Fußball-Bezirksligist FC Peckelsheim/E/L startet mit neuem Coach »Ansprüche sind gestiegen«

Peckelsheim (WB). Mit dem vierten Tabellenplatz in der Endabrechnung der vergangenen Saison in der Fußball-Bezirksliga hat der FC Peckelsheim-Eissen-Löwen für eine faustdicke Überraschung gesorgt. Jetzt gilt es diese starke Saison zu bestätigen.

Von Fabian Fisseler
Manfred Tournier (Mitte) ist der neue Trainer des FC Peckelsheim/Eissen/Löwen. Daniel Peine (links) kommt von der SG Desenberg, Marek Vogt (rechts) und Christopher Wendehals (fehlt auf dem Foto) rücken aus der eigenen Reserve nach.
Manfred Tournier (Mitte) ist der neue Trainer des FC Peckelsheim/Eissen/Löwen. Daniel Peine (links) kommt von der SG Desenberg, Marek Vogt (rechts) und Christopher Wendehals (fehlt auf dem Foto) rücken aus der eigenen Reserve nach. Foto: Fabian Fisseler

Inzwischen wurde das Training wieder aufgenommen. Torjäger Pascal Knoke und Kollegen haben bereits zwei deutliche Testspielerfolge eingefahren.

Manfred Tournier, der den Erfolgstrainer Bernward Rex abgelöst hatte, terminierte den Trainingsauftakt auf den 1. Juli. Dass die Trainingsarbeit Früchte trägt, zeigten die Fusionierten bei den Testspielsiegen gegen Borgentreich (7:0) und Altenbeken (6:2). Besonders freute sich der neue Übungsleiter darüber, dass mit dem Torjägern Pascal Knoke und Florian Schindler zwei Erfolgsgaranten der Vorsaison schon jeweils vier Tore erzielt haben. Jonas Riepe und Daniel Peine haben mit zwei Treffern ihre Ambitionen auf einen Stammplatz in der Offensivabteilung untermauert. Daniel Peine ist der einzige externe Neuzugang des FC P-E-L und wechselt vom A-Liga-Absteiger SG Blau-Weiß Desenberg zum Bezirksligisten. Nach Ansicht seines neuen Trainers wird er »keine Probleme haben, sich zu behaupten.« Manfred Tournier schätzt besonders die Schnelligkeit und den Zug zum Tor seines neuen Offensivakteurs.

Mit Christopher Wendehals und Marek Vogt rücken zwei Spieler dauerhaft aus der Reserve in den Kader der Ersten auf. Beide Talente haben in der vergangenen Bezirksliga-Saison bereits erste Erfahrungen gesammelt. Diese gilt es nun auszubauen.

Die Rot-Weißen peilen in der kommenden Saison einen einstelligen Tabellenplatz an. »Die Ansprüche sind gestiegen. Wir müssen lernen, mit diesem Druck umzugehen«, sieht sich Manfred Tournier auch psychologisch gefordert, zumal seiner Elf ein richtiger Routinier fehlt. Zwischen 18 und 25 Jahren sind die Akteure im Peckelsheimer Kader alt. Darin sieht der ehemalige Landesliga-Fußballer Manfred Tournier aber nicht nur Nachteile: »Jungen Spielern fällt das Konditionstraining häufig leichter.« Deshalb liegt der Trainingsschwerpunkt derzeit auch eher auf dem Passspiel. Gegen Ende der Saisonvorbereitung möchte Manfred Tournier auch noch Spielzüge einüben.

Nicht mehr im Kader stehen Jan Müller und Lars Hoppe. Beide sind zu ihrem Heimatverein SV Bonenburg gewechselt. Besonders bedauert Manfred Tournier den Abgang von Marvin Nolte ins hessische Zierenberg. Mit dem Mittelfeldmann hätte er »gerne zusammengearbeitet«.

In der ersten Runde des Kreispokals spielt Peckelsheim gegen die Warburger Sportfreunde 08. »Dieses Spiel wird eine echte Standortbestimmung für uns werden«, blickt Übungsleiter Tournier voraus. »Mein Vorgänger Bernward Rex wünscht sich sehr, dass wir ins Endspiel kommen«, verrät Manfred Tournier gegenüber dem Westfalen-Blatt. Obwohl er nichts gegen einen Finaleinzug hätte, versucht Manfred Tournier den Kreispokal eher als Zubrot zum Ligaalltag zu betrachten.

Bereits am 20. Juli steht ein weiterer Härtetest gegen den Landesliga-Aufsteiger Brakel an. »Dann wird sich unsere Defensive beweisen müssen«, erhofft sich Tournier wesentliche Erkenntnisse aus dieser Begegnung. Ob bis dahin Thomas Rex, der gegen Borgentreich verletzt ausgewechselt werden musste, zur Verfügung steht, ist ungewiss. Die erste Diagnose lautete Meniskusreizung und Innenbandzerrung. Weitere Untersuchungen folgen. »Diese Verletzung ist natürlich ein Aderlass für die gesamte Vorbereitung«, hadert der Coach.

Von einer fast eineinhalbjährigen Verletzungspause kehrt Verteidiger Jonas Künnecke zurück. Er hatte zuletzt individuell trainiert und stößt in den kommenden Wochen zum Kader.

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