SV Eidinghausen-Werste: Trainer glaubt an eine erfolfgreiche Rückrunde seiner Mannschaft Jörg Rodewald bleibt gelassen

Bad Oeynhausen (WB). Auch nach der 1:4-Niederlage in Steinhagen steht Fußball-Landesligist SV Eidinghausen-Werste weiterhin auf einem Nichtabstiegsplatz. Obwohl Konkurrent RW Kirchlengern die SVEW mit einem Sieg im Nachholspiel in die rote Zone schieben kann, bleibt Werstes Trainer Jörg Rodewald aber ganz gelassen.

Von Florian Weyand
Werstes Trainer Jörg Rodewald ist schon lange im Geschäft. Der Coach ist sicher, dass sein Team nach der Winterpause eine starke Rückrunde spielen wird.
Werstes Trainer Jörg Rodewald ist schon lange im Geschäft. Der Coach ist sicher, dass sein Team nach der Winterpause eine starke Rückrunde spielen wird. Foto: Florian Weyand

Der Coach, der mit Preußen Espelkamp schon in der Landesliga gearbeitet hat, setzt in schwierigen Zeiten auf seine Trainererfahrung. »Es ist bei meinen Mannschaften fast immer so gewesen, dass wir in der Rückrunde noch einmal zulegen konnten«, sagt der Coach. Den besten Beweis dafür lieferten die Werster in der Vorsaison. Zum Ende der Hinrunde lag die SVEW mit sechs Punkten Rückstand auf Spitzenreiter TuS Jöllenbeck nur auf dem vierten Tabellenplatz. In der Rückrunde sammelten die Werster stolze 40 Punkte holten sich am Ende den Titel – und damit den zweiten Aufstieg in Folge.

Dass in der Landesliga ein anderer Fußball gespielt wird als in der Bezirksliga ist dem Trainer bewusst. Jeder Fehler wird eiskalt bestraft. Das hat auch das Spiel in Steinhagen gezeigt. Lange Zeit spielen die Werster mit den Gastgebern auf Augenhöhe, kommen nach dem Gegentor von Sebastian Herrmann durch Andreas Vidovic sogar zum 1:1-Ausgleich. Dann machen zehn starke Minuten der Spielvereinigung am Ende aber den Unterschied aus. »Wir hatten nach dem Gegentor zum 1:1 unsere beste Phase, da konnten wir noch mal anziehen«, erklärt Steinhagens Trainer Daniel Keller. Jörg Rodewald hat den Grund für die kollektive Tiefschlafphase nach dem Spiel bereits gefunden. »In diesen entscheidenden Momenten waren wir einfach zu unkonzentriert«, sagt der Trainer.

In Steinhagen fehlt der SVEW aber auch das nötige Glück. Wer weiß, wie das Spiel ausgeht, wenn der Abschluss von Toni Islamaj vor dem 1:1-Ausgleich ins Tor geht und nicht an den Pfosten fliegt. »Wir müssen uns vielleicht noch mehr in die Liga reinarbeiten. Dann haben wir auch mal das Glück auf unserer Seite«, sagt Rodewald.
Taktisch agiert die SVEW im Cronsbachstadion mit einer offensiven Variante. Jörg Rodewald schickt mit Andreas Vidovic und Marcos Brandao Bello zwei Stürmer auf den Platz. »Wir wussten, dass Steinhagen vorn gut, aber hinten sehr anfällig ist. Daher wollten wir sie unter Druck setzen«, begründet der Trainer seine Umstellung. Zumindest bis zum 1:1 durch Andreas Vidovic (50.) geht die Taktik auf. »Das hat gut funktioniert. Zwar hat Steinhagen vorn Topleute, aber viele Chancen haben sie sich bis dahin nicht herausgespielt«, sagt Rodewald. Dann bringt sich seine Mannschaft durch Unkonzentriertheiten und leichtsinnige Fehler im Spielaufbau um mögliche Punkte. »Die Gegentore entstanden alle durch Fehler in der Vorwärtsbewegung«, sagt Rodewald.

Das letzte Spiel der Hinrunde tragen die Werster am Sonntag gegen die TSG Harsewinkel aus. Die Gäste liegen mit sechs Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz und können nach der katastrophalen Hinrunde wohl schon für die Bezirksliga planen. Eine Woche später, dann bereits am Samstag, trägt die SVEW die erste Partie der Rückrunde aus. Dann reist der TuS Tengern zum Derby an die Werster Pappeln. Ein Spiel, in dem die Werster sich Pleite beim Saisonauftakt revanchieren möchten.

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