Borgentreicher löst im Sommer Max Schonlau ab Voss wird Trainerin Warburg

Warburg (WB). Ein alter Bekannter kehrt zurück: Der Borgentreicher Jürgen Voss (50) übernimmt ab dem 1. Juli als Trainer die erste Mannschaft des Warburger SV. »Er passt am besten zu uns«, sagte WSV-Vorsitzender Helmut Motyl am Samstag zu Beginn einer Pressekonferenz, in der die Führungsspitze des Fusionsvereins den künftigen Fußball-Teamchef präsentierte.

Von Alexander Selter
Jürgen Voss (vorne rechts) übernimmt zum 1. Juli die erste Mannschaft des Warburger SV. Die beiden Vorsitzenden Helmut Motyl (vorne links) und Ansgar Schonlau (rechts) sowie Finanzvorstand Ingo Riebeling (3. von links) und der Abteilungsleiter Fußball Senioren Heiner Müller (oben links) freuen sich auf die Zusammenarbeit mit dem Borgentreicher.
Jürgen Voss (vorne rechts) übernimmt zum 1. Juli die erste Mannschaft des Warburger SV. Die beiden Vorsitzenden Helmut Motyl (vorne links) und Ansgar Schonlau (rechts) sowie Finanzvorstand Ingo Riebeling (3. von links) und der Abteilungsleiter Fußball Senioren Heiner Müller (oben links) freuen sich auf die Zusammenarbeit mit dem Borgentreicher. Foto: Selter

Zuvor hatte Motyl in der Geschäftsstelle des Vereins noch einmal kurz den Zusammenschluss der beiden Altvereine Warburger SV 1884 und Warburger Sportfreunde 08 angesprochen. Sie sind mit dem 1. Januar dieses Jahres offiziell zum Warburger SV verschmolzen. Der Verein habe derzeit 1.200 Mitglieder und zehn Abteilungen. Bis zum Ende der Saison 2017/18 spielen die Fußballer unter dem Namen Warburg 08, ab dem Sommer dann als Warburger SV, merkte Motyl an.

»In Jürgen sehen wir einen Trainer, der unsere vorgesehenen Strukturen und Zukunftsperspektiven mitträgt«, sagte der weitere Vorsitzende Ansgar Schonlau und berichtete, dass mehrere Gespräche geführt worden sind. »Wir wollen und werden keine Spielergehälter zahlen. Unser Ziel ist es, ein Umfeld zu schaffen, dass die Spieler gerne für den Verein spielen wollen«, führte der frühere Landesliga-Fußballer aus, der letzter Vorsitzender der Sportfreunde 08 war. Um rechtzeitig den Kader für die neue Saison zusammenstellen zu können, werde Jürgen Voss schon ab Anfang März im Hintergrund mitarbeiten, ergänzte Helmut Motyl.

»Wir wollen eine gute Rolle spielen und eine schlagkräftige Mannschaft auf den Platz bringen. Das gilt unabhängig davon, in welcher Spielklasse das ist«, sagte Jürgen Voss, der seinen Heimatverein VfR Borgentreich voriges Jahr zurück in die Bezirksliga geführt hat. Es war, wie berichtet, für ihn ein perfekter Abschluss als Coach der Rot-Schwarzen. Seit dem Sommer 2017 pausiert Voss, der im Alter von elf Jahren in der C-Jugend des VfR mit dem Vereinsfußball begonnen hat, als Trainer.

Als Spieler oder Trainer waren Brakel, Peckelsheim und Warburg weitere Stationen. »Als 24-Jähriger habe ich bei der Spielvereinigung Brakel in der Amateuroberliga gespielt, das war schon eine reizvolle Aufgabe«, blickte der dreifache Familienvater zurück. Bei den Sportfreunden 08 hat der frühere Torjäger einen bleibenden Eindruck hinterlassen. In den Jahren 2002 bis 2007 feierte er als Trainer mit den Blau-Weißen zwei Landesliga-Aufstiege. 2009 war er ein halbes Jahr lang noch mal als Spieler für Warburg aktiv. »Da erinnert man sich gerne zurück, was meine Entscheidung auch mit beeinflusst hat«, erklärte Voss.

Im kommenden Sommer wird er Nachfolger des jetzigen Spielertrainers Max Schonlau, der sich nach seinem BWL-Studium Marketing verstärkt um seine berufliche Zukunft kümmern muss. »Wir hoffen aber, dass uns Max als Spieler oder in einer anderen Position erhalten bleibt«, sagte Warburgs Abteilungsleiter Fußball Senioren, Heiner Müller. Co-Trainer Ludger Krull wolle sich nach dieser Saison noch einmal sportlich verändern, ergänzte er auf Anfrage.

Schonlau und Krull wollen sich mit dem Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga verabschieden.

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