5:0 (2:0)-Sieg gegen SV Thülen im Westfalenpokal-Viertelfinale SV Bökendorf spielt sich warm

Steinheim (WB). Souverän nimmt Westfalenligist SV Bökendorf die Hürde gegen den Landesligisten SV Thülen. Im Viertelfinale des Westfalenpokals steht auf dem Kunstrasenplatz in Steinheim ein 5:0.

Von Jürgen Drüke
Nicht zu stoppen: Sarah Mönnekes (Mitte), hier gegen die Thülerin Victoria Rollmann (links), zieht es von der linken Außenbahn immer wieder in die Mitte. Zwei Tore gehen beim 5:0-Erfolg auf das Konto der Bökendorfer Offensivspielerin.
Nicht zu stoppen: Sarah Mönnekes (Mitte), hier gegen die Thülerin Victoria Rollmann (links), zieht es von der linken Außenbahn immer wieder in die Mitte. Zwei Tore gehen beim 5:0-Erfolg auf das Konto der Bökendorfer Offensivspielerin. Foto: Jürgen Drüke

Bei Minus fünf Grad hat sich der SVB für die weiteren Herausforderungen im Pokal-Wettbewerb und im Aufstiegsrennen warm gespielt. In der einseitigen Partie gab es aus Sicht des Favoriten nur eine Unaufmerksamkeit: In der 40. Minute tauchte Thülens Spielmacherin Anna Hammerschmidt völlig frei vor dem SVB-Tor auf und scheiterte an der klasse Reaktion von Torfrau Larissa Kröhling. Wenig geprüft, aber wenn zur Stelle – das zeichnet die Bökendorfer Nummer eins aus. Zu diesem Zeitpunkt führte der Westfalenliga-Dritte gegen den Landesliga-Vierten bereits mit 2:0-Toren.

Guter Kombinationsfußball

Die Gastgeberinnen kombinierten ruhig und sicher, die Gäste verlegten sich auf die Reaktion. »Wir haben das gegen einen tief stehenden Gegner gut gemacht«, hob Spielertrainerin Tina Drewitz später hervor. Auffällig, die Rot-Weißen waren auf der rechten Außenbahn kaum zu stoppen. Hier wartete Sarah Mönnekes wie gewohnt mit Tempovorstößen und exzellenter Ballbehandlung auf. Die Brenkhausenerin in Bökendorfer Reihen sorgte immer wieder für Gefahr. Die erst 16-jährige Bredenbornerin Sara Brecker agierte dahinter und sicherte gut ab. So wie auch die erst 17-jährige Laura Dammeier, die links hinten verteidigte und regelmäßig Akzente nach vorne setzte. Bestnoten verdiente sich zudem Innenverteidigerin Pamela Jahn. Vor der Dreierkette sorgten Yvonne Hansmeier und Spielertrainerin Christina Drewitz auf den Sechser-Positionen für die nötige Sicherheit. Beide kurbelten das SVB-Spiel zudem an.

Mönnekes eröffnet Torreigen

Zum Spielverlauf: Nach zehn Minuten bugsierte Sarah Mönnekes den Ball nach Flanke von Torjägerin Carla Oelmann aus kurzer Distanz zum 1:0 über die Torlinie. Nach 14 Minuten schafften es die Gäste das erste Mal über die Mittellinie. Der Ball sollte nach einem Distanzschuss von Neele Dietrich sichere Beute für SVB-Torfrau Larissa Kröhling werden. In der 29. Minute war SVB-Wirbelwind Ina Wilm, gerade einmal 17 Jahre alt, nicht mehr zu stoppen und flankte nach innen, eine Thülerin lenkte den Ball an den Pfosten. Glück für den SVT. In der 34. Minute folgte der Treffer des Tages: Svenja Lessmann zog aus 35 Metern Torentfernung aus halbrechter Position ab und traf zum 2:0.

Oelmann trifft per Handelfmeter

Per Handelfmeter erzielte Carla Oelmann in der 55. Minute das 3:0. SVD-Akteurin Madeline Habbel hatte vorher per Handspiel kurz vor der Torlinie gerettet und vom souverän leitenden Schiedsrichter Daniel Wiens (Gütersloh) die rote Karte gesehen. In Überzahl erhöhte Tina Drewitz nach Eckballvorlage Pamela Jahn auf 4:0 (87.). Sarah Mönnekes stellte den 5:0-Endstand (90.) her.

Premiere der Spielertrainerin gelungen

»Die Pokalaufgabe ist gut gelöst worden«, lobte Christina Drewitz die Teamleistung. Der SVB steht zum dritten Mal in Folge im Halbfinale des Westfalenpokals. Die Pflichtspiel-Premiere von Drewitz als Spielertrainerin war gelungen.

SV Bökendorf: Kröhling – Hansmeier, Brecker, Drewitz, Dammeier, Lessmann, Mönnekes, Oelmann, J. Wilm, Jahn, I. Wilm (73. Lappe)

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