Jungprofi Sebastian Schonlau spielt mit SC Verl in der Fußball-Regionalliga »Ich habe mich gut eingelebt«

Warburg (WB). »Ich versuche, mich immer wieder im Training anzubieten.« Das sagt Sebastian, der beim Fußball-Regionalligisten SC Verl auch an diesem Samstag gegen Wattenscheid auf einen Einsatz hofft. Im Gespräch mit WESTFALEN-BLATT-Redakteur Günterzeigt sich der vom SC Paderborn ausgeliehene Jungprofi aus Warburg zuversichtlich, dass die Breitenreiter-Elf in der Bundesliga bleibt.

Sebastian Schonlau spielt den Ball in der Partie gegen Fortuna Düsseldorf II nach vorne. Der 20 Jahre alte Warburger hat am vergangenen Spieltag beim Verler 2:0-Erfolg gegen die Sportfreunde Siegen durchgespielt und hofft auf weitere Einsätze von Beginn an. An diesem Samstag hat der Sportclub Verl die SG Wattenscheid zu Gast. Links schaut der Schiedsrichter ganz genau hin.
Sebastian Schonlau spielt den Ball in der Partie gegen Fortuna Düsseldorf II nach vorne. Der 20 Jahre alte Warburger hat am vergangenen Spieltag beim Verler 2:0-Erfolg gegen die Sportfreunde Siegen durchgespielt und hofft auf weitere Einsätze von Beginn an. An diesem Samstag hat der Sportclub Verl die SG Wattenscheid zu Gast. Links schaut der Schiedsrichter ganz genau hin.

Herr Schonlau, beim jüngsten Sieg des SC Verl gegen die Sportfreunde Siegen haben Sie von Anfang an gespielt. Wie ordnen Sie den 2:0-Erfolg und Ihre Leistung ein?

Sebastian Schonlau: Ich denke, wir haben verdient gewonnen. Ich habe ordentlich gespielt und hätte mich vielleicht selbst mit einem Tor belohnen können. Das ist mir leider nicht gelungen, aber so war es ein ordentliches Spiel von unserer Seite. Auch war es ein wichtiger Sieg, denn wir haben nach der 2:3-Niederlage in Gladbach eine Reaktion gezeigt und bleiben in der Tabelle oben dran.

In der Rückrunde hatten Sie schon einige Einsätze. Wie ist es bisher für den SC Verl und Sie persönlich gelaufen?

Sebastian Schonlau: Mit der Rückrunde können wir zufrieden sein. Wir stehen auf einem ordentlichen sechsten Platz und könnten sogar Vierter sein. Beim 2:2 gegen Rödinghausen, nach einer 2:0-Führung von uns, und beim 2:3 gegen Tabellenführer Gladbach II wäre mehr drin gewesen. Mit der Rückrunde bin ich ganz zufrieden. Ich bin immer ins Spiel gekommen und hatte auch längere Einsatzzeiten. Gegen Siegen habe ich jetzt das komplette Spiel absolviert.

Können Sie sich berechtigte Hoffnungen auf weitere Plätze in der Startelf machen?

Sebastian Schonlau: Natürlich hoffe ich, dass ich spiele, aber das muss man abwarten. Ich versuche, mich immer wieder im Training anzubieten. Unser Trainer Andreas Golombek hat einen großen, ausgeglichenen Kader. Er legt die Aufstellung nach den Eindrücken der Trainingswoche fest.

Wie haben Sie sich beim SC Verl eingelebt? In der Hinrunde hatten Sie auch Verletzungspech.

Sebastian Schonlau: Ja, zu Beginn der Saison hatte ich zwei, drei kleinere Verletzungen, die mich schon teilweise zurückgeworfen haben. Im Großen und Ganzen kann ich aber zufrieden sein. Ich habe mich beim SC Verl gut eingelebt, die Mannschaft ist super, die Spieler sind alle nett. Auch das Trainerteam mit Andreas Golombek und Andreas Pavkovic sowie unser Vorsitzender Raimund Bertels sind immer ansprechbar und haben stets ein offenes Ohr.

Welches sind die Topteams in der Regionalliga West?

Sebastian Schonlau: Mein persönlicher Favorit ist auf jeden Fall Gladbach II, das einen super Fußball spielt und nicht umsonst auf Platz eins steht. Traditionsvereine wie Alemannia Aachen, Rot-Weiss Essen und Viktoria Köln, das mit Mike Wunderlich einen sehr starken Spieler im Team hat, sind weitere Spitzenmannschaften.

Sie wohnen und studieren in Paderborn. Wie verbinden Sie Studium und Fußball?

Sebastian Schonlau:Seit dem vergangenen Oktober studiere ich Wirtschaftswissenschaften in Paderborn. Mit Studienbeginn habe ich eine Zweizimmerwohnung bezogen und pendle zwischen Paderborn und Verl. Eine Strecke sind 35 Kilometer, ich fahre 25 Minuten bis eine halbe Stunde zum Training. Vormittags Studium, nachmittags Training – das lässt sich gut vereinbaren. Man muss dabei aber schon diszipliniert sein.

Nach dem Aufstieg des SC Paderborn in die Bundesliga, den Sie als Kadermitglied miterlebt und mitgefeiert haben, ging es zum Regionalligisten. Wie läuft das Fußballerleben in Verl?

Sebastian Schonlau: Die meisten Spieler bei uns sind Halbprofis, gehen zur Arbeit oder studieren. Anschließend geht es zum Training. Wir trainieren fünfmal in der Woche. Beginn ist um 16.30 Uhr. Bei den Physiotherapeuten des Vereins können wir darüber hinaus individuell im Kraftbereich arbeiten. Die Spiele sind meist samstags um 14 Uhr.

Waren schon Freunde aus Warburg als Zuschauer im Verler Stadion an der Poststraße?

Sebastian Schonlau: Mein Vater, mein Bruder und meine Freundin waren schon häufiger bei Spielen vor Ort. Von den Freunden haben auch schon ein paar geguckt.

Haben Sie Kontakte zur Paderborner Mannschaft?

Sebastian Schonlau: Ja, ich habe Kontakt zu Spielern wie Patrick Ziegler, Michael Heinloth und natürlich zu meinem langjährigen Schulkollegen am Hüffertgymnasium und Fußballkollegen Tim Welker. In Kontakt stehe ich auch mit Manager Michael Born.

Was sagen Sie zur aktuellen Niederlagenserie des SC Paderborn? Schafft das Breitenreiter-Team den Klassenerhalt?

Sebastian Schonlau: Im Moment läuft es nicht optimal, ich denke aber, dass das Team mit seiner mannschaftlichen Geschlossenheit wieder aus dieser Negativserie herauskommen wird und den Klassenerhalt sichert.

Wie geht es für Sie nächste Saison weiter?

Sebastian Schonlau:Ich habe einen Vertrag für die Saison 2015/2016 mit dem SC Paderborn, der für die 1. und 2. Bundesliga gilt.

Wie oft sind Sie in Warburg?

Sebastian Schonlau: Eigentlich bin ich an den Wochenenden nach unseren Spielen immer in Warburg. Wenn es geht, gucke ich bei der C-Jugend, die mein Bruder trainiert, und auch sonntags, wenn er mit der Ersten in der A-Liga spielt. Hier hoffe ich, dass Warburg den Relegationsplatz behält und dann auch den Aufstieg perfekt machen kann.

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