Trainer Uwe Beck will mit seiner Mannschaft 2018 in der A-Liga ungeschlagen bleiben Das ganz große Ziel des SV Höxter

Höxter (WB). 20 Zähler aus 13 Spielen: Der SV Höxter überwintert in der Fußball-A-Liga auf Rang fünf. Nach dem Abstieg aus der Bezirksliga und einem holprigen Start in der neuen Spielklasse hat sich das Team akklimatisiert. Für das Jahr 2018 liegt die Messlatte hoch. Es gibt ein ganz großes Ziel.

Von Felix Senftleben
Tor! Frederic Gierse erzielt in der Hinrunde acht Treffer. Beim 6:2-Erfolg gegen den SV Kollerbeck (Foto) ist der Kapitän allein fünfmal erfolgreich. Der Anführer des Teams wird in der Rückrunde allerdings längere Zeit ausfallen.
Tor! Frederic Gierse erzielt in der Hinrunde acht Treffer. Beim 6:2-Erfolg gegen den SV Kollerbeck (Foto) ist der Kapitän allein fünfmal erfolgreich. Der Anführer des Teams wird in der Rückrunde allerdings längere Zeit ausfallen. Foto: Fabian Scholz

Der Blick zurück offenbart, warum die Kreisstädter aktuell noch besser da stehen: Nach acht Spieltagen standen gerade einmal acht Zähler auf der Habenseite. Neuer Trainer, neuformiertes Team – es musste zusammenwachsen. »Serafettin Derya war der einzige externe Neuzugang. Spieler aus der A-Jugend und der zweiten Mannschaft sind zur Ersten gestoßen. Es war quasi eine neue Mannschaft«, blickt Uwe Beck auf die Anfänge zurück. Der junge Trainer setzte auf den Teamgeist, formte eine Einheit und brachte mehr und mehr seine Vorstellungen durch. »Die Rädchen haben immer besser ineinander gegriffen«, freut sich der Coach, dass sich seine Vorgaben auf dem Platz immer klarer wider spiegelten. 13 Punkte und damit vier Siege und ein Unentschieden – das ist die beeindruckende Bilanz der Rot-Weißen aus den vergangenen fünf Spielen.

Derbysieg spiegelt Trend wider

Gern erinnern sie sich bei den Rot-Weißen an den 6:1-Derbysieg Anfang November gegen den SV Brenkhausen/Bosseborn. Zwei Monate vorher hatten sie das Hinspiel noch mit 1:3-Toren verloren. An diesem prestigeträchtigen Sieg lässt sich der SVH-Aufwärtstrend festmachen. »Bei uns gibt es eine deutliche Entwicklung nach oben«, formuliert es Beck. Der Höxteraner Trainer ist hauptberuflich bei der Deutschen Fußball-Akademie tätig. Seine Ansprüche sind wahrscheinlich auch deshalb sehr hoch.

Der Wiederaufstieg ist in dieser Saison allerdings kein Thema mehr, denn 18 Zähler Rückstand auf Spitzenreiter TSC Steinheim sind eine zu große Hypothek. »Der TSC wird aufgrund seiner abgezockten Spielweise aufsteigen. Fußballerisch ist der Tabellenzweite TiG Brakel besser«, ordnet der Coach die Verhältnisse ein. Dem Tabellendritten FC Stahle räumt Beck im Aufstiegskampf keine Chancen ein.

Heimfestung des SVH

Die Kreisstädter selbst sind heimstark, denn in der Weserkampfbahn gab es nur eine Niederlage: 1:4 hieß es gegen den TSC Steinheim. 16 der bisher eingesammelten 20 Punkte heimste der Fünfte auf eigenem Platz ein und ist damit in der Liga das zweitstärkste Heimteam. In der Fremde ist noch Luft nach oben – vier Punkte aus sechs Begegnungen ist mager. Das soll sich in der zweiten Saisonhälfte und im gesamten Jahr ändern: »2018 ist es unser Ziel, nicht eine Niederlage in Meisterschaftsspielen zu kassieren«, sagt Beck. Diese Vorgabe beinhaltet zwangsläufig den Bezirksligaaufstieg in der übernächsten Spielzeit. In dieser Saison wird Rang zwei angestrebt.

3:4 im Test gegen BW Weser

Deshalb haben sie mit der Vorbereitung auf die Rückrunde am vergangenen Samstag begonnen und am Sonntag bereits das erste Testspiel absolviert: 3:4 hieß es auf eigenem Platz gegen den Bezirksligisten FC BW Weser. Zwei weitere Vorbereitungsgegner besitzen mit den Bezirksligisten Suryoye Paderborn und DJK Mastbruch eine spielerisch gute Qualität. Zudem bestreitet der SVH Tests gegen die heimischen B-Ligisten TuS Lüchtringen, SV Albaxen und SV Alhausen/Pömbsen sowie gegen den niedersächsischen Kreisligisten TSV Bisperode. Das erste Meisterschaftsspiel nach der Winterpause ist Sonntag, 4. März, das Derby beim FC Stahle.

Das Pressing wollen sie weiter verbessern. »Die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen müssen verringert werden«, feilt Beck an Verbesserungen. »Leider wird Leitwolf und Kapitän Frederic Gierse in der Rückrunde krankheitsbedingt auf unbestimmte Zeit ausfallen. Das trifft Frederic und uns hart«, sagt der Coach. Die Mannschaft werde für ihren Anführer spielen und ihm Siege schenken.

Lesen Sie dazu am Donnerstag, 1, Februar, auch einen Kommentar im WESTFALEN-BLATT, Lokalsport Höxter/Warburg.

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