Fußball: SV Eidinghausen-Werste verliert mit 0:8 in Münster und scheidet aus dem Westfalenpokal aus Preußen schlagen früh zu

Münster (WB). In der 55. Minute hat Preußen-Keeper Niklas Lomb Zeit, den zu spät gekommenen Fans auf der Stehplatztribüne den Zwischenstand zuzurufen. Da führt Drittligist Münster gegen die SV Eidinghausen-Werste aus der Landesliga bereits deutlich mit 5:0. Am Ende schießt der Favorit einen 8:0-Sieg heraus und zieht in die zweite Runde des Fußball-Westfalenpokals ein.

Von Florian Weyand
Tim Ruhland (links) im Kopfballduell mit seinem Gegenspieler Philipp Hoffmann vom   Drittligisten Preußen Münster. Für den Landesligisten SV Eidinghausen-Werste gab es am Freitagabend erwartungsgemäß im Preußenstadion nichts zu bestellen. Am Ende stand eine deutliche 0:8-Niederlage.
Tim Ruhland (links) im Kopfballduell mit seinem Gegenspieler Philipp Hoffmann vom Drittligisten Preußen Münster. Für den Landesligisten SV Eidinghausen-Werste gab es am Freitagabend erwartungsgemäß im Preußenstadion nichts zu bestellen. Am Ende stand eine deutliche 0:8-Niederlage. Foto: Florian Weyand

Die Werster sind nach der hohen Niederlage im Preußenstadion dennoch zufrieden. »Ein eigenes Tor und zwei oder drei Gegentore weniger wären aber schon schön gewesen«, sagt SVEW-Angreifer Shindar Mohammad.

Die Landesliga-Fußballer agieren bemüht, sind vor 1452 Zuschauern aber in allen Belangen unterlegen. »Man hat gesehen, dass Münster es ernst gemeint hat. Auch der Trainer hat die Mannschaft immer wieder nach vorn gepeitscht«, sagt Mohammad.

Zu viel Respekt vor dem Gegner

Nach 13 Minuten haben die Werster alle Chancen auf ein Erfolgserlebnis aber bereits verspielt. Rogier Krohne (11./13.), niederländischer Stürmer mit Gardemaß (1,93 Meter), ist zweimal zur Stelle und schießt die 2:0-Führung heraus. »In dieser Phase hätten wir hinten kompakter stehen müssen. Vielleicht hatten wir auch einfach zu viel Respekt vor dem Gegner«, sagt Trainer Jörg Rodewald.

Zwar agiert der Coach mit drei defensiven Mittelfeldspielern vor der Abwehr, doch die Lücken in der Defensive sind einfach zu groß. Mit ihrem schnellen Kombinationsfußball haben die Münsteraner leichtes Spiel. »Die ziehen einmal an und sind mit ihren zwei Kontakten dann sofort weg«, sagt Tim Ruhland, der neben Maxi Appels und Johannes Flachmeier auf der »Dreiersechs« spielt.

Spiel schon vor der Pause entschieden

Bis zur Pause schießen Abdenour Amachaibou (19./40) und Mehmet Kara (29.) die 5:0-Führung heraus. Das Spiel ist entschieden. Im zweiten Durchgang sind die Preußen noch lange nicht satt. Angetrieben von den Fans, die über 90 Minuten ihre Mannschaft lautstark unterstützen, legen Kara (47.), Björn Kopplin (49.) und Marco Pischorn (70.) nach. »Wir wollten unter zehn Toren bleiben. Das haben wir im Vorfeld gesagt. Daher ist das Ergebnis in Ordnung«, sagt Jörg Rodewald.

Beinahe hätte es bei den Werstern sogar mit einem Tor geklappt Tim Ruhland kommt in jeder Halbzeit einmal frei zum Abschluss, hat die beiden dicksten Gelegenheiten der SVEW auf dem Fuß. »Beim zweiten Schuss hätte ich noch ein bisschen gehen können. Aber da hat mir einfach die Kraft gefehlt«, sagt der Mittelfeldspieler. Niklas Lomb, der zuvor die Fans noch mit dem Zwischenergebnis versorgt, reagiert glänzend und macht die Werster Hoffnungen auf einen Treffer zunichte.

Statistik

SC Preußen Münster: Lomb – Kopllin (63. Tritz), Pischorn, Heitmeier, Müller, Kara, Laprevotte, Bischoff, Hoffmann (63. Schwarz), Krohne (63. Özkara), Amachaibou

SV Eidinghausen-Werste: Benus –  Albert (74. Urban), Flachmeier, P. Rodewald, Appels, Mohammad, Ruhland, Warnow, Selvi (46. J. Rodewald), Vidovic (46. Serrone), Görler

Tore: 1:0 Krohne (11.), 2:0 Krohne (13.), 3:0 Amachaibou (19.), 4:0 Kara (29.), 5:0 Amachaibou (40.), 6:0 Kara (47.), 7:0 Kopplin (49.), 8:0 Pischorn (70).

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