Ehemaliger FCO-Mittelfeldspieler dabei Spitzensportler kommen zum Racketlon-Turnier nach Löhne

Löhne (WB). Im Mittelfeld des Fußball-Landesligisten FC Bad Oeynhausen zog David Mespe viele Jahre die Fäden. Nun wagte sich der ehemalige Kicker auf neues Terrain. Der 37-Jährige startete beim 1. Racketlon-Turnier im Löhner Kaiser-Center – und zeigte in vier Sportarten sein Können.

Von Florian Weyand
Tischtennisschläger statt Fußball: Ex-FCO-Fußballer David Mespe hat abeim Racketlon-Turnier in Löhne aufgeschlagen. Der ehemalige Mittelfeldspieler belegte den elften Platz.
Tischtennisschläger statt Fußball: Ex-FCO-Fußballer David Mespe hat abeim Racketlon-Turnier in Löhne aufgeschlagen. Der ehemalige Mittelfeldspieler belegte den elften Platz. Foto: Florian Weyand

Probleme im Sprunggelenk haben den Mittelfeldspieler zu einer längeren Fußballpause verdonnert. Im Sommer 2014 hängte er die Fußballschuhe dann endgültig an den Nagel, doch dem Sport blieb Mespe treu. Anstatt zum Fußballball greift der Physiotherapeut, der in Porta Westfalica lebt und eine eigene Praxis betreibt, nun zum Schläger. Seit mehreren Jahren spielt der Ex-Kicker Badminton und schlägt auch regelmäßig für Mannschaften vom BTW Bünde auf.

Klar, dass er sich im Vorfeld des Racketlon-Turniers gerade beim Spiel mit dem Federball viele Punkte ausrechnet. Auch im Tennis sieht sich der 37-Jährige nicht chancenlos. »Ich war ein sportliches Straßenkind. Damals haben wir alles gespielt, was mit dem Ball zu tun hatte – auch Tennis«, sagt Mespe, der häufig gemeinsam mit seiner Tochter auf dem Court steht. Squash und Tischtennis sind nicht das Ding des ehemaligen FCO-Fußballers, der im ersten Match der Herren-C-Konkurrenz ausgerechnet gegen den späteren Sieger Alexander Rupprath (Racketlon Team Minden-Lübbecke) antreten muss.

Immerhin: Badminton und die Angst-Disziplin Squash kann Mespe für sich entscheiden. Im Tischtennis und im Tennis unterliegt er seinem Gegenüber aber deutlich. Der 37-Jährige muss in die Trostrunde, wo er Jascha Bennecke aus dem Weg räumt – und dabei aufgrund des großen Vorsprungs zum Tennis gar nicht mehr antreten muss. Im letzten Match des Tages unterliegt Mespe dem Vlothoer Tischtennis-Ass Fabian Strohschein und darf sich am Ende über einen elften Platz freuen.

Spitzensportler zu Gast

Neben den Hobbyspielern geht in Löhne auch die Elite an den Start. Bis auf Hamburgs Nationalspieler Christian Wiessner sind die gesamten Racketlon-Spitzensportler aus Westfalen und Norddeutschland im Kaiser-Center versammelt. Bei den Damen sichert sich Ex-Weltmeisterin Julia Knake (RT Minden-Lübbecke) mit 66:50 gegen Lisa Seidensticker (Hannover Racketlon-Verein) den Titel. Knakes Vereinskollegin Ina Gehlenborg aus Bad Oeynhausen belegt den dritten Platz.

Mehrere aussichtsreiche Kandidaten gibt es im Vorfeld auf den ersten Platz in der Herren-A-Klasse. Im Finale siegt Mitfavorit Thorsten Lentfer (Racket-Rebells Bremen/Hamburg) deutlich gegen Oliver Grau (RT Minden-Lübbecke) 60:44 (21:6, 13:21, 21:11, 5:6). »Er gehört zur deutschen Spitzenklasse«, sagt Julia Knake. Pech hat Achim Berkemeier, der ebenfalls für Minden-Lübbecke in der 1. Racketlon-Bundesliga im Einsatz ist. Im Viertelfinale unterliegt er hauchdünn Ex-Nationalspieler Lars Bosselmann (Bremen/Hamburg) mit 69:70 (21:6, 10:21, 24:22, 14:21)

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