Werster Fußballer werden die 0:8-Pleite in Münster lange in Erinnerung behalten Selfie mit den Preußen-Fans

Münster (WB). Diese 0:8-Niederlage werden die Landesliga-Fußballer der SV Eidinghausen-Werste so schnell nicht vergessen. Nach der Pokalpleite bei Drittligist Preußen Münster stellen sich einige Spieler vor den Ultras in der Fankurve auf und machen ein Selfie. Dafür werden die SVEW-Kicker von den Gastgebern sogar gefeiert.

Von Florian Weyand
Posieren vor dem Smartphone von Ali Ibrahim vor der Fankurve von Preußen Münster für ein Erinnerungsfoto: Die Werster Fußballer: (von links) Shindar Mohammad, Matthias Warnow, Axel Benus, Alkan Görler, Hassan Mawassi und Tim Ruhland.
Posieren vor dem Smartphone von Ali Ibrahim vor der Fankurve von Preußen Münster für ein Erinnerungsfoto: Die Werster Fußballer: (von links) Shindar Mohammad, Matthias Warnow, Axel Benus, Alkan Görler, Hassan Mawassi und Tim Ruhland. Foto: Florian Weyand

»Die Stimmung war einfach phantastisch, die Atmosphäre im Stadion war super«, sagt Shindar Mohammad. Gemeinsam mit Matthias Warnow, Axel Benus, Maxi Appels, Alkan Görler, Hassan Mawassi und Tim Ruhland posiert er für ein Erinnerungsfoto im Stadion. Das ist mit etwa 1500 Zuschauern für ein Westfalenpokalspiel gut gefüllt. Ansonsten wird die 1000er-Marke bei Partien dieser Art selten geknackt, sagen Preußen-Insider.

Dass bei den Werstern Gänsehautgefühl aufkommt, dafür sorgen die Münsteraner Fans, die teilweise mit freiem Oberkörper auf der Stehplatztribüne stehen und lautstark ihre Mannschaft unterstützen. Über 90 Minuten erklingt der musikalische Dauersupport aus der Fankurve. Man könnte meinen, als Gegner steht nicht die SVEW, sondern Erzfeind Arminia Bielefeld auf dem Rasen.

Ärgerlich: Gegen Mitte der zweiten Halbzeit zünden einige Fans Pyrotechnik. Neben grünen und roten Lichtern steigt auch Rauch aus der Kurve auf. Einen Teil der Einnahmen dürften die Münsteraner wohl als Strafe an den Verband abgeben.

Spielerisch wächst mit Axel Benus der Torwart der Werster über sich hinaus. Der Keeper bekommt nach der Partie ein Sonderlob von seinen Mitspielern. Schließlich sorgt Benus mit seinem mutig Einsatz und starken Paraden dafür, dass die SVEW nicht zweistellig verliert. Der Torwart ärgert sich nach dem Spiel besonders über die Art der Gegentore.

»Die ersten drei Treffer hätten wir auch gegen Mannschaften aus einer unteren Liga bekommen. Da haben wir uns doof angestellt. Das darf einfach nicht sein«, sagt der junge Schlussmann.

Pechvogel des Abends ist Andreas Vidovic. Der Angreifer muss zur Pause verletzt raus. »Ich bin in der ersten Szene des Spiels mit Maxi Appels zusammengestoßen. Da hat er mein Knie getroffen. Ich habe noch auf die Zähne gebissen, aber die Meisterschaft ist wichtiger. Daher musste ich vom Platz«, sagt der torgefährliche Stürmer, der heute am Knie untersucht wird. Laut einer ersten Diagnose ist der Meniskus betroffen. Vidovic droht eine lange Pause.

Nach den Erinnerungsfotos im Stadion lassen die Werster ihr Spiel des Jahres dann in der Heimat ausklingen. »Wir haben in Bad Oeynhausen noch gemeinsam gegessen und etwas getrunken«, sagt Shindar Mohammad. Übertrieben haben die Werster es aber nicht. Schließlich steht am Samstag schon der Landesliga-Start beim TuS Tengern an. Holt die SVEW den ersten Landesliga-Sieg – Erinnerungsfotos dürften dann auch in Tengern gemacht werden.

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