Westfalentag: Springreiterauswahl auf Platz neun Von Kanne glänzt in Münster

Münster/Kreis Höxter (WB). »Es sollte nicht sein«, fasst Teamchef Michael Rüther-Rohde den Auftritt der Springreiterauswahl des Kreisreiterverbandes Höxter-Warburg beim Westfalentag in Münster zusammen. Mit Platz neun verpasste das Team das anvisierte Finale der besten fünf Mannschaften Westfalens.

Von Sylvia Rasche
Ann-Cathrine von Kanne und Funny Fashion nehmen das Hindernis mit Bravour. Die Steinheimerin hat das M**-Springen in Münster gewonnen und den Kreisreiterverband sogar zunächst in Führung gebracht.
Ann-Cathrine von Kanne und Funny Fashion nehmen das Hindernis mit Bravour. Die Steinheimerin hat das M**-Springen in Münster gewonnen und den Kreisreiterverband sogar zunächst in Führung gebracht. Foto: Heinz Wilfert

Dabei fing alles so gut an. Im eng gesteckten M**-Parcours mit zwölf Sprüngen inklusive Wassergraben legte die Steinheimerin Ann-Cathrine von Kanne mit Funny Fashion als erste heimische Starterin gleich eine starke Nullrunde vor. Ihre 54.09 Sekunden sollten bis zum Ende der 70 Paare umfassenden Mammut-Prüfung nur der Warendorfer Dennis Lilienbecker toppen. Von Kanne brachte den Kreis Höxter-Warburg damit vorübergehend sogar in Führung.

Platz neun hat die Springreiterauswahl beim Westfalentag in Münster belegt (von links) Markus Friedel, Michael Rüther-Rohde, Ann-Cathrine von Kanne, Katharina Albersmeier und Eike Heise.

Doch so gut sollte es nicht weitergehen. Der Brakeler Eike Heise fand als zweiter Starter nicht zu seinem Rhythmus, kassierte am Ende 16 Strafpunkte. »Das passiert schon mal«, machte Rüther-Rohde seinem Vereinskollegen keinen Vorwurf. Noch war alles drin. Das Team hatte mit Katharina Albersmeier und Schlussreiter Markus Friedel noch zwei heiße Eisen im Feuer.

Die standen nun allerdings unter Druck, da Heises Runde als Streichergebnis dienen sollte. Die Dalheimerin Katharina Albersmeier (RV St. Georg Diemeltal) startete gleich mit einem Fehler am ersten Sprung. »Das war Pech. Anschließend hat sie die Runde souverän zu Ende geritten«, berichtete Teamchef Michael Rüther-Rohde.

Noch immer durfte die Höxteraner-Warburger Springreiterauswahl auf den Finaleinzug hoffen. Schlussreiter Markus Friedel hätte mit einer sehr schnellen Nullrunde noch für die Qualifikation sorgen können. Zuletzt war das Team vor zwei Jahren für die Top-Fünf Westfalens geritten.

Friedel ging mit Aaron volles Risiko – doch es sollte nicht reichen. Mit der besten Zeit aller 70 Starter schnellte er durch den Parcours, kassierte aber zwei Abwürfe. »Er hat alles versucht, letztlich hat es leider nicht gereicht. Trotzdem hat sich unser Quartett nach der langen Turnierpause in Münster gut geschlagen«, fasste Michael Rüther-Rohde zusammen. Der Sieg in der zweiten Abteilung von Ann-Cathrine von Kanne war ein sehr guter Auftakt der Amazone, die im vergangen Herbst das goldene Reitabzeichen verliehen bekommen hatte, ins neue Turnierjahr.

Im Finale des als Mannschafts-Westfalenmeisterschaft geltenden Wettbewerbs in der Halle Münsterland setzte sich schließlich der Kreis Unna-Hamm, der die Finalrunde nur als Vierter erreicht hatte, vor der Auswahl des Sauerlandes und des Kreises Steinfurt durch. Alle vier Reiter aus Unna-Hamm blieben fehlerlos!

Aus Ostwestfalen belegte der Kreis Höxter-Warburg hinter Herford (Gesamtplatz sechs) und Paderborn (Gesamtplatz sieben) den dritten Rang.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.