Kreisvorsitzender Andreas Grawe lebt und liebt Volleyball »Mit 55 ist noch nicht Schluss«

Höxter/Warburg  (WB). Volleyball im Fokus. Im Kreis Höxter setzt sich eine beliebte Sportart seit Jahren in Szene. Großen Anteil daran hat Kreisvorsitzender Andreas Grawe, der motiviert, inspiriert und modernisiert. Seit 2004 ist der 54-jährige Amelunxener im Amt und sprüht im Gespräch mit WB-Redakteur Jürgen Drüke vor Ideen und Tatendrang.

Freude beim Warburger SV. Die Volleyballerinnen, hier Ulrike Riesen (von links, verdeckt), Anja Schäfers (Nummer acht), Paulina Menne (Nr. neun), Sophia Braun, Luisa Brenke (Nr. elf) und Silke von Detten (Nr 14), können noch aufsteigen.
Freude beim Warburger SV. Die Volleyballerinnen, hier Ulrike Riesen (von links, verdeckt), Anja Schäfers (Nummer acht), Paulina Menne (Nr. neun), Sophia Braun, Luisa Brenke (Nr. elf) und Silke von Detten (Nr 14), können noch aufsteigen. Foto: Jürgen Drüke

Herr Grawe, unermüdlicher und innovativer Einsatz für den heimischen Volleyball. Ihre Ideen und die Umsetzung beeindrucken immer wieder. Was wird die herausragende Neuerung in diesem Jahr sein?

Andreas Grawe: Das Dreikönigsturnier ist bis 2017 über 30 Jahre am zweiten Januar-Wochenende ausgetragen worden. Wir haben ein neues Konzept: Das Jahresauftaktturnier wird zum Saison-Auftaktturnier. Das bedeutet: Der neue Termin ist im September. Das Dreikönigsturnier stand in den Höxteraner Bielenberghalle für eine gute und familiäre Stimmung. Freundschaftlich und fair ging es zwischen Wettkampf- und Hobbymannschaften zu. Nach der Sommerpause und einigen Beach-Volleyballturnieren werden wir erstmals in diesem Jahr vor dem Start des Meisterschaftsspielbetriebs mit dem besonderen Event aufwarten. Dabei wird sich am Charakter der Veranstaltung nichts ändern. Für Stimmung, Spannung und Esprit sorgen die Aktiven. Das Turnier benötigt noch einen Namen.

Neuwahlen beim Volleyball-Kreistag

Der Volleyball-Kreistag ist mit Neuwahlen in der ersten Jahreshälfte vorgesehen. Machen Sie als Kreisvorsitzender weiter?

Grawe: Mein Ziel war es immer, im Alter von 55 Jahren, Ämter abzugeben. Im April werde ich 55. In diesem Jahr gehe ich ins 15. Jahr als Kreisvorsitzender. Das ist schon eine lange Zeit. Wichtig ist, dass die jüngere Generation nachrückt. Jeder Sportverein und natürlich auch der Kreis-Volleyball benötigen neue Ideen und frischen Wind. Auf überkreislicher Ebene, hier bin ich Breitensportwart im Bezirk Westfalen-Ost, habe ich einen jungen Mann aus dem Kreis Gütersloh gefunden, der mich beerben wird. Mein Nachfolger ist 25 Jahre, begeisterungsfähig und kompetent. Es ist toll, dass sich junge Menschen einsetzen. Auf dem Kreistag werden wir auch über die Verjüngung sprechen. Einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin will ich gerne aufbauen. Mit 55 ist deshalb für mich in diesem Amt wohl noch nicht Schluss.

Politik muss umsetzen

Ihre Begeisterung und der große Einsatz für den heimischen Volleyball sind enorm. Wo steht der heimische Volleyballsport und wie sehen Sie die Entwicklung?

Grawe: Wir sind ein kleiner, aber dennoch feiner Volleyballkreis. Natürlich macht die demografische Entwicklung vor uns keinen Halt. Es ist wichtig, dass die Politik nun wirklich in die Tat umsetzt, was vehement gefordert wird und wichtig ist – die ländlichen Räume müssen gestärkt werden. Jugendliche benötigen auch auf dem Land Bildungsmöglichkeiten und berufliche Perspektiven. Davon würde natürlich auch der heimische Volleyball profitieren. Sportlich sieht es so aus, dass wir aktuell mit den Frauen des SV Dringenberg I und den Herren des Warburger SV zwei Landesligisten haben. In der Bezirksliga sind die Herren des TuS Willebadessen Vierter. In der Frauen-Bezirksklasse ist der SV Höxter mit elf Siegen aus elf Spielen und 33:0-Sätzen als unumstrittener Primus bereits Meister. Die Frauen des Warburger SV, die Zweiter in der Bezirksklasse sind, können den Aufstieg noch über die Relegation schaffen. Sie bestreiten Samstag, 17. Februar, das entscheidende Spiel um Rang zwei gegen Sande IV. Wir werden dem WSV die Daumen drücken. Der Kreis Höxter hat zudem einige gute Junioren- und Hobbyteams.

Spaß, Freude und Erfolg

Was wünschen Sie sich langfristig für die Volleyballer im Kreis Höxter?

Grawe: Spaß, Freude und natürlich auch sportliche Erfolge und eine gute Nachwuchsförderung. Der Nachwuchs ist wichtig.

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