Dringenbergs Fußballer feiern ihren ersten Sieg beim Silvester-Cup ausgelassen »Das ist der Wahnsinn«

Dringenberg/Paderborn (WB). Verlängerung, Neunmeterschießen – spannender geht es kaum. Der SV Dringenberg jubelt danach ausgelassen. Mit 5:3 nach Neunmeterschießen besiegt der Fußball-Bezirksligist im Endspiel des 27. Silvester-Cups des SV Heide Paderborn den Westfalenligisten und Titelverteidiger Delbrücker SC. Nach regulärer Spielzeit stand es 1:1.

Von Günter Sarrazin
Der SV Dringenberg feiert den Sieg beim Silvester-Cup (hinten von links): Trainer Frank Ziegeroski, Florian Hinz, Mark-Anthony Jacobi, Betreuer Dirk Lause, Dirk Büsse, Neuzugang Marco Bade, Dennis Kriger, Betreuer Philipp Böddeker, Manuel Trost sowie (vorne von links) Dominique Soethe, Holger Möbuß, Raphael Micus, Alexander Rempe und Philippe Soethe.
Der SV Dringenberg feiert den Sieg beim Silvester-Cup (hinten von links): Trainer Frank Ziegeroski, Florian Hinz, Mark-Anthony Jacobi, Betreuer Dirk Lause, Dirk Büsse, Neuzugang Marco Bade, Dennis Kriger, Betreuer Philipp Böddeker, Manuel Trost sowie (vorne von links) Dominique Soethe, Holger Möbuß, Raphael Micus, Alexander Rempe und Philippe Soethe. Foto: Besim Mazhiqi

 »Das ist ein toller Erfolg für das ganze Team, davon werden die Jungs noch ihren Enkeln erzählen«, sagte am Tag nach dem Triumph Trainer Frank Ziegeroski. »Das ist der Wahnsinn, das ist verrückt«, hatten die Spieler, die nach der Vorrunde nicht einmal mit dem Halbfinaleinzug gerechnet hätten, nach dem Abpfiff immer wieder gerufen. Einen besseren Abschluss des Jahres hätten sie nicht hinlegen können. Als erster Verein aus dem Kreis Höxter hat der SVD bei dem großen Turnier den mit 1200 Euro Siegprämie garnierten Preis der Sparkasse Paderborn-Detmold gewonnen. Entscheidenden Anteil daran hatte Torhüter Dominique Soethe, der in der mit 2500 Zuschauern ausverkauften Paderborner Maspernhalle mit tollen Paraden Gegentreffer verhinderte.

 Im Endspiel wehrte er gegen seinen vorherigen Verein zwei Neunmeter ab. Nach dem Schlusspfiff warfen sich seine Teamkollegen auf den Keeper und begruben ihn in einer Jubeltraube unter sich. »Das ist super-geil. Gegen meinen alten Verein war ich natürlich besonders motiviert«, sagte der junge Elfmeterkiller.

 Die favorisierten Delbrücker gingen in der dritten Minute des Endspieles mit 1:0 in Führung. Nach einer Hereingabe von der linken Seite ließ Sebastian Walter Dominique Soethe mit einer schönen Direktabnahme keine Chance. Manuel Trost und Philippe Soethe hatten Möglichkeiten für den SVD, auf der anderen Seite versäumte es Delbrück nach den Worten seines Hallentrainers Peter Berhorst, mit einem 2:0 alles klar zu machen. »Ruhig bleiben, so lange es 1:0 steht, bekommen wir noch unsere Chance«, sagte Frank Ziegeroski seinen Jungs immer wieder. Am Schluss machten sie noch einmal Druck und wurden belohnt. 34 Sekunden vor dem Abpfiff erzielte Manuel Trost das 1:1. Kurz danach rettete Soethe, der bei der Siegerehrung als bester Torhüter ausgezeichnet wurde, noch einmal in starker Manier. In der Verlängerung fielen keine Treffer mehr. Im fälligen Neunmeterschießen wussten die Dringenberger, dass sie sich auf ihre Nummer eins verlassen können. Alle SVD-Schützen verwandelten und Dominique Soethe wehrte die Schüsse von Mario Freise und Dominik Malossek ab. Der Jubel der Blau-Gelben war nach dem Abpfiff am Sonntag um 22.03 Uhr riesig.

 Im Spiel um Platz drei behielt der Landesligist Hövelhofer SV mit 2:1 gegen den SC Viktoria Neuenbeken die Oberhand. Neuenbeken hatte im Halbfinale knapp mit 2:3 nach Verlängerung gegen Delbrück das Nachsehen gehabt. Im Viertelfinale hatte der SVC den Topfavoriten und Westfalenliga-Spitzenreiter SC Paderborn U23 mit 11:10 nach Neunmeterschießen aus dem Wettbewerb geschossen. Interessant: Die Bezirksligisten Neuenbeken (Erster mit optimalen 8:0-Toren und neun Punkten) und Dringenberg (Zweiter mit 7:6-Treffern und vier Zählern) waren gemeinsam aus der Vorrundengruppe C ins sonntägliche Achtelfinale eingezogen. Wie bereits gestern berichtet, hatte der SVD dabei im abschließenden Vorrundenspiel das nötige Quäntchen Glück und schaffte kurz vor Schluss das 2:2 gegen Verne.

 Am Finaltag steigerte sich die Mannschaft von Spiel zu Spiel und verdiente sich mit den Siegen gegen Atteln (6:4 nach Neunmeterschießen), Dahl/Dörenhagen (4:2) sowie im Halbfinale gegen Hövelhof (3:1) den Endspieleinzug.

 Der Turniersieg ist ein Glanzlicht für den SV Dringenberg. Für Philippe Soethe, der noch einmal als Kapitän auflief und im Januar zum Oberligisten FC Gütersloh wechselt, hätte der Abschluss nicht schöner sein können.

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