SSV Dringenberg in der Relegation zur 2. Bundesliga West auf Platz sieben Burgschützen fehlt nötige Ruhe

Dringenberg (WB). Sie kennen den Stand im Landesleistungszentrum des Westfälischen Schützenbundes in Dortmund. Dennoch hat bei einigen Luftpistolenschützen des SSV Dringenberg in der Relegation zur 2. Bundesliga West die nötige Ruhe gefehlt. Wie bereits kurz berichtet, sind sie am vergangenen Sonntag Siebter von sieben Mannschaften geworden.

Von Günter Sarrazin
Stephan Zitzmann (rechts/731 Ringe) und Jens Rengel (727) haben in Dortmund die besten Ergebnisse für Dringenberg erzielt.
Stephan Zitzmann (rechts/731 Ringe) und Jens Rengel (727) haben in Dortmund die besten Ergebnisse für Dringenberg erzielt.

Favoriten auf den Aufstieg waren andere, falsche Hoffnungen hatten sich die SSVer nicht gemacht. Ein Platz im Mittelfeld der qualifizierten Vereine war das Ziel des Westfalenliga-Vizemeisters. Mit 3602 Ringen hat er es klar verfehlt. Zum Vergleich: der Viertplatzierte, der SSV Großenhausen, schoss 3649 Ringe, der Fünfte SSG Schmallenberg 3640. Der Sieger, der SV Klein-Welzheim, dominierte die Konkurrenz mit 3716 Ringen. »Mit dem hohen Durchschnittsniveau des Erstplatzierten, des Zweiten Bad Godesberg und des Dritten St. Sebastian Gering konnten wir nicht mithalten«, sagt Wolfgang Mönnikes.

Nachdem Oliver Flemming-Schmidt am Abend vor dem Aufstiegswettkampf krankheitsbedingt absagen musste, schossen die Burgschützen in Dortmund im ersten Durchgang mit Stephan Zitzmann, Jens Rengel, Sven Verse, Alexander Ferber und Wolfgang Mönnikes. Die eingangs angesprochene fehlende ruhige Hand bei einigen Akteuren sorgte für einen schwierigen Start. Im zweiten Durchgang trat André Beine für Alexander Ferber an. »André war zwar auch nicht ganz fit, wir wollten aber allen Stammschützen unseres Teams die Möglichkeit geben, in der Aufstiegsrelegation zum Einsatz zu kommen«, erklärt Mönnikes den im Vorfeld abgesprochenen Wechsel.

Nach dem Wettkampf ist bekanntlich vor dem Wettkampf. Und so blicken die SSVer schon wieder voraus. »Um bei uns ähnliche Bedingungen wie bei den Westfalenliga-Wettkämpfen zu haben, wollen wir die vorhandenen vier Stände im ehemaligen Wirtschaftsgebäude der Burg Dringenberg auf eine elektronische Schießanlage umstellen. Das Investitionsvolumen wird zwischen 12.500 und 14.000 Euro liegen, wobei sich die Stadt Bad Driburg – wie auch bei anderen Sportstätten – mit einer prozentualen Förderung an den Kosten beteiligen wird«, berichtet Mönnikes. Aktuell laufen die Verhandlungen mit einem in die engere Auswahl gekommenen Anbieter. »Von ihm haben wir, ebenso wie von anderen Anbietern, bereits eine Probeanlage auf unserem Schießstand getestet«, führt er im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT aus. Der verbleibende Eigenanteil sei für den kleinen Verein mit 80 Mitgliedern »immer noch eine große, aber vor allem zukunftsorientierte Investition«. In Form einer integrierten Lichtschießanlage sollen auch die Bedingungen für Kinder und Jugendliche verbessert werden. Um das Projekt realisieren zu können, hoffen die Burgschützen auch auf die Unterstützung von Sponsoren.

Die dritte Teilnahme an der Relegation zur 2. Bundesliga West war ein Erfolg für den SSV Dringenberg. »Der Aufstiegswettkampf ist immer noch etwas Besonderes«, sagt Wolfgang Mönnikes. Das bewährte Team will in der nächsten Saison in der Westfalenliga wieder angreifen.

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