52. Desenberg-Tischtennis-Turnier des TTV GW Daseburg Starke Rückkehrer

Warburg (WB). »Wenn mir vorher jemand gesagt hätte, dass ich ins Endspiel komme, hätte ich es nicht geglaubt«, sagt Markus Diederich. Der aus Erfurt angereiste frühere Spieler des TTV Warburg und der TTG Ikenhausen sorgte beim 52. Desenberg-Tischtennis-Turnier ebenso wie der Ex-Bühner Mathias Höxtermann, der für Köln-Porz spielt, für eine kleine Überraschung.

Von Günter Sarrazin
Aufschlag im Doppel-Finale der Herren C: Der frühere Bühner und Borgentreicher Spieler Mathias Höxtermann (TTC Rot-Gold Köln-Porz/am Ball) und Markus Klare (1. FC Bühne) erkämpften nach einem 1:2-Satzrückstand mit 3:2 den Turniersieg. Im Einzel-Endspiel fehlte Höxtermann (52) gegen einen 30 Jahre jüngeren Kontrahenten am Ende die Kraft zum zweiten Erfolg.
Aufschlag im Doppel-Finale der Herren C: Der frühere Bühner und Borgentreicher Spieler Mathias Höxtermann (TTC Rot-Gold Köln-Porz/am Ball) und Markus Klare (1. FC Bühne) erkämpften nach einem 1:2-Satzrückstand mit 3:2 den Turniersieg. Im Einzel-Endspiel fehlte Höxtermann (52) gegen einen 30 Jahre jüngeren Kontrahenten am Ende die Kraft zum zweiten Erfolg. Foto: Günter Sarrazin

Beide hatten mehr als zehn Jahre nicht am Turnier des TTV Grün-Weiß Daseburg teilgenommen. Beide können mit ihrem Comeback in der Warburger Dreifachturnhalle zufrieden sein. Markus Diederich wurde Zweiter im Einzel der Herren A, Mathias Höxtermann belegte bei den Herren C Rang eins im Doppel und Platz zwei im Einzel. Insgesamt waren es am Samstag 130 Teilnehmer.

Herren C

In dem mit 36 Spielern am stärksten besetzten Wettbewerb der Herren C zeigte Mathias Höxtermann alte Klasse. Der 52-Jährige, der in der Jugend sowie zwei Jahre bei den Herren in seinem Heimatverein 1. FC Bühne gespielt hat und anschließend mit dem TTC Borgentreich in der Landesliga aufschlug, zog im Doppel mit Markus Klare (1. FC Bühne) ins Endspiel ein. Gegen Stefan Klüppel (TuS Bad Driburg) und Gerrit Wiebe (TSV Schloß Neuhaus) erkämpften sie in dieser Partie nach einem 1:2-

Satzrückstand einen 3:2-Sieg. Dabei ließen sie sich auch von einem 5:9-Zwischenstand im vierten Satz nicht stoppen. Diesen drehten sie in einen 11:6-Erfolg um. Nach dem Punkt zum 11:7 im fünften Satz reckte Höxtermann kurz die Siegerfaust in die Höhe. Dann klatschten er und Klare ab. »Mathias hat eine ziemlich gefährliche Vorhand mit Spin«, sagte der 19-Jährige und berichtete, dass die beiden am Vorabend im Training für das Doppel geübt haben. »Da hat es schon ganz gut geklappt«, merkte Markus Klare an.

Im anschließenden Einzel-Finale fehlte Mathias Höxtermann, der zuvor zehn Spiele absolviert hatte, am Ende die Kraft zum zweiten Turniersieg. Mit 11:5 und 11:7 gewann er die ersten beiden Sätze, danach behielt der 30 Jahre jüngere Gerrit Wiebe mit 10:6, 10:7 und 11:7 die Oberhand. »Das ist mein erster Turniersieg beim Desenberg-Turnier«, freute sich der Bezirksklassen-Spieler.

