Trainer Sturm fehlt mit der SpVg. Brakel nur noch ein Punkt zur Bezirksliga-Meisterschaft »Da musst Du Spaß haben«

Brakel(WB). Der Adrenalinspiegel ist in diesen Tagen hoch. Bei der SpVg. Brakel stehen sie unter Strom. Trainer Burkhardfreut sich auf den kommenden Sonntag. Ein Punkt reicht, und die Bezirksliga-Meisterschaft wäre perfekt. WB-Redakteur Jürgenhat nachgefragt.

Glückwunsch: Trainer Burkhard Sturm (rechts) steht mit der SpVg. Brakel vor der Meisterschaft.
Glückwunsch: Trainer Burkhard Sturm (rechts) steht mit der SpVg. Brakel vor der Meisterschaft. Foto: Jürgen Drüke

Herr Sturm, mit einem Punkt bei GW Anreppen wäre die Meisterschaft und der Aufstieg in die Landesliga unter Dach und Fach. Wie stolz sind Sie?

Burkhard Sturm: Vorweg, wir hätten uns alle in Brakel nicht träumen lassen, dass die Saison so toll verlaufen würde. Jetzt können wir sechs Spieltage vor Abschluss der Spielzeit Meister werden. Das wollen wir Sonntag in Anreppen auch unbedingt schaffen. Dafür wird die Mannschaft in dieser Woche intensiv trainieren. Wir müssen das Beste geben. Die Aufgabe müssen wir sehr konzentriert angehen, denn Anreppen braucht noch Punkte. Was dieses Team geleistet hat, ist phänomenal. Im Hinblick auf Sonntag ist die Vorfreude sehr groß.

Was zeichnet die SpVg. Brakel heuer aus?

Sturm: Neben dem Talent ist es der Fleiß, Wir trainieren dreimal in der Woche. Die Jungs sind eine Gemeinschaft. Leidenschaft, Wille, Wir-Gefühl. Diese Tugenden sind bei uns ausgeprägt.

Eine Niederlage in den bisherigen 26 Spielen und die am ersten Spieltag. Wurmt sie das 1:2 vom 16. August 2015 ausgerechnet gegen Warburg 08 noch?

Sturm: Natürlich können wir jetzt angesichts eines Vorsprungs von aktuell 15 Punkten auf den Zweitplatzierten Warburg damit leben. Da ich Warburger bin, erinnere ich mich natürlich um so intensiver an die Partie. Sicherlich ist damals einiges gegen uns gelaufen. In den letzten 25 Minuten standen wir nach Verletzungen und aufgrund des erschöpften Auswechselkontingents nur noch mit zehn Akteuren auf dem Platz. Im Rückspiel haben wir eine Reaktion gezeigt und eine Antwort gegeben.

Mit einem sehr jungen Team geht es nach oben. Könnten Sie noch Erfahrung gebrauchen?

Sturm: Mark Riechmann ist mit 30 Jahren der älteste, es folgt Christopher Wetzler mit 27 und Dominik Kling mit 23. Drei erfahrene Spieler haben wir damit. Dann folgen die jungen Wilden, die uns allen so viel Spaß machen. Die Youngster sind immer gut gelaunt und freundlich. Die Atmosphäre und Stimmung überträgt sich auf alle im Verein. Mit welcher Freude die Jungs zu den Übungseinheiten und zu den Spielen kommen, das ist ansteckend. Da musst Du einfach Spaß haben.

Nach der vergangenen Saison haben die SpVg. Brakel acht Leistungsträger verlassen. Was haben Sie damals realistisch für möglich gehalten?

Sturm: Ganz ehrlich, im vergangenen Sommer hatte ich schon einige schlaflose Nächte. Uns hat Qualität verlassen. Die Meisterschaft war garantiert kein Thema. Wir wollten oben mitspielen. Die Youngster wollten sich beweisen. Sicherlich ist es ein großes Plus, dass unsere C-, B- und nun auch unsere A-Junioren jeweils in der Landesliga spielen. Wenn die Jugendlichen in den Seniorenbereich aufrücken, bringen sie aufgrund der guten Nachwuchsförderung schon eine Menge mit.

Wenn Warburg am Sonntag in Blomberg nur einen Punkt holen würde, wären Sie selbst im Falle einer Niederlage Meister. Den Sekt werden Sie bestimmt mitnehmen?

Sturm: Wir wollen im 27. Spiel den 22. Sieg einfahren. Es ist unser Ziel, dass wir die ausstehenden Partien allesamt noch siegreich gestalten. Das ist ein Anspruch, den ein zukünftiger Meister auch haben sollte.

Für die kommende Saison gibt es bereits drei Neuzugänge. Werden Sie nochmals nachlegen?

Sturm: Mit Alexander Hengst vom Bezirksligisten FC BW Weser, Rückkehrer Daniel Wiechers und Torwart-Talent Alexander Fischer von der SG Scherfede gibt es drei Neue. Mit Waldemar Huhn, der nach Berlin zieht, verlässt uns ein Spieler. Torhüter Dennis Siks arbeitet im Vier-Schichtdienst und wird nicht regelmäßig trainieren und spielen können. Adrian Kühlert studiert ein Semester im Ausland und wird in der ersten Saisonhälfte ausfallen. Aus der A-Jugend rücken gute Spieler nach, die sich in dieser Spielzeit bereits bewährt haben. Vielleicht gibt es noch ein oder zwei Neuzugänge. Wichtig­stes Kriterium dafür ist die regelmäßige Teilnahme an den Trainingseinheiten. Wenn in der Woche nur eine Trainings-Teilnahme möglich sein sollte, dann macht ein Wechsel wenig Sinn.

Die SpVg. Brakel II kämpft in der B-Liga um den Klassenerhalt. In der kommenden Saison will Ihr Verein eine U23 aufbauen. Gelingt das?

Sturm: Der Begriff U23 hört sich hochtrabend an. Wir sind nicht der DSC Arminia Bielefeld oder der SC Paderborn. Zunächst ist es wichtig, dass unsere Reserve den Klassenerhalt schafft.

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