Tischtennis: Zwei Daseburger Teams schlagen bei den Westdeutschen Meisterschaften in Warburg auf »Für uns zählt das Olympia-Motto«

Der TTV Daseburg wird 50 und lädt sich zum Auftakt der Jubiläumsfeierlichkeiten die besten Tischtennis-Senioren Nordrhein-Westfalens ein. An diesem Wochenende ermitteln sie in sieben Altersklassen ihre Westdeutschen Mannschaftsmeister in der Warburger Dreifachhalle.

Von Sylvia Rasche
Das sind die Goldmedaillen, die Gaby Daly (links) und Ute Müller bei den Bezirksmannschaftsmeisterschaften gewonnen haben. Sie vertreten den TTV Daseburg bei den Westdeutschen Meisterschaften in der Seniorinnen 40 -Klasse am Samstag.
Das sind die Goldmedaillen, die Gaby Daly (links) und Ute Müller bei den Bezirksmannschaftsmeisterschaften gewonnen haben. Sie vertreten den TTV Daseburg bei den Westdeutschen Meisterschaften in der Seniorinnen 40 -Klasse am Samstag.

Das Beste: Auch Geburtstagskind TTV Daseburg schickt zwei Mannschaften ins Rennen. Bei den Damen 40 haben sich Vereinschefin Gaby Daly und Ute Müller als Bezirksmannschaftsmeister für die Titelkämpfe qualifiziert. Bei den Damen 50 haben Marianne Pommerenke und Donata Redeker den Bezirksmeistertitel zwar hauchdünn verpasst, sind aber als Vizemeisterinnen mit dabei, weil im Turnierfeld noch ein Platz frei war.

Alle vier Frauen spielen seit ihrer Jugendzeit Tischtennis, sind im TTV Daseburg ausgebildet worden und dem Verein bis heute treu. »Wir haben uns auf Bezirksebene angemeldet, weil wir versuchen wollten, beim Heimspiel dabei zu sein. Dass es jetzt gleich für beide Mannschaft geklappt hat, ist klasse«, freut sich Gaby Daly über eine besondere Premiere. Noch nie haben sich heimische Spielerinnen für die Westdeutschen Meisterschaften direkt vor der Haustür qualifiziert.

»Zum 40. Vereinsbestehen vor zehn Jahren haben wir das Turnier schon mal ausgerichtet. Damals allerdings ohne heimische Beteiligung«, erinnert sich Gaby Daly. Sie und ihre Schwester Marianne Pommerenke haben auf Westdeutscher Ebene bereits Erfahrungen bei Senioren-Einzelmeisterschaften gesammelt. Donata Redeker durfte in ihrer Jugendzeit an Westdeutschen Meisterschaften teilnehmen.

Für Ute Müller sind die Titelkämpfe eine absolute Premiere. »Ich freue mich drauf. Auch wenn die anderen Teams vermutlich besser sind als wir«, blickt die Bezirksklassenspielerin voraus. Von der Papierform her sind beide Daseburger Teams Außenseiter in ihren Klassen. Die Konkurrenz hat im Schnitt mehr Ranglistenpunkte auf dem Konto. »Nach den Punkten gucke ich gar nicht«, zählt für Ute Müller nur die Leistung am Tisch. »Dabeisein ist alles. Für uns zählt das Olympische Motto«, ergänzt ihre Teamkollegin Gaby Daly.

Die Bezirksmeisterinnen müssen am Samstag ran. In ihrer Vierergruppe treffen sie auf den Titelverteidiger TuS Xanten, den TTC Schwalbe Bergneustadt und das Dream-Team Recklinghausen. Alle drei Teams stellen mindestens je eine Spielerin mit mehr als 1600 Punkten. Recklinghausen und Bergneustadt sielen in der Oberliga, Xanten in der Verbandsliga. Die Daseburgerinnen schlagen in der Bezirksliga und Bezirksklasse auf, wollen es ihren Gegnerinnen aber so schwer wie möglich machen. In der Damen 50-Klasse ist das Kräfteverhältnis ähnlich. Donata Redeker und Marianne Pommerenke sind in ihrer Vorrundengruppe das Duo mit der geringsten Punktzahl.

Von den drei Teams qualifizieren sich zwei für das Halbfinale am Sonntag. Am Samstag um 10 Uhr und um 14.30 Uhr beginnen die Gruppenspiele des TTV-Duos. Dabei haben sie ausgerechnet Titelverteidiger Groß-Ösinghausen in ihrer Gruppe.

Neben dem aktiven Einsatz hat der TTV Daseburg schon im Vorfeld eine ganze Menge Arbeit geleistet. »Der Aufbau ist etwas aufwändiger als beim Desenbergturnier, weil wir für alle 18 Tische eine eigene Box brauchen«, berichtet Gaby Daly. Umrandungen und Zählgeräte leihen sich die Daseburger von den Nachbarvereinen aus Bühne, Menne, Borgentreich und Ossendorf. »Wir brauchen 130 Umrandungen und 18 Zählgeräte. So viele haben wir nicht«, sagt Daly und freut sich über die Nachbarschaftshilfe.

An allen 18 Tischen sollen die Zuschauer zu jeder Zeit einen Überblick über den Spielstand haben, um das Turnier noch attraktiver zu machen. Gespielt wird übrigens – wie bei allen Turnieren auf Westdeutscher und Deutscher Ebene - mit den neuen Plastikbällen.

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