Mountainbiker legen Grundlagen für die neue Saison – 24-Stunden-Rennen in München Auf der Überholspur

Kreis Höxter (WB). Winterpause ist für die Mountainbiker der Holzmindener Bornekamp Racingteams ein Fremdwort. Seit November sitzen sie im Sattel, um die Grundlagenausdauer für die jetzt im Frühjahr beginnende Saison zu legen.

Von Sylvia Rasche
So ein bisschen Wasser kann Volker Mehlan nicht aufhalten. Das Gründungsmitglied der Bornekamp-Racers ist aus dem Ruhrgebiet nach Holzminden gezogen und hat in der Region weitere Mountainbiker für sein Team begeistert.
So ein bisschen Wasser kann Volker Mehlan nicht aufhalten. Das Gründungsmitglied der Bornekamp-Racers ist aus dem Ruhrgebiet nach Holzminden gezogen und hat in der Region weitere Mountainbiker für sein Team begeistert.

 »Wenn es ganz hart kommt, trainieren wir eben auf der Straße. Da kann man eigentlich immer fahren«, sagt Dirk Schrader. Der ehemalige Fußballer des SV Höxter gehört seit knapp drei Jahren zum 1981 in Dortmund gegründeten Radteam. »Oliver Droste und Volker Mehlan haben das Team damals noch als BMX-Fahrer gegründet und waren lange die einzigen Mitglieder. Vor drei Jahren sind Siegfried Kessebrock und ich dazu gekommen«, berichtet Schrader. Inzwischen besteht die Gruppe aus 13 Fahrern, die sich größtenteils bei Mountainbike-Rennen kennen gelernt haben. Die Mitglieder kommen aus Holzminden, Stahle, Beverungen, Borgentreich, aber auch aus Bielefeld und Dortmund. »Das geht ganz gut. Wir verabreden uns meist am Wochenende kurzfristig über unsere WhatsApp-Gruppe zum Training«, berichtet Schrader.

 Im Vorjahr leistete das Team 90 Starts ab, fuhr dabei 4.750 Rennkilometer und über 100.000 Höhenmeter. Auch im Training sind die Radler meist nicht mit kurzen Runden zufrieden zu stellen. Knappe 1000 Kilometer haben einige schon in den ersten beiden Monaten des Jahres auf dem Tacho. Die Kilometersammler Droste und Mehlan kommen im Jahr auf um die 10000 Kilometer. »Die meisten von uns fahren zwischen 4000 und 6000 Kilometer im Jahr«, berichtet Dirk Schrader.

Strukturiertes Training

 Dabei habe sich das Training in den vergangenen Jahren gewandelt. Anfangs sei man einfach nur seine Runden gefahren, mal schneller, mal langsamer - je nach Laune. Inzwischen laufe es strukturierter ab. Da werden bewusst lange und kurze Strecken kombiniert und auch Intervalleinheiten eingestreut. »Ich hoffe, dass man das dann auch in den Rennen merkt. Bisher fühlt es sich gut an». lacht Schrader.

 Dabei waren er und seine Teamkollegen schon im vergangenen Jahr bei Rennen oft auf der Überholspur unterwegs. So belegte der Borgentreicher Jörg Redeker, der heimischen Sport-Interessierten auch als Motocross-Fahrer des Saken-Racings-Teams und Tischtennisspieler des TTV Daseburg ein Begriff ist, in der Challenge-4-MTB-Gesamtwertung den zweiten Platz in der Seniorenklasse. Oliver Droste siegte in der heiß umkämpften Senioren1-Wertung der beliebten Serie und holte sich Platz vier in der Gesamtwertung der überregional stark besetzten Nutrixxion Marathon Trophy im Sauerland.

 Höhepunkte im Jahresprogramm der Bornekamp Racer sind die 24-Stunden-Rennen. Nach dem Nürburgring im Vorjahr steht 2015 das Rennen im Münchener Olympia-Park an. »Da werden wir mit zwei Vierer-Teams an den Start gehen«, blickt Dirk Schrader voraus. Am Nürburgring belegten die Mountainbiker einen starken vierten Platz. Mit dabei war auch erstmals ein Zweier-Rennradteam. »Hier geht es aber nicht so sehr um die Platzierung, sondern auch um das Gesamterlebnis. Wir freuen uns schon sehr auf München«, meint Schrader. Die Saison startet Anfang April bezeichnenderweise mit dem »Warm-Up-Marathon« in Hellental. Anschließend stehen allein im April noch drei weitere Rennen im Terminkalender der Bornekamp-Racers. Das volle Programm endet im Oktober mit dem Langenberg-Marathon im Sauerland, bevor im November die Saisonvorbereitung für 2016 beginnt – und damit das gleiche Prozedere von vorn. Winterpause ist eben ein Fremdwort für die fleißigen Mountainbiker.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.