Spitzenreiter SV Brenkhausen/Bosseborn ist in A-Liga ungeschlagen Höhenflug mit Bodenhaftung

Brenkhausen (WB). Das ist mal eine Visitenkarte: Der SV Brenkhausen/Bosseborn bringt es nach 16 Spielen in der Fußball-A-Liga auf 40 ­Punkte. Das Konto ist ohne Niederlage. Die fast logische Konsequenz ist der erste Platz.

Von Fabian Scholz
Tanz mit dem Ball und dem Gegenspieler: Stürmer Adrian Dobrott (links), hier gegen Jannik Nagel vom SV Steinheim, greift mit dem SV Brenkhausen/Bosseborn in der zweiten Saisonhälfte wieder an. Die Rot-Weißen haben noch kein Spiel verloren.
Tanz mit dem Ball und dem Gegenspieler: Stürmer Adrian Dobrott (links), hier gegen Jannik Nagel vom SV Steinheim, greift mit dem SV Brenkhausen/Bosseborn in der zweiten Saisonhälfte wieder an. Die Rot-Weißen haben noch kein Spiel verloren. Foto: Niklas Plückebaum

Dabei wollten sie mit dem Saisonstart zunächst den nächsten Schritt machen und einfach nur gut mitspielen. Jetzt warten die Rot-Weißen mit einem 1a-Zwischenzeugnis auf. In Brenkhausen und Bosseborn sind sie stolz auf ihre talentierte Mannschaft. Sie heben trotzdem nicht ab.

Rückblick: In der vorhergehenden Spielzeit gelang der personelle Umbruch. Das war eine Totaloperation. Am Ende schlossen sie mit Rang sechs ab. Heuer sollte die Weiterentwicklung vorangetrieben werden. Die ist in Form eines Gipfelsturms unerwartet gut gelungen. Der SVB/B hat die Pole Position seit dem ersten Spieltag Anfang August vergangenen Jahres und einem 6:2-Auswärtserfolg beim SV Bonenburg inne. 41:12 ist die Torbilanz. Die erst zwölf Gegentreffer bedeuten die beste Defensive. Der Tabellenführer besitzt bei einem Spiel weniger drei Punkte Vorsprung auf den Top-Favoriten VfR Borgentreich.

»Wir haben im vergangenen Sommer nicht damit gerechnet, dass wir auf dem ersten Platz überwintern würden. Der nächste Schritt sollte es sein. Den hatten wir nicht an einer Platzierung festgemacht«, sagt der junge Trainer Sebastian Schwedhelm. »Eine solche Hinrunde habe ich als aktiver Spieler nicht geschafft« spricht der 36-Jährige von etwas Besonderem.

Team war auf die Sekunde topfit

Der SVB/B-Höhenflug kommt nicht von ungefähr. Nach intensiver Vorbereitung im Sommer war das Team auf die Sekunde topfit. »Die Auftaktspiele haben wir hoch gewonnen. Das hat für zusätzliches Selbstvertrauen gesorgt. Die spielerische und taktische Weiterentwicklung ist in vollem Gange. Aufgrund unseres breit aufgestellten Kaders sind wir flexibler geworden. Wir sind eine Einheit«, nennt Schwedhelm die Gründe für das gute Abschneiden.

Der SVB/B agiert kompakt und effektiv wie kaum eine andere Mannschaft in der Liga. Die Defensive um Abwehrchef Manuel Weber ist ein Pfund. In der Offensive steht eine fast einhundertprozentige Steigerung. Nach 30 Partien verbuchte der SVB/B in der Vorsaison 46 Tore. Nun sind es nach 16 Spielen bereits 41 Treffer. Rückkehrer Nico Trepschik bringt es auf 15 Tore. Adrian Dobrott hat siebenmal getroffen. »Die Beiden ergänzen sich sehr gut. Dabei sind ihre Spielweisen unterschiedlich. Wenn Adrian verletzungsbedingt nicht den zweiten Teil der ersten Saisonhälfte ausgefallen wäre, dann würden mehr Treffer auf unserem Konto stehen«, betont Schwedhelm. Dobrott wird nach einer Fußoperation in der Rückrunde wieder dabei sein. Für die 14 ausstehenden Begegnungen erwartet der Trainer noch mehr Cleverness und Konstanz während der Spiele. »Wir begnügen uns zu oft mit nur einer guten Halbzeit.«

Beim Ersten gibt es keinerlei Druck. Es ist ein Höhenflug mit Bodenhaftung. Trainer, Spieler und Vorstand sind tiefenentspannt. »Bei uns ist das Wort Meisterschaft nicht verboten. Das ist aufgrund der Geschichte dieses Vereins mit sechs Bezirksliga-Aufstiegen zwangsläufig. Wir werden die Rolle des Mitfavoriten annehmen und freuen uns auf interessante Vergleiche«, sagt der Coach. Beim SVB/B sind sie voller positiver Energie.

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