Lebenshilfe-Sportler bei Special Olympics erfolgreich Ein kompletter Medaillensatz

Hannover/Peckelsheim(WB). Gold, Silber und Bronze holten die Sportler der Lebenshilfe Brakel bei den Special Olympics in Hannover. 4800 Athleten waren in 18 verschiedenen Sportarten dabei. 25000 Zuschauer zogen diese Olympischen Spiele für geistig Behinderte in ihren Bann.

Von Astrid E. Hoffmann
Die Sieger und Platzierten der Special Olympics aus der Lebenshilfe Wohngruppe Peckelsheim präsentierten stolz ihre Medaillen, die sie aus Hannover mitgebracht haben (hinten von links): Leichtathletik Headcoach Sebastian Krull, das Unified-Duo Manuela Hartinger und Marion Rissel, die Boccia- Spieler Adolf Köring, Heike Jochheim, der Leichtathlet Jörg Orth, Boccia-Spieler Peter Fonrobert, Ralf Kleine und Heilpädagogin Sieglinde Tabaka sowie vorne von links Uschi Neudeck und Silvia Schwill.
Die Sieger und Platzierten der Special Olympics aus der Lebenshilfe Wohngruppe Peckelsheim präsentierten stolz ihre Medaillen, die sie aus Hannover mitgebracht haben (hinten von links): Leichtathletik Headcoach Sebastian Krull, das Unified-Duo Manuela Hartinger und Marion Rissel, die Boccia- Spieler Adolf Köring, Heike Jochheim, der Leichtathlet Jörg Orth, Boccia-Spieler Peter Fonrobert, Ralf Kleine und Heilpädagogin Sieglinde Tabaka sowie vorne von links Uschi Neudeck und Silvia Schwill. Foto: Astrid E. Hoffmann

Die Lebenshilfe Brakel stellte ein Fußballteam, eine Boccia-Mannschaft und mit Jörg Orth ging auch ein Leichtathlet an den Start. Wie es sich für Olympische Spiele gehört, gab es am ersten Turniertag die offizielle Eröffnungsfeier. Der Fußballspieler Per Mertesacker fungierte als Schirmherr. Daniela Schadt, die Lebenspartnerin des Bundespräsidenten Joachim Gauck, hielt die Eröffnungsansprache und der Zehnkämpfer Frank Busemann trug die Fahne in die TUI-Arena.

»Das war alles großartig gemacht. Das Feuer wurde entzündet und die Hymne gespielt«, sagte die Heilpädagogin Sieglinde Tabaka. Inklusion ist das Thema dieser Spiele. So waren 351 Menschen ohne Behinderung als sogenannte Unified-Sportler dabei. Das Lebenshilfe-Fußballteam war ein gemischtes, also ein Unified-Team. Beim Boccia traten die Unifieds als Doppel an.

In Hannover mussten sich 24 Fußballteams für die vier Gruppen qualifizieren. Das Lebenshilfe-Team, deren Headcoach Jochen Velner war, kam mit einer Niederlage, einem Remis und drei Siegen weiter. In der Gruppe wurde dann nach dem System Jeder-gegen-Jeden gespielt. Zum Schluss hieß es Rang zwei und damit Silber für Heinz Meyer, Hubertus Roschinsky, Dirk Vogler, Bernd Horstmann, Johann Kranz, Detlef Hagenow, Hans-Martin Schlinga, Peter Kreft, Dominik Schröder, Thomas Tesche, Kevin Michels, Christoph Böddeker und Jerome Major.

»Das Training hat sich ausgezahlt, es hat sich wirklich gelohnt«, freute sich der Bronzemedaillengewinner Jörg Orth über seinen Erfolg im Kugelstoßen . Mit 5,79 Meter gelangte er auf Rang drei und hatte sich gegenüber der Qualifikation noch um fünf Zentimeter verbessert.

Jörg Orth wird von Sebastian Krull (Headcoach) trainiert, der diese Aussage nur bestätigen konnte. Der Peckelsheimer Jörg Orth trat auch im 400-Meter-Lauf an. Die Qualifikation für das Finale schaffte er in einer Minute und 36 Sekunden. Im Finale kam er nach einer Minute und 32 Sekunden durch das Ziel und damit auf den vierten Rang.

Das Boccia-Team trat im Einzel und Doppel an. Um die Klassifizierung vornehmen zu können, mussten die Akteure mit ihren Kugeln drei verschiedene Distanzen (9, 12 und 15 Meter) werfen. Die besten Ergebnisse brachten die Spieler in die beste Gruppe. So war das Duo Ralf Kleine und Adolf Köring in die stärkste Gruppe gekommen und belegte am Ende einen hervorragenden vierten Platz.

»Das es für Gold reichen würde, dass hätte ich niemals erwartet«, sagte Silvia Schwill und zeigte stolz ihre Gold- und Bronzemedaille. Im Doppel war sie mit Uschi Neudeck auf Rang drei gekommen. Peter Fonrobert schaffte in seiner Gruppe den zweiten Platz und bekam damit die Silbermedaille. Adolf Köring holte sich Bronze im Einzel. Ralf Kleine, Heike Jochheim und Uschi Neudeck wurden jeweils Fünfte im Einzel. Heike Jochheim und Peter Fonrobert wurden im Doppel Vierte. Das Unified-Team Marion Rissel und Manuela Hartinger holte sich Silber. Als Headcoach war Tristian Wiese und als Betreuerin Eileen Kröhn im Einsatz.

Alle Sportler waren während des Wettkampfes auf sich allein gestellt. »Das war mit eine der größten Herausforderungen«, erklärte Sieglinde Tabaka. Besonders groß war beim Betreuerteam deswegen nicht nur die Freude über den Erfolg, sondern über die tolle Moral und Selbstständigkeit der Akteure.

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