Peter Bosse als Fan an der Strecke Der Rallye-Opel feiert Comeback

Warburg (WB). Das ist ein echtes Comeback: Nach fast 16-jährigem Dornröschenschlaf ist der vom Warburger Rallye-Team um Peter Bosse eingesetzte Opel Astra wieder im Einsatz.

Der Warburger-Rallye-Opel ist wieder unterwegs. Äußerlich unverändert waren die Niedersachsen Benjamin und Hajo Rochlitz mit dem Auto bei der Rallye Antibes am Start.
Der Warburger-Rallye-Opel ist wieder unterwegs. Äußerlich unverändert waren die Niedersachsen Benjamin und Hajo Rochlitz mit dem Auto bei der Rallye Antibes am Start.

Seit seinem letzten Rennen bei der Rallyeweltmeisterschaft im Januar 2000 stand das Auto bis auf gelegentliche Einsätze als Vorrauswagen bei nationalen Rallyes in der Scheune. Das sollte sich jetzt ändern.

2015 wurde der Wagen an den Niedersachsen Benjamin Rochlitz verkauft. Er und sein Vater Hajo Rochlitz sind seit Jahrzehnten im Rallyesport zu Hause und besitzen unter anderem einen Gruppe A Astra, der aber nicht mehr für die Rallyeeuropameisterschaft zugelassen ist. »Sie waren auf der Suche nach einem relativ seriennahen Fahrzeug, das in Deutschland national aber auch in Frankreich international eingesetzt werden kann«, berichtet Peter Bosse. Die beiden Niederachsen modifizierten den Opel sehr aufwändig. So wurden die Schalensitze nebst Sicherheitsgurten und die Löschanlage ausgetauscht. Außerdem wurde ein Sportgetriebe montiert und von Benjamin Rochlitz ein tiefgreifend verändertes Fahrwerk konzipiert. Als Maschinenbau-Ingenieur hat er das nötige KnowHow.

Bei der Rallye Antibes saß jetzt sein Vater Hajo Rochlitz (65) am Steuer - mit dem Sohn als Beifahrer. Die Rallye Antibes gehört zur Rallyeeuropameisterschaft und findet fast ausschließlich auf den Strecken der Rallye Monte Carlo statt, also der Strecke, auf der der »Warburger Opel« in den 90-er Jahren so gut wie zu Hause war.

»Interessant ist allerdings, dass das Outfit des Wagens noch fast identisch ist. Die Warburger Firmenwerbungen und sogar die Aufkleber der technischen Abnahme von der Rallye Monte Carlo der Jahre 96/97/98/99 und 2000 sind noch unverändert auf dem Auto«, schmunzelt Peter Bosse.

Als Vorbesitzer des Wagens konnte er sich den Einsatz auf den französischen Rallyepisten natürlich nicht entgehen lassen. Peter Bosse zollte den beiden Niedersachsen für den Einsatz des 25 Jahre alten PKW im Rahmen der Europameisterschaft großen Respekt. Von 186 Startern erreichten die beiden Platz 71 in der Gesamtwertung und den Klassengewinn. Außerdem wurde der Astra am vorvergangenen Wochenende beim I-Bergrennen im Heiligenstadt eingesetzt.

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