dem Absprung steht, geistert schon seit Wochen durch die heimische Fußballszene. Nun kann Michael Prosser den Wechsel nach finalen Gesprächen zwischen beiden Klubs endgültig als fix vermelden: »Ich bin froh, dass es geklappt hat«, sagt der Trainer des TuS Bad Oeynhausen. Mit dem Top-Transfer verknüpft Prosser zugleich den Titel-Anspruch: »Wenn ich Manu gesagt hätte, dass wir nur Dritter werden wollen, wäre er ­sicher nicht gekommen. Er will mit uns den Aufstieg feiern«, sagt der Coach.

Die Aufstiegskonkurrenz dürfte die Nachricht vom Winterzugang dagegen in Angst und Schrecken versetzen. Punktgleich mit dem FC Holtrup und RW Rehme (alle 34) führt der TuSBO die Liga an. Hejlek könnte im Aufstiegsrennen nun zur Schlüsselfigur werden. »Er hat in seiner Laufbahn eigentlich immer getroffen und fast jede Saison 20 Tore erzielt«, schwärmt Prosser vom neuen Knipser.

In dieser Saison war Hejlek aber noch nicht »on fire«. Auf der Lohe hat der »Lange« nach vielen guten Jahren die Lust verloren. In der Hinrunde geriet der Stürmer beim Bezirksligisten mehr und mehr aufs Abstellgleis und kam in den letzten Partien vor der Winterpause nur noch sporadisch zum Zug. Kein einziger Saisontreffer steht auf seinem Konto – äußerst ungewöhnlich.

Ende 2016 meldet sich Hejlek beim TuS Lohe ab und wagt nun den Neuanfang am Westerfeld: Im TuSBO-Dress will er 2017 wieder ganz der Alte werden. Dass Hejlek zu haben ist, war Michael Prosser nicht entgangen. »Ich kenne Manu über den Fußball schon ganz lange«, stimmt nicht nur zwischen dem TuSBO-Coach und dem Neuzugang die Chemie. Eine große Eingewöhnungszeit erwartet Hejlek beim B-Ligisten nicht. »Er kennt fast jeden aus der Mannschaft«, sagt Prosser, der zuletzt aber noch einmal um den Stürmer zittern musste. Der Grund: Die Ablöse-Gespräche zwischen den Vereinen zogen sich in die Länge. »Dass Lohe Manuel nicht einfach so gehen lässt, ist ja völlig normal. Es waren aber gute Gespräche. Wir haben ohnehin einen guten Draht zum TuS Lohe«, sagt der Coach, der nun mit Hejlek planen kann.

In der Vorbereitung wird nun daran gearbeitet, den Neuzugang einzubauen. »Wir müssen das als Mannschaft umsetzen«, so Prosser, der mit Johann Janzen auch den aktuell erfolgreichsten Torschützen der Süd-Staffel (17 Treffer) in seinen Reihen hat. Zusammen mit Hejlek könnte Janzen nun den Paradesturm der Kreisliga B bilden. Im ersten Testspiel des TuS Bad Oeynhausen war Hejlek gestern noch nicht einsatzberechtigt. Im Stadion an der Mindener Straße wäre er sonst auf Ex-Team TuS Lohe getroffen . . .

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