Zweimal Gold und einmal Silber bei DM Drewes-Czech schnell wie nie

Leinefelde/Höxter (WB). Am Ende steht nur ein Wort: »Fantastisch.« Kerstin Drewes-Czech jubelt gestern Mittag bei den Deutschen Meisterschaften der Senioren in Leinefelde. Die Läuferin aus Höxter hat zweimal Gold und einmal Silber geholt.

Von Jürgen Drüke
»Die Post geht ab.« Kerstin Drewes-Czech (vorne) läuft über 100 Meter auf und davon und zum Titel.
»Die Post geht ab.« Kerstin Drewes-Czech (vorne) läuft über 100 Meter auf und davon und zum Titel. Foto: Wolfgang Birkenstock

»Es ist richtig rund gelaufen«, war die 44-Jährige aus OWL nach drei super Auftritten in Thüringen glücklich. Gold und Silber am ersten Tag und noch einmal Gold am zweiten – das ist eine Erfolgsstory. Am Samstagvormittag sorgte Drewes-Czech bereits für das erste Ausrufezeichen: Im Vorlauf über 100 Meter bedeuteten 13,24 Sekunden eine persönliche Bestleistung. Damit war die für den LC Paderborn startende Athletin zweitschnellste Frau. Nur Evelin Nagel von der Troisdorfer LG lief in 13,22 Sekunden schneller. Drewes-Czech wollte mehr und bekam mehr. Im Finale drehte die Lehrerin der von-Galen-Schule Frohnhausen den Spieß rum und lief vor Nagel ins Ziel – Gold. In 13,30 Sekunden ist die Höxteranerin Deutsche Meisterin geworden. Über die 400 Meter sollte es am späten Nachmittag dann nicht ganz reichen. »Meine Kampfeslust hatte ich über 100 Meter verpulvert. Aber der Vizetitel ist auch gut«, resümierte Drewes-Czech. Für die Frau mit den langen Beinen war die Stoppuhr nach 61,08 Sekunden stehen geblieben. Nur ihre Freundin und Dauerrivalin Tatjana Schilling vom TSV Korbach hatte die Runde über die Tartanbahn in 60,10 Sekunden schneller bewältigt. Den dritten Platz und damit Bronze im Feld der 14 Läuferinnen in der Altersklasse W45 sicherte sich Rahel Dengler vom VfL Sindelfingen in 63,70 Sekunden. »Der erste Tag war sehr gut, obwohl ich in der Nacht vorher nicht gut geschlafen hatte«, hob die Topathletin des LC Paderborn hervor.

In exzellenter Verfassung 

Kerstin Drewes-Czech war auf die Sekunde in exzellenter Verfassung. »Mein Trainingsplan und das Timing haben gepasst.« Die Bestätigung dafür gab es dann noch einmal eindrucksvoll am Sonntagmittag über die 200 Meter. Auf Bahn vier lief die Sprinterin ein ganz tolles Rennen und triumphierte vor ihrer Widersacherin Tatjana Schilling, welche auf Bahn fünf unterwegs war. 26,63 Sekunden bedeutete den Titel Deutsche Meisterin. Ganz nebenbei hatte Drewes-Czech ihre zweite persönliche Bestleistung in Leinefelde aufgestellt. Vizemeisterin Tatjana Schilling benötigte 27,45 Sekunden. Kirstin Hochstrate vom TuS Neunkirchen belegte im Feld der 13 besten deutschen Läuferinnen in der AK45 in 27,86 Sekunden Rang drei.

»Drei Einzelmedaillen habe ich bei einer DM auch noch nicht geholt«, war Kerstin Drewes-Czech glücklich und freute sich auf den Urlaub.     

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