SV Ottbergen/Bruchhausen setzt in der Landesliga zum Spurt an Es soll runder laufen

Ottbergen (WB). Noch fehlt die Konstanz. Deshalb ist die Hinrunde bei den Fußballerinnen des SV Ottbergen/Bruchhausen in der Landesliga wechselhaft verlaufen. Ein gesicherter Mittelfeldplatz bedeutet die Note befriedigend auf dem Halbjahreszeugnis.

Von Lena Brinkmann
Energisch hinein in die zweite Saisonhälfte: Joeline Brüseke (rechts) läuft um den Ball und hat sich mit dem SV Ottbergen/Bruchhausen in der ausgeglichenen Landesliga einen einstelligen Tabellenplatz vorgenommen.
Energisch hinein in die zweite Saisonhälfte: Joeline Brüseke (rechts) läuft um den Ball und hat sich mit dem SV Ottbergen/Bruchhausen in der ausgeglichenen Landesliga einen einstelligen Tabellenplatz vorgenommen. Foto: Lena Brinkmann

Momentan belegen die Kickerinnen des SVOB mit 18 Punkten aus 16 Spielen den zehnten Rang. Die Spielklasse ist ausgeglichener denn je. Der Abstand zum Tabellensechsten BV Werther beträgt sieben Punkte. Der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, diesen hat der TuS Langenheide mit elf Punkten inne, ist mit sieben Zählern ausgewiesen. »Wir sind auf die Rückrunde fokussiert. Unter allen Umständen sollen die Punkte für den Klassenerhalt so schnell wie möglich eingefahren werden«, hebt Trainerin Vera Müller hervor. Am letzten Spieltag will der SV Ottbergen/Bruchhausen Ende Mai mindestens den zehnten Platz inne haben. Dass die junge Mannschaft nach dem Abstieg aus der Westfalenliga und einigen personelle Veränderungen nicht wieder oben mitspielen würde, war den Verantwortlichen vor dem ersten Spieltag bewusst.

Drei Leistungsträgerinnen müssen ersetzt werden

»Drei absolute Leistungsträgerinnen haben uns vor der Saison Richtung Westfalenligist SV Bökendorf verlassen. Zudem gab es in der vergangenen Spielzeit die Trainerwechsel. Manuel Bohnert und ich haben die Viererkette eingeführt. Der Prozess der Veränderungen benötigt Zeit«, betont Müller. In der Hinserie fielen Akteurinnen aufgrund von Verletzungen aus. Kapitänin Carolin Stöver musste vier Monate passen. Die Konstanz habe gefehlt. »Es gab leider einige ärgerliche Spiele wie beim 1:1 gegen Scheidingen oder beim 0:1 gegen Langenheide, in denen wir die bessere Mannschaft waren. Dann gab es wiederum die Partien, in denen wir über 90 Minuten stark gespielt und uns dafür belohnt haben. Gegen die Spitzenteams waren wir chancenlos«, blickt die erfahrene Übungsleiterin auf die erste Saisonhälfte zurück. Fußballerisch gebe es eine Menge Verbesserungspotenzial: »Wir müssen für das Spiel nach vorne deutlich mehr tun und mehr Tore schießen. Im letzten Drittel fehlte uns oft die Effektivität. Der Zusammenhalt in der Mannschaft ist stark und die kämpferische Einstellung hat immer gepasst. Doch irgendwann ließen die Kräfte nach, und dann haben wir uns immer wieder Gegentore nach individuellen Fehlern gefangen.«

Die Kickerinnen des SV Ottbergen/Bruchhausen profitieren seit Jahren von einer guten Jugendarbeit. »Die Zusammenarbeit mit der Nachwuchsabteilung funktioniert sehr gut. Hochgemeldete B-Juniorinnen würden sich bestens einfinden. Das Trainer-Duo Vera Müller und Manuel Bohnert legt großen Wert auf eine gute Vorbereitung in der Winterpause. Bereits Sonntag, 12. Februar, nehmen die Fusionierten den Kampf um Punkte gegen den TuS Oeventrop wieder auf. »Gegen diesen Gegner haben wir in der Hinrunde eine sehr gute Leistung gezeigt.« Drei Punkte sind gegen das Schlusslicht (acht Zähler Pflicht). Damit wäre der Auftakt ins Fußballjahr 2017 gelungen. »Wir müssen gegen die direkten Konkurrenten gewinnen und wollen gegen die oberen Mannschaften vielleicht den ein oder anderen Bonuspunkt holen«, hebt Vera Müller hervor. Das Ziel für die Rückrunde ist mehr Konstanz. In der Tabelle soll es nach Möglichkeit noch einige Plätze nach oben gehen. Der SV Ottbergen/Bruchhausen geht es an.

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