Muhammed Bozkurt erwartet in der A-Liga Sprung in die Top-Five TSC Steinheim ist in Fahrt

Steinheim (WB). Irgendwie gleicht die Hinrunde des Fußball-A-Ligisten TSC Steinheim einer Achterbahn. Gegen Ende geht es bergauf. Für die Rückrunde freuen sie sich über vier starke Neuzugänge.

Von Fabian Scholz
Stark am Mann und am Ball: Enes Akbulut (vorne), hier gegen Dennis Zobel vom SV Kollerbeck, greift mit dem TSC Steinheim in der zweiten Saisonhälfte an. Das türkische Team setzt dabei auf vier starke Neuzugänge.
Stark am Mann und am Ball: Enes Akbulut (vorne), hier gegen Dennis Zobel vom SV Kollerbeck, greift mit dem TSC Steinheim in der zweiten Saisonhälfte an. Das türkische Team setzt dabei auf vier starke Neuzugänge. Foto: Jan-Hendrik Schrick

Die Mannschaft des Trainer-Duos Muhammed Bozkurt und Ferdi Bozkurt hat den Anschluss zu den Spitzenteams hergestellt und überwintert mit 26 Punkten und 38:31-Toren auf Rang sechs. Dabei startete der Vorjahresvize holprig in die Spielzeit 2016/17. Neun Punkte aus acht Spielen waren das magere Ergebnis. »In den ersten Spielen haben wir fast immer Probleme. Zahlreiche unserer Akteure befanden sich in den Sommerferien im Türkei-Urlaub. Eine geordnete Vorbereitung war kaum möglich«, berichtet Muhammed Bozkurt.

»Auf der anderen Seite hätte die Winterpause später beginnen können, denn im letzten Drittel der Hinrunde haben wir aufgeholt«, hebt der Spielertrainer hervor. Der TSC war heiß gelaufen. Trotz einiger Abgänge und Personalsorgen haben die Emmerstädter unterm Strich eine gute Hinrunde gespielt. Das Trainer-Duo ist zufrieden. Dabei sei der sechste Platz hoch zu bewerten, denn sehr oft hätten nur sechs Spieler trainieren können. Zudem sind Übungseinheiten ausgefallen.

Offensivpower Marke TSC

Offensivpower ist seit jeher ein Markenzeichen der Steinheimer. Heuer sind 38 erzielte Tore erneut ein guter Ligawert. »Unser Plus ist die Vorwärtsbewegung«, betont Bozkurt. Dabei wird allerdings die Arbeit nach hinten vernachlässigt. 31 Gegentore sind viel zu viel. Eine Ursache dafür, zu Saisonbeginn fehlte dem TSC ein Torhüter. Feldspieler hüteten den Kasten. Das habe Punkte gekostet. Zudem funktionierte das System Viererkette nicht. Mit der Dreierkette läuft es inzwischen besser. »Wir stehen nun kompakter«, hebt der Coach hervor. In den letzten vier Spielen vor der Winterpause gab es lediglich vier Gegentreffer.

Den Schwung vom Feld hat das Team mit in die Halle genommen. Die Steinheimer haben in der Zwischenrunde des Volksbanken-Wintercups (wir berichteten am 22. Januar) Platz eins bejubelt. In einer Woche besitzt das Ensemble in der Endrunde gute Chancen. »Wir sind ohne große Erwartungen in das Turnier gegangen. Der erste Platz in der Halle gibt Selbstvertrauen«, weiß Bozkurt.

Für einen Schub dürften zudem vier Neuzugänge sorgen: Samet Uslu vom Stadtrivalen SV Steinheim, Yildiray Yildiz vom TSV Horn, Vllaznim Jashari vom Herforder SV und Perpam Jashari vom TSV Rischenau verstärken das Team. »Jeder Akteur ist eine totale Bereicherung. Wir haben enorm an Qualität hinzugewonnen«, freut sich Muhammed Bozkurt. und will mit dem TSC den Etablierten auf die Pelle rücken.

Bozkurt ordnet die A-Liga heuer etwas schwächer und ausgeglichener als in der Vorsaison ein. »Vor einem Jahr gab es mit dem FC Stahle ein Ausnahmeteam. Der VfR Borgentreich konnte seine Möglichkeiten zudem bis dato nicht ausschöpfen. Spitzenteams tun sich gegen Kellerkinder immer wieder schwer«, beschreibt Bozkurt die Lage.

Der TSC Steinheim hat sich für die zweite Saisonhälfte den Sprung unter die besten fünf Mannschaften vorgenommen. »Wir haben eine richtig gute Mannschaft und freuen uns auf die Rückrunde«, sagt Bozkurt.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.