SV Kollerbeck rutscht in A-Liga vom vierten auf den achten Rang ab Sechs Punkte zu wenig

Kollerbeck (WB). Nach einem halben Jahr unter der Regie des neuen Trainers Andreas Niemann ziehen sie beim Fußball-A-Ligisten SV Kollerbeck ein zufriedenstellendes Fazit. Allerdings gibt es zumindest einen Wermutstropfen. Denn die Mannschaft ist in der Winterpause vom vierten auf den achten Rang abgerutscht.

Von Felix Senftleben
Der SV Kollerbeck in einer starken Phase der Hinrunde: Jannik Reinhardt (links) und Julian Reinhardt (rechts) stoppen hier Amadou Diallo vom TuS Hembsen. Die beiden Reinhardts siegen mit dem SV Kollerbeck 2:1.
Der SV Kollerbeck in einer starken Phase der Hinrunde: Jannik Reinhardt (links) und Julian Reinhardt (rechts) stoppen hier Amadou Diallo vom TuS Hembsen. Die beiden Reinhardts siegen mit dem SV Kollerbeck 2:1. Foto: Anna Beckmann

Wäre nämlich nicht der Rückzug des TuS Erkeln nach der Hinrunde gewesen, dann hätten die Grün-Weißen sechs Zähler mehr auf dem Konto. Im letzten Spiel vor der Winterpause verbuchte der SVK einen 10:1-Kantersieg gegen Erkeln und trieb die Fußball-Depression beim TuS auf den Höhepunkt. Statt Platz vier zur Winterpause mit 25 Punkten und 39:37-Toren überwintert Kollerbeck nun mit 19 Punkten und 26:34-Toren auf Rang acht. »Klar ist der Rückzieher der Erkelner für uns ärgerlich«, macht der Coach aus seinem Herzen keine Mördergrube. »Allerdings«, fügt er an, »stehen die Entwicklung der Spieler und des Teams an erster Stelle. Wir sind auf Kurs.«

Platz unter ersten Fünf bleibt Ziel

Die abgezogenen Zähler wollen sie in der zweiten Saisonhälfte schnell zurückerobern. »Schließlich ist ein Platz unter den ersten Fünf nun mehr denn je unser Ziel«, betont Andreas Niemann.

Mit Erkeln verbinden sie in Kollerbeck nicht die besten Gedanken. Im ersten Saisonspiel verletzten sich gegen die Erkelner Torwart Jens Schölzel und David Alsleben jeweils so schwer, dass sie die komplette Hinrunde ausfielen. Der 19-jährige Nachwuchskeeper Felix Büker ersetzte Routinier Schölzel gut. Überhaupt seien neben Felix Büker mit Magnus Johlen und Jannik Reinhardt drei Talente aus dem A-Juniorenteam nachgerückt, welche die Konkurrenzsituation forciert und den Leistungsschub befeuert hätten. Beim SVK stimmt die Mischung zwischen Jung und Alt.

Wie auf der Achterbahn

Der Rückblick: Der Start verlief wie auf der Achterbahn: Nach dem 3:2-Erfolg beim TuS Erkeln folgten ein 1:4 gegen den SV Brenkhausen/Bosseborn, ein 4:0-Sieg gegen den TuS Bad Driburg sowie ein 2:6-Debakel gegen den SV Höxter. Das anschließende 5:3 gegen das Überraschungsteam FC Germete/Wormeln sorgte für Selbstvertrauen. Anschließend erwischten die Bergkicker drei perfekte Wochenenden und legten mit Siegen gegen Hembsen, Neuenheerse und Würgassen eine Serie hin. Vier Dreier in Folge – das war stark. In den Spitzenspielen gegen die türkischen Teams aus Steinheim und Brakel setzte es dann jedoch zwei Klatschen. Vor allem das 0:7 auf dem Steinheimer Kunstrasen wurmt Niemann noch heute: »Wir sind dort mit einer ganz jungen Truppe angetreten. Das Debakel war zunächst ein Schlag ins Kontor.« Eine Woche später folgte ein 1:5 gegen TiG Brakel. Das 1:0 gegen die SG Altenbergen/Vörden war danach Balsam auf der Fußballseele. Es sollte allerdings der letzte Sieg 2017 bleiben: 0:3 gegen Vinsebeck, 0:0 gegen Bonenburg und 2:3 gegen Stahle waren die weiteren Resultate bis zur Winterpause.

Defensivarbeit verbessern

»Unterm Strich bin ich zufrieden. Allerdings müssen wir uns in der Abwehrarbeit gehörig verbessern. Wir stellen die drittschlechteste Defensivabteilung«, wird der Trainer in der Wintervorbereitung an der neuen Ausrichtung arbeiten. Sollte das gelingen, ist Rang vier drin. So gut haben die Kollerbecker zuletzt 2013/14 abgeschnitten. Personelle Zuwächse wird es nicht geben. »Wechsel im Winter sind sehr oft keine guten«, sagt Niemann zu diesem Thema.

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