Nethestädter überwintern in A-Liga-Spitzengruppe und verstärken sich TiG Brakel greift an

Brakel (WB). Vom Kellerkind zum Aufstiegskandidaten. TiG Brakel hat in der A-Liga gegenüber der Vorsaison einen enormen Schritt nach vorne gemacht.

Von Fabian Scholz
Freude und Jubel bei den TiG-Akteuren (von links): Kadir Gündogan, Onur Gökgöz, Houssein Moumin, Labinot Delolli, Hakan Uzun, Ugur Uzun sowie Erhan Dülgeroglu (Nummer acht). Die Nethestädter unternehmen einen Angriff auf die Spitze.
Freude und Jubel bei den TiG-Akteuren (von links): Kadir Gündogan, Onur Gökgöz, Houssein Moumin, Labinot Delolli, Hakan Uzun, Ugur Uzun sowie Erhan Dülgeroglu (Nummer acht). Die Nethestädter unternehmen einen Angriff auf die Spitze. Foto: Michael Risse

35 Punkte bedeuten Rang drei. Das türkische Fußballensemble überwintert in der Spitzengruppe. Bei nur 17 Gegentoren weist das Team gemeinsam mit dem TuS Hembsen den zweitbesten Defensivwert auf. TiG setzt wieder Akzente und sendet Signale aus.

In der abgelaufenen Saison zitterten die Nethestädter bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt. 63 Gegentore standen in der Endabrechnung zu Buche. Die Defensive wackelte bedenklich. Inzwischen arbeiten sie nach hinten sehr gut. Haydar Özdemir hat am 1. Juli das Traineramt übernommen. Die Mannschaft setzte seine Vorstellungen und Vorgaben bestens um. »Mit dem Abschneiden in der Hinrunde sind wir sehr zufrieden. Beim Start in die Saison hat niemand bei uns erwartet, dass wir nach der Hinrunde einen Spitzenplatz einnehmen würden. Allerdings waren für uns einige Punkte mehr drin«, blickt Özdemir zurück.

Einige Akteure spielen auf anderen Positionen

Dabei hat es im Sommer kaum personelle Veränderungen gegeben. »Einige Akteure spielen auf anderen Positionen. Dadurch sind sie stärker geworden«, hebt der Coach hervor. Der Wille sei zudem groß. »Jeder gibt jeden Sonntag ­alles«, würdigt Özdemir. Der Übungsleiter legt weiterhin ein Hauptaugenmerk auf die Defensive:  »Eine stabile Abwehrarbeit ist mir extrem wichtig. Dabei fängt die Defensive bereits im Angriff an. Jeder muss mitarbeiten, damit wir sicher stehen. Ich gewinne Spiele viel lieber 1:0 oder 2:0 als 5:3 oder 4:2.« Zwangsläufig schätzt der Trainer die Fußball-Weisheit: »Mit der Offensive gewinnt eine Mannschaft Spiele. Mit der Defensive gewinnt sie Meisterschaften.« Leider hätten seine Schützlinge bei eigener Führung zu oft unkonzentriert gespielt. »Ansonsten wären es garantiert noch weniger Gegentore gewesen.« Jeder Akteur habe sich stetig weiterentwickelt. Die Mannschaft befinde sich im Lernprozess erst am Anfang. »Es ist schön zu sehen, dass sich der fußballerische Fortschritt auch in Punkten ausdrückt.«

Auf dem Ascheplatz in Istrup hat sich TiG eine Heimfestung aufgebaut: In den bisherigen acht Heimspielen gab es sechs Siege und nur zwei Unentschieden. »Natürlich kommt uns die Asche zugute. Die meisten Gegner haben auf unserem Heimgeläuf Probleme und wollen den Auftritt einfach nur ganz schnell hinter sich bringen. Das ist eben reine Kopfsache«, weiß der Übungsleiter.

Haydar Özdemir findet nach 17 Spielen kaum einen Ansatzpunkt für Kritik. Seine Schützlinge seien solide und ruhig aufgetreten. »Disziplin und Pünktlichkeit sind wichtige Tugenden. Darauf lege ich wert. In Sachen Pünktlichkeit müssen sich einige Spieler bei uns verbessern.«

Personell hat sich TiG für die zweite Saisonhälfte verstärkt: Torjäger Daniel Wiechers kehrt vom Landesligisten SpVg. Brakel zurück. Der spielstarke Innenverteidiger Fatih Göktas und Routinier Erdogan Acar kommen vom Bezirksligisten TuS Erkeln. Das Trio garantiert einen absoluten Qualitätsschub. »Unsere Personalplanung ist damit abgeschlossen. Wir verfügen über individuelle Klasse und sind auch in der Breite gut aufgestellt«, hebt der Trainer hervor. Die Planungen seien langfristig ausgerichtet. Das Fundament legen sie dafür bereits in dieser Spielzeit. Der Aufstieg sei kein Muss. Über Jahre hinweg will TiG eine gute Rolle in heimischen Breiten spielen. Der Aufstieg in die Bezirksliga ist deshalb ein Ziel und in dieser Saison noch möglich. Die Nethestädter greifen an.

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