Herren A

Markus Diederich, der mit dem Bischlebener SV an der Tabellenspitze der Verbandsliga Thüringen steht, ließ bei den Herren A im Halbfinale aufhorchen. Der ehemalige Pressewart des früheren Tischtenniskreises Warburg war als Zweiter seiner Vorrundengruppe mit 2:1-Siegen weitergekommen und behielt gegen NRW-Liga-Spieler Till Hübner (SV Brackwede) mit 3:1-Sätzen die Oberhand. »Ich habe gedacht, dass ich die Vorrunde spiele und gut«, zeigte sich Diederich erfreut, dass es besser gelaufen ist als erwartet.

»Jetzt bin ich doch nicht im Finale. Ich habe es zu locker genommen. Markus Diederich hat das aber auch gut gemacht«, sagte der Steinheimer Hübner, der in der Vorrunde dreimal 3:0 gewonnen hatte – unter anderem gegen Mennes Michael Koch. Mit diesem Ergebnis behauptete sich Boris Sittig (SV Menne) im Endspiel zweier Linkshänder gegen Diederich. »Er lag mir halt. Ich hatte immer eine bessere Antwort und er hat zu viele Fehler gemacht«, erklärte Sittig, der Diederich auch in der Gruppe 3:0 besiegt hatte.

Im Doppel-Endspiel führten Till Hübner und Patrick Dirks (TTS Detmold) nach drei Sätzen mit 2:1. Eine Überraschung gelang den beiden aber nicht. Das eingespielte Menner Spitzendoppel Sittig/Koch glich mit 11:8 zum 2:2 aus und dominierte im Entscheidungssatz mit 11:5. Danach lächelten die beiden Landesliga-Spieler und klatschten sich ab. Auch Hübner und Dirks konnten mit ihrer Leistung zufrieden sein. »Dafür, dass wir vorher nie zusammengespielt haben, ist es schon okay«, sagte Hübner, der sich ein paar Spiele mehr gewünscht hätte. Insgesamt waren bei den Herren A jedoch nur acht Akteure am Start. Das waren vier weniger als im Vorjahr. Auch die Zuschauer hätten gern eine stärkeres Feld, zum Beispiel mit Vorjahressieger Marco Hilgenberg vom Oberligisten SVH Kassel, gesehen.

Damen A

»Daseburgerinnen unter sich« hieß es im Doppel- und im Einzel-Endspiel der Damen A, bei denen elf Akteurinnen am Start waren (drei mehr als 2017). Im Vereinsduell der versuchsweise neu formierten Paare siegten Linda Müller/Gaby Daly im fünften Satz knapp mit 11:9 gegen ihre Teamkolleginnen Anna-Lena Kraemer und Celine Dierkes. Die vorletzte Partie des Tages war ebenso wie das anschließende Einzel-Finale hart umkämpft. Hier ging Linda Müller gegen Anna-Lena Kraemer mit 1:0- und 2:1-Sätzen in Führung. Kraemer glich jeweils aus. Im Entscheidungssatz führte sie mit 10:6, dann verkürzte Müller und punktete zum 10:10. In der Verlängerung hatte sie mit 13:11 das glücklichere Ende für sich und trat bei ihrem ersten Damen A-Einzelsieg beim Desenberg-Turnier die Nachfolge der Regionalligaspielerin Kristin König an. Müller hatte im Halbfinale mit 3:1 gegen Maike Stroop (SV Menne) gewonnen, Kraemer hatte sich mit 3:2 gegen Celine Dierkes behauptet. Der fünfte Satz endete 17:15.

Damen C

Im Vorjahr ist diese Turnierklasse ausgefallen, diesmal gab es drei Teilnehmerinnen. Marianne Pommerenke (TTV GW Daseburg) besiegte Elke Diederich (Bischlebener SV) mit 3:2-Sätzen und Johanna Engel (TSV Ehringen) mit 3:1. Damit stand sie bei der Siegerehrung ganz oben auf dem Treppchen. Diederich wurde Zweite.

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